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Tatort: Falsch verpackt

Tatort: Falsch verpackt: Moritz Eisner und Kollegin Bibi Fellner müssen die Morde an mehreren Chinesen aufklären.

Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Moritz Eisner und Kollegin Bibi Fellner müssen die Morde an mehreren Chinesen aufklären.

Arbeiter entdecken in einem Container neben Tausenden von Hühnerfüßen auch drei tote und in Plastik verpackte Chinesen. Die Spuren führen Moritz Eisner zu einem ranghöheren Kollegen von der Fremdenpolizei, der Gästen aus China eine Aufenthaltsbewilligung ausstellt; zum Dank mieten sie sich zu überteuerten Preisen in seinen Wohnungen ein. Sein Partner ist der Unternehmer Müller, er hatte den Container gemietet.

Darsteller und Crew

  • Harald Krassnitzer
    Harald Krassnitzer
  • Adele Neuhauser
    Adele Neuhauser
  • Hubert Kramar
    Hubert Kramar
  • Simon Schwarz
    Simon Schwarz
  • Stefan Puntigam
    Stefan Puntigam
  • Martin Brambach
    Martin Brambach
  • Erwin Steinhauer
    Erwin Steinhauer
  • Tanja Raunig
  • Thomas Freudensprung
  • Stefanie Dvorak
  • Nahoko Fort-Nishigami
  • Thomas Stipsits
  • Johannes Ahn
  • Sabine Derflinger
  • Martin Ambrosch
  • Josef Aichholzer
  • Christine A. Maier
  • Gerd Schuller
  • Nicole Schmied

Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Falsch verpackt: Moritz Eisner und Kollegin Bibi Fellner müssen die Morde an mehreren Chinesen aufklären.

    In dem ORF-„Tatort“ „Kein Entkommen“ hatten noch Serben für eine bemerkenswerte Mordfallquote gesorgt; diesmal sind es Chinesen. Der Tonfall des Films ist diesmal allerdings bei weitem nicht so düster, zumal Autor Martin Ambrosch für einige komische Momente sorgt.

    Unterm Strich fällt zudem auf, dass die Geschichte erneut die meisten „Tatort“-Beiträge in Sachen Komplexität und Vielschichtigkeit weit hinter sich lässt. Außerdem ist es Ambrosch gelungen, die in den deutschen Sonntagskrimis oft tonnenschwer auf der Handlung lastende gesellschaftliche Relevanz angenehm beiläufig einzustreuen. Auf diese Weise informiert er nebenbei über eine der vielen Absurditäten der Globalisierung: Ein Unternehmer lebt davon, Abfälle der Hühnerschlachtung rund um den halben Erdball nach China zu verschiffen. Und weil weitaus mehr Waren aus Asien nach Mitteleuropa kommen als umgekehrt, ist der Rückweg der Container auch deutlich preiswerter. Diverse solcher Details deuten an, wie umfangreich Ambroschs Recherche war. Trotzdem leistet sich der Film (Regie: Sabine Derflinger) den Luxus, diese Fakten nicht vor sich her zutragen; auch das ein Fehler, den deutsche Autoren gern begehen.

    Vor allem aber bleibt der Krimi nie auf der Strecke, denn die Informationen dienen der Suche nach den Drahtziehern eines weltumspannenden Geschachers. Aufmerksam wird die Wiener Polizei, als Arbeiter nach dem Versagen der Kühlung in einem Container neben Tausenden von Hühnerfüßen auch drei tote und in Plastik verpackte Chinesen entdecken. Kurz drauf stirbt ein vierter, nachdem er die Panoramascheibe eines China-Restaurants zerdeppert hat, und plötzlich muss Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) gegen einen ranghöheren Beamten (Erwin Steinhauer) ermitteln: Der Kollege von der Fremdenpolizei stellt Gästen aus China eine Aufenthaltsbewilligung aus; zum Dank mieten sie sich zu überteuerten Preisen in seinen Wohnungen ein. Sein Partner ist besagter Unternehmer, Klaus Müller (Martin Brambach). Er hatte auch die Container gemietet, und der vierte Chinese arbeitete für ihn.

    Im Gegensatz zu „Kein Entkommen“, dem leichenreichen Thriller über die serbische Mafia, treibt dieser ORF-„Tatort“ mit dem Entsetzen lieber seine Scherze. Die sterblichen Überreste des vierten Chinesen sind auf diverse Mülleimer verteilt, und weil die Spurensicherung schon Feierabend gemacht hat, deponiert Eisner den Kopf sehr zur Freude seiner Tochter über Nacht im eigenen Kühlschrank. Die herrenlose Hand hatte zuvor ein Hund gefunden. Außerdem legt der Film wieder deutlich mehr Wert auf die Ermittler, was die Geschichte gleichfalls bereichert. Eisners Diät zum Beispiel ist seiner guten Laune äußerst abträglich, und als ihm ein Ganove das Nasenbein bricht, fühlt er sich „alt, dick und blöd“. tpg.
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