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Tatort: Fette Krieger

Filmhandlung und Hintergrund

Wenn es ums Modernisieren geht, geben Klassiker gern das Motto aus: die Jugend gewinnen, ohne die Alten vor den Kopf zu stoßen. Mit seinem neuen „Tatort“ wagt der SWR ein Experiment, das die Kopfnuss geradezu zum Prinzip macht: Schon der Einstieg mit dem HipHop-Video und dem Graffiti-Vorspann wird jene Freunde des gepflegten Sonntagskrimis, die sich noch lebhaft an Trimmel, Finke und Haferkamp erinnern, in höchstem...

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenn es ums Modernisieren geht, geben Klassiker gern das Motto aus: die Jugend gewinnen, ohne die Alten vor den Kopf zu stoßen. Mit seinem neuen „Tatort“ wagt der SWR ein Experiment, das die Kopfnuss geradezu zum Prinzip macht: Schon der Einstieg mit dem HipHop-Video und dem Graffiti-Vorspann wird jene Freunde des gepflegten Sonntagskrimis, die sich noch lebhaft an Trimmel, Finke und Haferkamp erinnern, in höchstem Maß beunruhigen. Doch das ist nur ein Vorgeschmack auf einen Film, dem Viele gar nicht folgen können werden: weil sie mit Begriffen wie „Taggen“ oder „Dissen“ überhaupt nichts anfangen können. Und da der HipHop in dieser „Tatort“-Folge den Stil (oder „Style“) vorgibt und nicht nur die Tonspur, sondern auch die Optik prägt, könnte das Experiment scheitern; rein quantitativ.

    Aber auch qualitativ, denn die darstellerischen Darbietung sehen zuweilen genauso dilettantisch aus, wie manch ein HipHop-Song klingt. „Fette Krieger“ erzählt von einem Mord im Musikermilieu. Rapper MC Fett (Bernd Gnann) verkündet auf der „Release-Party“ für die neue CD das Ende der erfolgreichen Band; er will aussteigen und sein eigenes Ding durchziehen. Offenbar zugekokst bis oben hin, legt er sich mit allen und jedem an. Kein Wunder, dass nach seinem tödlichen Sturz vom Dach auch alle und jeder unter Verdacht stehen, vor allem aber natürlich sein Ko-Rapper, DJ Krieger (Harris), den er öffentlich gedemütigt hat und der nun verschwunden ist.

    Inszeniert wurde „Fette Krieger“ von Dominik Reding, der mit seinem Skinhead-Film „Oi! Warning“ für großes Aufsehen gesorgt hat (Drehbuch: Peter Lennartz). Reding präsentiert auch neue Seiten an Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), die ungewohnt viel Gefühl zeigen darf, sich ein bisschen verliebt und im Kollegen Kopper (Andreas Hoppe) eine kräftige Schulter zum Anlehnen findet. tpg.

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