Filmhandlung und Hintergrund

Der erste Fall für Mehmet Kurtulus als Robert Atzorns Nachfolger beim Hamburger "Tatort".

Der verdeckte Ermittler Cenk Batu (Mehmet Kurtulus) ist entnervt. Nach mehreren Monaten musste aus seiner Rolle im Unternehmen des vorgeblich seriösen Geschäftsmanns Petermann aussteigen. Jetzt wird er als Kleinkrimineller auf einen türkischen Clan in Hamburg angesetzt. Er stößt auf illegale Machenschaften, die ihn erneut zu Petermann führen. Seine Tarnung droht aufzufliegen.

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Auf der Sonnenseite: Der erste Fall für Mehmet Kurtulus als Robert Atzorns Nachfolger beim Hamburger "Tatort".

    Der verdeckte Ermittler Cenk Batu (Mehmet Kurtulus) ist entnervt. Nach mehreren Monaten musste aus seiner Rolle im Unternehmen des vorgeblich seriösen Geschäftsmanns Petermann aussteigen. Nun will ihn sein Vorgesetzter Uwe Kohnau (Peter Jordan) in der Rolle eines Kleinkriminellen in einen türkischen Clan in Hamburg einschleusen. Cenk Batu gewinnt das Vertrauen des Clan-Neffen Tuncay (Aykut Kayacik) und stößt auf illegale Machenschaften. Doch dann wird Tuncay ermordet und eine Spur führt zu dem Unternehmer Petermann. Die Tarnung des Ermittlers droht aufzufliegen.

    Cenk Batu ist ein einsamer Wolf, auch, wenn er es sich manchmal anders wünscht, wie man es ahnt, als er nach einer gescheiterten Ermittlung in seine Wohnung zurückkehrt. Hier wartet niemand auf ihn, nur seine Fische, sein Vater, mit dem er am Telefon Fernschach spielt, und seine Nachbarin, die ihn im Wäscheraum des Hochhauses verstohlen anhimmelt. Als Ermittler ist er mutig und agiert zuweilen gewagt, als Privatier scheint er schüchtern und unsicher. Mehmet Kurtulus macht sich diese Rolle überzeugend zu Eigen und bringt eine große Glaubwürdigkeit ein. Immer wieder scheint das Selbstverständnis des Deutsch-Türken durch, der oft zwischen den Welten steht. So muss er einerseits bei den Türken gestehen, dass sein Türkisch nicht so gut ist, wird aber andererseits bei den Polizisten, die nichts von seinem Beruf wissen, mit Ausländerhass konfrontiert. Für die Zuschauer ist besonders das Verhältnis zu seinem Vorgesetzten ein Vergnügen. Peter Jordan ist ein Schauspieler mit einem ebenso dramatischen wie komödiantischen Talent, das in den pointierten Dialogen (Drehbuch: Thorsten Wettcke und Christoph Silber) immer wieder aufblitzt. Der Fall ist realitätsnah und spannend. Regisseur Richard Huber lässt den Figuren Zeit, zieht aber gegen Ende das Tempo auch an. Dieser neue NDR-„Tatort“ zeigt den Schauplatz Hamburg wie gewohnt mit bildstarken Motiven wie dem Hafen, präsentiert aber auch neue Seiten - ein weiterer Vorteil, wenn ein verdeckter Ermittler scheinbar unauffällige Orte für konspirative Treffen aufsuchen muss. sw.

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