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Geplagter Kommissar Keppler: In diesem Fall muss er nicht nur mit Ex-Frau sondern auch noch mit Ex-Freundin ermitteln...

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Die Wahrheit stirbt zuerst: Geplagter Kommissar Keppler: In diesem Fall muss er nicht nur mit Ex-Frau sondern auch noch mit Ex-Freundin ermitteln...

    In diesem spannenden Krimi sucht das Leipziger „Tatort“-Team Saalfeld und Keppler den Mörder eines kleinen Mädchens und muss sich mit dem BKA anlegen.

    Schon Miguel Alexandres erste Arbeit für den MDR-„Tatort“, „Todesbilder“ (2012), fiel aus dem Rahmen, und das keineswegs bloß, weil das Duo einen Serienmörder jagte. Der Regisseur verzichtet in seinen seltenen Krimis auf vordergründige Spannungsverstärker und konzentriert sich ganz auf die Geschichte und ihre Hauptfiguren. Deshalb gelingt es ihm, eine große Nähe gerade zu den beiden Ermittlern herzustellen, zumal Keppler (Martin Wuttke) in Gestalt einer BKA-Kollegin von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Die Besetzung dieser resoluten Beamtin mit Katja Riemann ist mehr als ungewöhnlich, aber das gilt auch für die Handlung: Nach dem Tod seiner kleinen Tochter versucht ein Vater (Pasquale Aleardi), sich das Leben zu nehmen. Das asthmakranke Mädchen ist erstickt worden, der Suizidversuch wirkt selbstredend wie ein Schuldgeständnis; aber dann stoppt das BKA die Ermittlungen. Keppler und Saalfeld (Simone Thomalla) lassen natürlich trotzdem nicht locker und werden prompt suspendiert.

    Alexandre hat diesem Film noch stärker als sonst seinen Stempel aufgedrückt, weil er zum ersten Mal überhaupt auch die Bildgestaltung übernahm (am Drehbuch waren neben ihm auch André Georgi und Harald Göckeritz beteiligt). Rund ums verschneite Leipzig sind ihm dabei Einstellungen gelungen, die dem Tod des kleinen Mädchens eine beinahe poetische Note geben. Dennoch ist der Auftakt recht dramatisch, weil sich Eva Saalfeld bereit erklärt, dem vermeintlichen Mörder mit einer Bluttransfusion das Leben zu retten. Alexandre rückt auch die an ihre kleinen Rollen fast verschwendeten Nebendarsteller Kai Schumann und Maxim Mehmet stärker in den Vordergrund. Außerdem findet er immer wieder beredte Bilder. Sehr einprägsam ist zum Beispiel die Auflösung einer Spiegeleinstellung mit Wuttke und seinen beiden früheren Lebensgefährtinnen. Spätestens hier zeigt sich auch die Qualität der Dialoge: weil die Figuren nicht wie üblich dauernd alles erklären müssen. Die winterlichen Waldszenen wiederum sind ausgesprochen romantisch. Da der Vater des Kindes Bandoneonspieler ist, verleihen die Tangoklänge den Bildern eine ganz eigene Stimmung. tpg.

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