Tatort: Der Irre Iwan

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   2014
Tatort: Der Irre Iwan Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Der Irre Iwan: Zweiter "Tatort" in Weimar mit Nora Tschirner und Christian Ulmen als Ermittlerpaar.

Beim Überfall auf die Weimarer Stadtkämmerei wird eine Sekretärin von offenbar wahllos in die Decke gefeuerten Schüssen tödlich getroffen. Nach einigem Hin und Her landet das Ermittlerpaar Lessing und Dorn auf einem Rummelplatz, wo die beiden anhand eine Fotos rausfinden, dass der Gatte von Geisterbahnbetreiberin Eisenheim dem Kämmerer Iwan Windisch wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Da der Mann seit einigen Tagen verschwunden ist, stellt sich die Frage, ob der Kämmerer tatsächlich der echte Kämmerer ist.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Der zweite „Tatort“ mit Christian Ulmen und Nora Tschirner als Ermittlerduo in Weimar ist nicht mehr ganz so aberwitzig wie „Die fette Hoppe“.

    Eigentlich sind alle Voraussetzungen gegeben, um erneut einen Knüller hinzubekommen: das gleiche Autoren-Team, die gleichen Hauptdarsteller, eine aberwitzige Geschichte; und dazu mit Richard Huber ein Regisseur, der zuletzt bei „Kreutzer kommt … ins Krankenhaus“ bewiesen hat, wie gut er Krimi und Komödie kombinieren kann. Dass der zweite „Tatort“ mit Christian Ulmen und Nora Tschirner die Erwartungen nicht ganz erfüllt, liegt vermutlich vor allem am ersten Film: „Die fette Hoppe“ war grandios. Anders als damals, als dem Duo Murmel Clausen und Andreas Pflüger die originelle Geschichte mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit gelang, wirkt „Der Irre Iwan“ gelegentlich etwas bemüht, der Unterhaltungswert ist dennoch hoch.

    Im Grunde handelt es sich um eine handelsübliche Doppelgängerhandlung: Beim Überfall auf die Weimarer Stadtkämmerei wird eine Sekretärin von offenbar wahllos in die Decke gefeuerten Schüssen tödlich getroffen. Nach einigem Hin und Her landet das Ermittlerpaar Lessing und Dorn auf einem Rummelplatz, wo die beiden rausfinden, dass der Gatte von Geisterbahnbetreiberin Eisenheim (Sophie Rois) dem Kämmerer Iwan Windisch (Jörg Witte) wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Da der Mann seit einigen Tagen verschwunden ist, stellt sich die Frage, ob der Kämmerer tatsächlich der echte Kämmerer ist. Clausen und Pflüger konstruieren die Geschichte allerdings viel komplizierter, was auch mit diversen Nebenfiguren zu tun hat. Außerdem wechselt die Beute aus dem Überfall ständig den Besitzer. Dann muss natürlich noch Raum für die beiden Hauptdarsteller bleiben, und tatsächlich sorgen schon allein Ulmen und Tschirner dafür, dass „Der Irre Iwan“ sehenswert ist. Misst man den Film an der durchschnittlichen „Tatort“-Qualität, bewegt er sich ohnehin auf dem Niveau der Krimis aus Münster, zumal die Autoren einige Einfälle hatten, die schlicht grandios sind. In der verblüffendsten Szene hüpft ein Toter vom Seziertisch. Sehr lustig sind auch die Fahrten des Ermittlerduos mit dem uralten laubfroschgrünen Passat ihres Chefs: Lessing zerlegt das Auto nach und nach in seine Einzelteile; die entsprechenden Momente sind beispielhaft für perfekt inszenierten Slapstick. Und zum Finale schauen auch noch Element of Crime vorbei …

    Andererseits ist es bezeichnend, dass die besten Szenen des Films nicht der Wahrheitsfindung dienen, sondern pure Comedy sind; aber der Neujahrsfilm ist ja auch kein üblicher Sonntagskrimi. tpg.

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