Tatort: Bittere Trauben

Filmhandlung und Hintergrund

Im vierten Fall des neuen saarländischen Tatort-Teams geht es um einen ermordeten Weinkontrolleur und für Kommissar Kappl auch um die Liebe in Gestalt einer Weinkönigin...

Als an der Mosel ein Weinprüfer ermordet wird, fällt der Verdacht naturgemäß auf jene Weinbauern, die zuletzt geprüft wurden. Besonders hart hat es den Winzerpräsidenten Altpeter getroffen: Seine Ernte war überschwefelt. Außerdem ist der Tote mit seiner Pistole erschossen worden. Doch dann stoßen Kappl und Deininger auf eine offene Rechnung zwischen Altpeter und einer früheren Geliebten. Und der Bürgermeister ist schon lange scharf auf das Amt des Winzerpräsidenten.

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  • Tatort: Bittere Trauben: Im vierten Fall des neuen saarländischen Tatort-Teams geht es um einen ermordeten Weinkontrolleur und für Kommissar Kappl auch um die Liebe in Gestalt einer Weinkönigin...

    Nach einigen wirklich starken Folgen mit Maximilian Brückner als jüngstem „Tatort“-Kommissar fällt der neue Beitrag aus Saarbrücken in unselige Palu-Zeiten zurück. Die Geschichten mit Jochen Senf gehörten gegen Ende zu den schwächsten Sonntagsfilmen der ARD. Gerade das behäbige Tempo erinnert fatal an jene Jahre, als man die Krimis des Saarländischen Rundfunks getrost auslassen konnte. Das überrascht um so mehr, weil der Finne Hannu Salonen für den MDR bereits einige sehenswerte „Tatort“- und „Polizeiruf“-Folgen inszeniert hat. Auch das Zusammenspiel zwischen Brückner (als Franz Kappl) und Gregor Weber (sein Kollege Deininger) funktioniert nicht so gut wie in den ersten drei Filmen, als nicht nur zwei Herkünfte (hier der Bayer, da der Saarländer), sondern auch zwei grundverschiedene Charaktere aufeinander trafen.

    Erschwerend kommt hinzu: Die Geschichte ist zwar eigentlich ganz einfach, aber Andreas Pflüger („Die Frau des Friseurs“) verpackt sie unnötig kompliziert. Gerade zu Beginn wird in kürzester Zeit eine Vielzahl von Figuren eingeführt, so dass man später, wenn nur noch Namen genannt werden, kaum noch einen Überblick hat. Dabei ist der Hintergrund sogar recht reizvoll: „Bittere Trauben“, der Titel deutet es an, spielt im Weinbaugebiet an der Mosel, wo sich die Winzer gegenseitig nicht mal den Schmutz unter den Fingernägeln gönnen. Als ein Weinprüfer ermordet wird, fällt der Verdacht naturgemäß auf jene Weinbauern, die bei der letzten Prüfung nicht so gut abgeschnitten haben. Besonders hart hat es den Winzerpräsidenten Richard Altpeter (Thoams Sarbacher) getroffen: Offenbar hat er zu vertuschen versucht, dass die letzte Ernte überschwefelt war. Als sich dann auch noch herausstellt, dass der Prüfer mit einem allerdings verschwundenen Erbstück von Altpeters Vater, einer achtzig Jahre alten Parabellum, erschossen worden ist, scheint der Fall klar. Alsbald aber stoßen Kappl und Deininger, die sich in dem Weindorf eingenistet haben, auf eine uralte offene Rechnung zwischen Altpeter und einer früheren Geliebten (Katharina Müller-Elmau). Und dann ist da noch Bürgermeister Eckes (Timo Dierkes), der schon lange scharf auf das Amt des Winzerpräsidenten ist.

    Gerade Brückner hat einige hübsche Momente; sehr schön sind zum Beispiel die romantischen Szenen mit der attraktiven Weinkönigin (Lisa Marie Potthoff), die ihm der Kollege fast vor der Nase wegschnappt hätte. Und beinahe wäre der Film ja schon allein wegen eines Besetzungs-Coups sehenswert: Plötzlich taucht Konstantin Wecker als Kappls Vater aus Bayern angereist. Unterm Strich aber ändert das nichts daran, dass „Bittere Trauen“ über weite Strecken schlicht langweilig ist. tpg.

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