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Tanzträume - Jugendliche tanzen KONTAKTHOF von Pina Bausch (2010) Film merken

Tanzträume - Jugendliche tanzen KONTAKTHOF von Pina Bausch Poster
 

Videos und Bilder

Filmhandlung und Hintergrund

Tanzträume - Jugendliche tanzen KONTAKTHOF von Pina Bausch: Dokumentation über 40 Jugendliche, die zusammen mit der Choreografin Pina Bausch ein Stück erarbeiteten.

40 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen in Wuppertal studieren ein Jahr lang mit der renommierten Choreografin Pina Bausch das Stück “Kontakthof” ein. Einmal wöchentlich haben die Jugendlichen, die zu Beginn nicht wussten, worauf sie sich einließen, mit Bauschs Tänzerinnen Jo Ann Endicott und Bénédicte Billiet geprobt. Nach anfänglichen körperlichen Ungeschicktheiten entwickeln die jungen Menschen ein intensiveres Verhältnis zu ihrem eigenen Körper, aber auch zu den anderen Teilnehmern. Das emotionale Stück stellt eine große Herausforderung an ihre Persönlichkeit dar.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Jugendliche Laien üben ein Stück von Pina Bausch ein: Die sensible Doku zeichnet ihre persönliche und tänzerische Entwicklung nach.

    Die international erfolgreiche Choreographin Pina Bausch, Direktorin des Tanztheaters Wuppertal, starb völlig unerwartet nur wenige Monate nach den Dreharbeiten. Anne Linsel und Koregisseur Rainer Hoffmann haben ihr den Film über ihr letztes Projekt gewidmet. Die Dokumentation ist zum Vermächtnis der Künstlerin geworden, die 1978 zum ersten Mal “Kontakthof” aufführte. Das Stück erlebte zur Jahrtausendwende eine weltweit gefeierte Variante mit Laien jenseits der 65. Zur Eröffnung des Internationalen Tanzfestivals NRW 2008 studieren ihre beiden Probeleiterinnen Jo Ann Endicott und Bénédicte Billiet eine dritte Version ein: Ein Jahr lang üben sie mit fast 50 Schülern und Schülerinnen zwischen 14 und 17 Jahren, die keinerlei Tanzerfahrung aufweisen, das Stück bis zur umjubelten Premiere ein.

    Linsel und Hoffmann folgen den wöchentlichen Proben, in denen sich die Jugendlichen von unbeholfenen und schüchternen Jugendlichen zu präzisen Tänzern wandeln. Eine phantastische, bewegende Transformation, die an Projekte wie “Rhythm is it!” erinnert. Manche fassen erst nach Sichtung von “Billy Elliot” Mut, sich auf diese künstlerische Ausbildung einzulassen, Selbstzweifel, Ängste und Hemmungen zu überwinden. Denn genau davon handelt auch das Bühnenstück: erste Berührungen, Suche nach Zärtlichkeit, Zweifel, Verletzung, Einsamkeit, das Verhältnis der Geschlechter. Aktuelle Themen für die Teenager, die lernen, Gefühle zuzulassen und zu zeigen, aus sich heraus zu gehen. Unter der erfahrenen und einfühlsamen Leitung geschieht das zwar erst über einen längeren Zeitraum, aber doch wie von selbst: Man kann ihnen bei der Ausformung ihrer Persönlichkeit geradewegs über die Schulter blicken.

    Kostüme, Choreographie, Bühnenbild, die meisten Texte und die wunderbare Zwanziger-Jahre-Variété-Musik sind die gleichen wie vor 30 Jahren – es obliegt den Schülern, alles mit Frische und Direktheit in die heutige Zeit zu transportieren. In den vielen kurzen begleitenden Interviews geben sie sehr artikuliert Einblick in ihre Gedanken, erzählen auch von persönlichen Erlebnissen und Schicksalsschlägen. So lernt man sie kennen und schätzen, offene, umgängliche Menschen, die Grenzen und Vorurteile abbauen und Veränderungen durchlaufen, die sich positiv auf ihr ganzes Leben auswirken. Das Schlussdrittel ist mit steigender Spannung den finalen Proben und schließlich der wunderbaren Premiere gewidmet. Und der tosende Applaus brandet aus gutem Grund auf. tk.

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