Tatort: Das ewig Böse

  1. Ø 5
   2005
Tatort: Das ewig Böse Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Das ewig Böse: Das Münsteraner Team muss den Giftmord am Familienoberhaupt einer Keksdynastie aufklären...

Münster wird von einer Mordserie erschüttert, die zunächst keinerlei Zusammenhang aufweist: Ein Plätzchenfabrikant, ein Gleitflieger, der tot vom Himmel fällt, ein Pudel und ein allzu gieriger und grabschiger Aufsteiger beißen der Reihe nach ins Gras. Doch dann kommt System in die Todesfälle: Der Kopf einer Keksdynastie ist offenbar vergiftet worden, weil er die florierende Firma in eine Stiftung umwandeln sollte. Selbstredend ist die komplette Sippschaft verdächtig.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dieses Trio hat sich gesucht und gefunden: Rainer Matsutani passt zu dem liebenswert frotzeligen „Tatort“-Duo aus Münster wie die Faust aufs Auge.

    Damit war nicht unbedingt zu rechnen: Matsutani, vor gut zehn Jahren für seine fröhliche Gruselgroteske „Nur über meine Leiche“ als neue Regiehoffnung gefeiert, hat seither tüchtig an seinem Ruhm gekratzt. „666 – Traue keinem, mit dem du schliefst“ war bloß noch eine Klamotte auf „Erken & Stefan“-Niveau. Viel zu wenig machte Matsutani auch aus der Mona-Sailer-Trilogie (RTL), selbst wenn Mariele Millowitsch mit den Krimis erfolgreich ihr „Nikola“-Image kontern konnte: Hier offenbarte der Regisseur überraschende Schwächen in der Darstellerführung.

    Um so erfreulicher ist dieser „Tatort“. Der zehnte Fall des nun auch schon seit fünf Jahren ermittelnden Doppels braucht keinerlei Vergleich mit den weiteren Krimis aus Münster zu scheuen: Matsutani trifft den Tonfall haargenau. Vor allem gelingt ihm die perfekte Balance aus Krimi und Komödie: Die Dialogduelle zwischen Thiel, dem Polizisten (Axel Prahl), und Boerne, dem blasierten Pathologen (Jan Josef Liefers), liefern zwar die komischen Elemente des Films, doch die Suche nach der Lösung für die diversen Morde bleibt jederzeit spannend.

    Reizvoll ist auch die scheinbar komplizierte Geschichte mit gleich einer Handvoll Morden, die zunächst in keinerlei Zusammenhang zueinander stehen: Ein Plätzchenfabrikant, ein Gleitflieger, der tot vom Himmel fällt, ein Pudel und ein allzu gieriger und grabschiger Aufsteiger beißen der Reihe nach ins Gras. Matsutani orientierte sich ausdrücklich an den Kriminalromanen Agatha Christies, und deshalb darf Thiel wie weiland Hercule Poirot am Ende sämtliche Verdächtige um sich versammeln, um die Geschichte zu einem souveränen Ende zu führen.

    Bis es soweit ist, müssen der mufflige Thiel und der sarkastische Boerne allerdings noch einige Nüsse knacken. Vor allem aber dürfen sie ihre Auftritte genießen, wobei der Pathologe beispielsweise als Hobbyzauberer wieder mal eindeutig die besseren Momente hat. Thiel muss sich statt dessen mit seinem Vater herumärgern: Er hat ihm leichtsinnigerweise 8.000 Euro gepumpt hat, die der Luftikus postwendend verzockt hat.

    Ungleich imposanter als diese Nebenschauplätze ist dennoch die eigentliche Handlung, in der wieder mal eine großbürgerliche Fassade eingerissen wird: Offenbar ist der Kopf einer Keksdynastie vergiftet worden, weil er die florierende Firma in eine Stiftung umwandeln sollte. Selbstredend ist die komplette Sippschaft verdächtig. Die Familienmitglieder sind ausnahmslos treffend besetzt, doch Karoline Eichhorn, Aleksandar Jovanovic und die junge Teresa Weißbach ragen aus dem Ensemble noch heraus. Hübsch ist auch die Gastrolle für Christel Peters als Boernes gefürchtete Lehrerin, die den Pathologen prompt auf Grundschulmaß zurechtstutzt. tpg.

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