Filmhandlung und Hintergrund

Der Tod einer jungen Nachbarin konfrontiert ein Schlachter-Ehepaar mit der eigenen Vergangenheit und den Fragen von Kommissarin Lürsen...

Im Todesfall Sandra Wiemann, die in einem Vertrauen erweckenden Bremer Mietshaus lebte, wird ein Suizid in Betracht gezogen. Ihr Verhältnis zu ihren Nachbarn soll mit Ausnahme des Hausmeisters außerordentlich gut gewesen sein. Vor allem scheint sie für das Paar Lisa und Hans, das gemeinsam eine Metzgerei führt, fast in die Rolle der Tochter geschlüpft zu sein, die die beiden vor Jahren verloren haben. Doch die ermittelnden Kripo-Beamten Lürsen und Stedefreund stellen bald Ungereimtheiten fest.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Die Liebe der Schlachter: Der Tod einer jungen Nachbarin konfrontiert ein Schlachter-Ehepaar mit der eigenen Vergangenheit und den Fragen von Kommissarin Lürsen...

    Wie kann man den Kommissar auch im Alltag zeigen, ohne dabei das Genre des Krimis zu verlassen? Offenbar gibt es nur zwei Möglichkeiten, und beide sind in „Tatort“-Filmen immer wieder ausprobiert worden: Urlaub oder Umzug. Für sein Drehbuch zum Bremer „Tatort“ über „Die Liebe der Schlachter“ (Regie: Thomas Jauch) hatte Autor Jochen Greve eine naheliegende Idee, wie er Kommissarin Lürsen (Sabine Postel) auch mal unter normale Menschen kommen lassen könnte: Ihre Tochter soll endlich eine eigene Wohnung bekommen; Mutter übernimmt die Renovierung. Und wie der Zufall manchmal so spielt: Just einen Stock tiefer findet sich eine Frau tot in der Duschwanne.

    So weit, so gut; nun aber beginnt ein Possenspiel, das den „Tatort“ mitunter an die Grenze zum Ärgernis führt. In der Folge wird sich die Hauptkommissarin derart unprofessionell aufführen, dass ihre Kollegen aus dem echten Leben vermutlich alsbald entnervt umschalten dürften. Obwohl Stedefreund (Oliver Mommsen) den Fall übernimmt, lässt es sich Lürsen nicht nehmen, herumzuschnüffeln. Als gönne sie dem Kollegen den Ermittlungserfolg nicht, pfuscht sie ihm nach Kräften ins Handwerk.

    Dabei ist die Gefahr einer Schmierenkomödie auf einer anderen Ebene der Geschichte eigentlich viel größer. Im Zentrum der Handlung steht ein Metzgerpaar, dessen Ehe etwas in die Jahre gekommen ist und das den Unfalltod der kleinen Tochter nie verwunden hat. Schon nach einer halbe Stunde erfährt man, wer Schuld am Tod der jungen Frau in der Dusche ist: Lisa Pietsch (Maja Maranow) wollte das Mädchen zur Rede stellen, denn sie war dahinter gekommen, dass sie ein Verhältnis mit ihrem Metzgersgatten Hans (Hannes Jaenicke) hatte. Dummerweise gibt es einen Zeugen, den vierschrötigen Hausmeister (Peter Kurth), der Lisa prompt an die Wäsche will. Das allerdings ergrimmt den Metzger derart heftig, dass seine Gattin prompt wieder an die Ehe glaubt; erst mal aber muss Leiche Nummer zwei beseitigt werden.

    Maja Maranow und Hannes Jaenicke spielen die Szenen dieser erledigten Ehe fast schon unangenehm gut. Das gilt auch für jene Momente, in denen das Paar der Polizei die gemeinsame Lügengeschichte auftischt und dabei natürlich eine derartige Schmierenkomödie abzuliefern hat, dass die Ermittler gleich Verdacht schöpfen. Und so lebt „Die Liebe der Schlachter“ ganz eindeutig von Maranow und Jaenicke, zumal sie auch konsequent gegen ihre sonst gewohnten Rollen besetzt sind. Dennoch sind die beiden deutlich überzeugender als Sabine Postel. tpg.

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