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Tatort: Hanglage mit Aussicht

Tatort: Hanglage mit Aussicht: Dritter Luzerner "Tatort" mit Stefan Gubser und Delia Mayer als Ermittler.

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Filmhandlung und Hintergrund

Dritter Luzerner "Tatort" mit Stefan Gubser und Delia Mayer als Ermittler.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Hanglage mit Aussicht: Dritter Luzerner "Tatort" mit Stefan Gubser und Delia Mayer als Ermittler.

    Mit diesem Sonntagskrimi über Grundstücksspekulationen ausländischer Investoren ist das Schweizer Fernsehen endlich in der Reihe „Tatort“ angekommen.

    In seinem knapp zwanzig Jahre alten Stück „Hanglage Meerblick“ beschreibt der amerikanische Dramatiker David Mamet einen Wettbewerb zwischen mehreren Immobilienmaklern. Es wird kein Zufall sein, dass das Schweizer Fernsehen seinem dritten „Tatort“ der neuen Generation einen ganz ähnlichen Titel gegeben hat. Zumindest lässt die Parallele von Anfang an erahnen, warum der reiche Investor Benjamin Gross zu Tode gekommen ist. Der Mann ist aus einer Gondel gestürzt geworden. Die Seilbahn führt auf eine Höhenlage, von der man einen grandiosen Ausblick auf den Vierwaldstättersee hat. Die Betreiber des Bergrestaurants sind in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten; Gross war offenbar bereit, eine Renovierung des Gebäudes zu übernehmen. Als Reto Flückiger (Stefan Gubser) rausfindet, dass in Wirklichkeit ein Abriss des Hauses und die Errichtung eines luxuriösen Wellness-Hotels geplant war, führt die Spur ausgerechnet zu seinem Vorgesetzten.

    Vor allem dank eines guten Drehbuchs (Felix Benesch) ist das Schweizer Fernsehen im dritten Anlauf endlich in der Reihe „Tatort“ angekommen. „Hanglage mit Aussicht“ bietet all das, was man sich schon von den beiden ersten Filmen erhofft hat: wunderbare Landschaftsbilder (Kamera: Roli Schmid), viel Lokalkolorit sowie gewisse Eigenarten, weil die Schweizer nun mal ein Völkchen für sich sind. Die Inszenierung (Sabine Boss) hätte allerdings mitunter etwa zupackender sein können; zwar tappt man lange im Dunkeln, was die Identität des Mörders angeht, aber über diese denksportliche Frage hinaus bewegt sich die Spannung in einem überschaubarem Rahmen. Auch inhaltlich geht der Film nicht an seine Grenzen. Es gibt zwar kleinere Attacken gegen ausländische Investoren, die mit Protzbauten die Alpen verschandeln, aber als deutscher Sparbuchbesitzer muss man sich nicht auf den Schlips getreten fühlen. Nach wie vor bleibt zudem das Manko des Sprachklangs. Ausführliche Dialoge wurden doppelt gedreht: auf schwyzerdütsch fürs Schweizer Fernsehen, auf Hochdeutsch für die Ausstrahlung in Deutschland und Österreich. Für einige schweizerische Darsteller ist Hochdeutsch jedoch hörbar eine Fremdsprache, so dass diverse Dialogszenen wie eine mittelmäßige Fernsehsynchronisierung klingen. Aber Stefan Gubser macht vieles wieder wett: Der Schweizer Star verkörpert den bodenständigen Flückiger als entspannten Trotzkopf und ist eine echte Bereichung für die Riege der Sonntagsermittler. tpg.
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