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Erster Einsatz für das Team des neuen "Tatort" Dortmund, nach Köln und Münster der dritte Schauplatz der Krimireihe in Nordrhein-Westfalen.

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Alter Ego: Erster Einsatz für das Team des neuen "Tatort" Dortmund, nach Köln und Münster der dritte Schauplatz der Krimireihe in Nordrhein-Westfalen.

    Auftakt zum neuen Dortmund-„Tatort“, der den Wunsch nach einem baldigen Wiedersehen mit dem Ermittler-Quartett schürt.

    Der erste Dortmund-„Tatort“ geht gleich in die Vollen: Die Eröffnungssequenz bietet eine schnell geschnittene Mischung aus Mord- und Sexszene, die beide den Verlauf der folgenden Handlung prägen: Der Mord an einem homosexuellen Studenten in dessen eigener Wohnung wird zum ersten Fall des Teams um den neuen Hauptkommissar Peter Faber (gespielt von Jörg Hartmann), der nach vielen Jahren in Lübeck ins heimische Ruhrgebiet zurückgekehrt ist. Das Pärchen im Bett entpuppt sich als eine Hälfte des neuen „Tatort“-Quartetts, namentlich Oberkommissarin Nora Dalay (Aylin Tezel) und ihr Kollege Daniel Kossik (Stefan Konarske).

    Nach diesem knalligen Auftakt tritt das „Tatort“-erprobte Duo Thomas Jauch (Regie) und Jürgen Werner (Drehbuch) zunächst wohltuend auf die Bremse. In einer ruhigen Sequenz wird Faber als „einsamer Wolf“ eingeführt, der auf dem Dach seiner ehemaligen Schule über die Vergangenheit nachdenkt – unterbrochen vom Hausmeister, der mit Ruhrgebiets-typischer Feinfühligkeit das Gespräch sucht: „Sie wollen hier nicht den Sittich machen, oder?“

    Gut dosierter Humor zeichnet auch den Rest der 90 „Tatort“-Minuten aus, wobei „Alter Ego“ eindeutig ein Krimi und keine Komödie ist. Optisch wird die Ruhrgebietsstadt Dortmund angenehm modern als Mischung aus High-Tech-Standort und ehemaliger Schwerindustrie-Metropole inszeniert, lediglich in kleinen Facetten wie dem Besuch beim Taubenvater, dessen Sohn ermordet worden ist, werden auch bekannte Klischees – in zurückhaltender Form – abgedeckt.

    Im Vordergrund steht ohnehin das vierköpfiger Protagonisten-Team, zu dem neben Hartmann, Tezel und Konarske auch Anna Schudt als Hauptkommissarin Martina Bönisch zählt. Die Mischung aus solch unterschiedlichen Charakteren wie der erfrischend jugendlich wirkenden Dalay, der sensiblen Bönisch, dem freundlichen, aber im Verhör unerbittlichen Kossik sowie dem äußerst eigenwilligen Faber ist gut gewählt und funktioniert.

    Vor allem Hartmann brilliert in der Rolle des durch einen privaten Schicksalsschlag gebrochenen, mitunter schroffen Ermittlers, der aber auch mit seinem trockenen Humor Akzente setzen kann. Fabers besondere Methode besteht darin, sich intensiv in die Täter einzudenken und auch in der Ich-Form über sie zu sprechen. Das ist gewöhnungsbedürftig – für die Kollegen im Kommissariat und für den Zuschauer – aber durchaus reizvoll. Am Ende, wenn der Fall gelöst ist, hat man auch ein wenig mehr über die Hauptfiguren des neuen „Tatort“ erfahren und wünscht sich ein Wiedersehen mit dem Ermittler-Quartett. Für den Auftakt einer neuen Reihe ein optimales Ergebnis. jl.

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