Filmhandlung und Hintergrund

Zwei Todesfälle, ein Mord und eine verbotene Liebe: Im Grunde ist die Geschichte, um die es in diesem Kölner „Tatort“ geht, nicht weiter kompliziert. Man ahnt rasch, dass der Tod des jungen Mark, der in einem Kühlraum erfroren ist, ein tragischer Unglücksfall war. Seltsamerweise ziehen die Kommissare Ballauf und Schenk (Klaus J. Behrend, Dietmar Bär) das kaum in Erwägung. Selbst dem Vater des Kindes trauen sie...

Auf einem Wild- und Geflügelhof ist ein Junge in einem Kühlraum erfroren. Seine Mutter hat ein Verhältnis mit der Besitzerin des Hofs. Die Kölner Kommissare sind daher überzeugt, es handele sich um eine Beziehungstat. Als auch noch die Wildhändlerin erschossen sind, fällt der Verdacht automatisch auf den Vater des toten Kindes. Allerdings hatte die Tote keinerlei Freunde im Ort, manchen galt sie gar als „Teufelin“. Im Grunde hätte das halbe Dorf ein Mordmotiv.

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Kritikerrezensionen

  • Zwei Todesfälle, ein Mord und eine verbotene Liebe: Im Grunde ist die Geschichte, um die es in diesem Kölner „Tatort“ geht, nicht weiter kompliziert. Man ahnt rasch, dass der Tod des jungen Mark, der in einem Kühlraum erfroren ist, ein tragischer Unglücksfall war.

    Seltsamerweise ziehen die Kommissare Ballauf und Schenk (Klaus J. Behrend, Dietmar Bär) das kaum in Erwägung. Selbst dem Vater des Kindes trauen sie zu, den eigenen Sohn ermordet zu haben; und das allein deshalb, weil der Junge die Wild- und Geflügelhändlerin Iris Findeisen (Anna Schudt), die Besitzerin des Kühlraums, sehr mochte. Marks Vater (Mark Waschke) kann sie hingegen nicht ausstehen, und dafür hat er einen guten Grund: Seine Frau (Katharina Lorenz) liebt Iris.

    Aller sonstigen Liberalität zum Trotz ist die Reihe „Tatort“ in sexuellen Dingen überraschend konservativ. Wer von der Norm abweicht, hat entweder Dreck am Stecken oder lebt nicht lange. Deshalb wird dieser Krimi eigentlich erst dann richtig interessant, als Iris Findeisen erschossen wird, denn im Gegensatz zum Tod des Jungen gibt es für diesen Mord eine ganze Menge Motive. Offenbar sind alle Dorfbewohner der Meinung, die Frau habe Unglück über den Ort gebracht. Der Besitzer des Wirtshauses würde gern auf ihrem Grundstück ein Hotel errichten. Die Freundin seines Sohnes ist eifersüchtig auf sie. Und der gehörnte Ehemann ist ohnehin der Hauptverdächtige, schließlich ist seine Frau kurz nach dem Verlust des gemeinsamen Kindes zu Iris gezogen.

    Familiäre Dramen sind ja seit einiger Zeit so etwas wie das Spezialgebiet der Kölner „Tatort“-Redaktion. Auch dieses Drehbuch (Hans Werner, Peter Goslicki) demontiert fast genüsslich die Familie, deren gestörtem Beziehungsgeflecht der Film seinen Titel verdankt. Eine gewisse Spannung ergibt sich zwar aus der Frage, warum Irene Findeisen derart als „Teufel“ verschrieen ist, aber davon abgesehen wirkt die Handlung durch die komplizierte Erzählweise recht konstruiert. Gerade das Verhalten der Ermittler ist zudem äußerst unglaubwürdig. Fast schon borniert versteifen sie sich darauf, dass die Wildhändlerin den Jungen mit Vorsatz im Kühlraum eingeschlossen hat, ohne sich auch nur einen Moment lang zu fragen, welches Motiv sie für die Tat gehabt hätte. Nicht immer überzeugend ist auch die Führung der Nebendarsteller.

    Ein kompletter Fremdkörper schließlich ist der Besuch von Schenks Tochter beim Arbeitsamt. Die Szene ist ausgezeichnet gespielt und inszeniert, weshalb sie sogar stärker berührt als der eigentliche Fall: Melanie (Karoline Schuch) ist aufgrund einer Schlamperei bei der Agentur um Geld gebracht worden, das ihr zusteht. Aber der Seitenstrang steht in keinerlei Beziehung zur eigentlichen Geschichte und wirkt, als habe einer der Autoren noch rasch ein Anliegen zur Sprache bringen wollen. Dabei ging es vermutlich allein darum, einen Auftritt für Melanie einzubauen. tpg.

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