Filmhandlung und Hintergrund

Charlotte Lindholm und Kollegin Bär ermitteln im niedersächsischen "Schweinegürtel".

Jan-Peter Landmann ist ein mächtiger, politisch bestens vernetzter Fleischfabrikant. Kurz bevor seine Firma ein neues Wurstprodukt einführt, entgeht er knapp einem Mordanschlag, dem sein Chauffeur zum Opfer fällt. Charlotte Lindholm und ihre Kollegin Bär nehmen die Ermittlungen auf. Der charismatische Familienunternehmer wird von den Mitarbeitern verehrt, von der Konkurrenz aber gehasst - zig Drohbriefe zeugen davon.

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Der sanfte Tod: Charlotte Lindholm und Kollegin Bär ermitteln im niedersächsischen "Schweinegürtel".

    Billigwurst und ein Schweinebaron - Charlotte Lindholm und Kollegin Bibiana Beglau ermitteln gegen einen Fleischfabrikanten in Person von Heino Ferch.

    Aufnahmen einer pastoralen Idylle, eingefangen im sogenannten „Schweinegürtel“ Niedersachsens, unterlegt mit sanfter, (ver-)lockender Musik. Ein sichtlich zufriedener Junge mit verwegen aufgesetzter Kappe - ein deutscher Huckleberry Finn - beißt herzhaft in ein Würstchen. Ein Werbefilm für ein neues Produkt, in Machart und Look sattsam bekannt - gewollte Assoziationen. „Sehr schön“ freut sich Jan-Peter Landmann, Fleischfabrikant, Selfmademan und Millionär. Dann setzt er sich in seine Luxuslimousine, tauscht spontan mit seinem Fahrer den Platz, lässt die Stereoanlage hochdrehen. Frank Sinatra croont, Landmann röhrt mit. Dann fällt ein Schuss.

    Elegant, be-„swingt“ beginnt die NDR-„Tatort“-Episode „Der sanfte Tod“. Das Opfer: der Chauffeur, doch der Anschlag galt wohl Landmann. Charlotte Lindholm, nordisch kühl, überlegt und gewohnt zupackend gespielt von Maria Furtwängler, wird eingeschaltet. Bald stellt sich heraus, dass der charismatische, politisch bestens vernetzte Familienunternehmer, ideal besetzt mit dem jovial agierenden Heino Ferch, zwar von seinen Mitarbeitern verehrt, von der Konkurrenz jedoch gehasst wird - zig Drohbriefe zeugen davon.

    In kräftigen, satten Sommerfarben ist dieser von Jutta Pohlmann - sie arbeitet bereits das sechste Mal mit Autor und Regisseur Alexander Adolph zusammen - fotografierte Film gehalten. Sie bilden einen harten Kontrast zu den Abgründen der Geschichte, die sich realitätsnah - siehe Billigfleisch und bakteriell verunreinigte Wurst - um die kriminellen Machenschaften der fleischverarbeitenden Industrie dreht. Filter kommen zum Einsatz, um die Wärme der Landschaft zu unterstützen und dem Grün einen gelblichen, sonnigen Unterton zu verleihen. Je tiefer Lindholm in den Fall eintaucht, desto greller werden die Schattierungen, desto mehr bewegt sich die Kamera.

    Während Adolph klug auf „offensichtliche“, spekulative Bilder wie Tierschlachtungen verzichtet, fallen die Dialoge recht drastisch aus: „Der Asiat knuppert gerne an Schweinefüßchen“, „Im Schulbus meiner Tochter muss die Hälfte der Kinder stehen, bei mir hat jedes Tier seinen Platz“… O-Töne aus der Branche, wie der Filmemacher weiß, den zudem ein exzellentes Auge für seine Charaktere auszeichnet und der die Nebenfiguren sehr sorgfältig zeichnet. Einen bestechenden Auftritt absolviert Bibiana Beglau als von den Kollegen gemobbte, nur scheinbar linkische Kripobeamtin Bär, einen formidablen Bösewicht gibt Marko Dyrlich als zwielichtiger Sicherheitschef Clemens Müller, Spitzname „Clemenza“ - eine Referenz an den „Paten“. Und so einer ist bei diesem etwas anderen „Familienfilm“ natürlich Landmann. geh.

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