Tatort: Der Präsident

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   2001
Tatort: Der Präsident Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Der Präsident: Der Ludwigshafener Polizeipräsident wird das Opfer eines Mordkomplotts.

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Kritikerrezensionen

  • Ein SWR-„Tatort“ von Thomas Bohn ist immer ein wenig anders; nicht unbedingt besser, aber ungewöhnlich. Bei Bohn ist beispielsweise die Ermittlerin stets auch emotionaler Mittelpunkt des Falls, denn sie ist in seinen Geschichten grundsätzlich persönlich involviert.

    Diesmal trifft es den Mentor von Lena Odenthal (Ulrike Folkerts): Der allseits verehrte Ludwigshafener Polizeipräsident Kaysser (Michael Mendl) ist bei einem Autounfall gestorben. Erste Untersuchungen deuten auf einen Mord hin: Das Auto ist manipuliert worden. Während Lena noch trauert, macht sich bereits Kayssers Nachfolger, ein BKA-Mann, breit. Er hat Ullrich Roland, seinen besten Mann (Bernhard Bettermann), mitgebracht, und der präsentiert prompt die Lösung: Es war Kayssers Tochter Christa (Annett Renneberg), ein ätherisches, zerbrechlich wirkendes Wesen, das Engel ohne Köpfe modelliert. Weder Lena noch das Publikum können sich die junge Frau als Mörderin vorstellen, aber Roland hat überwältigende Indizien zusammengetragen. Doch dann stößt Lena durch Zufall und Instinkt auf eine ganz andere Variante und deckt schließlich ein wahrhaft infames Komplott auf.

    „Der Präsident“ zählt sicherlich zu den stärkeren der „Tatort“-Beiträge aus Ludwigshafen. Das liegt in erster Linie an Bohns vielschichtigem Drehbuch. Geschickt verknüpft er seine zentrale Handlung mit vermeintlichen Seitensträngen. Gerade die Nebenfiguren sind hier nicht bloß Stichwortgeber, sondern komplexe Charaktere. Vor allem aber durfte Kommissarin Odenthal bei Bohn schon immer nicht bloß „Kampf-Emanze“ sein (wie sie Kayssers Nachfolger einmal tituliert), sondern auch Mensch. Einsame Ermittlerin ist sie ohnehin: „Die zur Wahrheit wandern, wandern allein“, gibt ihr eine Verdächtige mit auf den Weg zur Lösung. Und weil auch Assi Kopper (Andreas Hoppe) auf seine Mätzchen verzichten muss, ist dieser „Tatort“ eine reife Leistung – und übrigens ein Krimi, in dem kein einziger Schuss fällt und kein Tropfen Blut zu sehen ist. tpg.

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