Tank Girl

  1. Ø 5
   1995
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Tank Girl Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Rebecca Buck ist ein weiblicher „Mad Max“: Als „Tank Girl“ hat es sich Rebecca zur Aufgabe gemacht, einen wichtigen Rohstoff zu beschützen wie ihren Augapfel. Denn im Jahr 2033 ist vor allem Wasser knapp – und wertvoll. Rebecca wird zur Retterin der Menschheit, indem sie das kostbare Naß mit spektakulärem Einsatz vor allerlei Bösewichten rettet.

Im Jahr 2033 ist die Erde ein riesiger Wüstenplanet, auf dem Wasser das kostbarste Gut ist. Punkgirl Rebecca lebt mit ihrer WG in einer der letzten grünen Oasen, weil sie eine illegale Quelle angezapft hat. Als Kesslee, skrupelloser Herrscher über die Wasserreserven, davon erfährt, macht er das Haus dem Erdboden gleich. Rebecca wird gefangengenommen und ins Arbeitslager gesteckt. Mit Hilfe des Jet Girls kann sie entkommen und macht fortan per Panzer Kesslee die Hölle heiß.

Als „Tank Girl“ hat es sich Rebecca Buck zur Aufgabe gemacht, den raren Rohstoff Wasser zu beschützen wie ihren Augapfel und wird dabei zur Retterin der Menschheit. Nach der Vorlage des populären Riot-Girl-Kultcomics inszenierte Rachel Talalay diese futuristisch-emanzipierte Öko-Variante des Action-Klassikers „Mad Max“ mit Lori Petty in der Hauptrolle.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In der schönen neuen Hollywoodwelt sind Comic-Verfilmungen immer eine gute Idee. Nur wenig läßt sich besser kreuz und quer promoten und multimedial vermarkten: als Heft, als Buch, als Film mit Soundtrack-CD, als Computerspiel oder CD-ROM, mit zwei- oder dreidimensionalen Comic-Helden, mal auf Papier, mal aus Plastik, mal aufgedruckt, mal ausgeformt. Solche und ähnliche Gedanken mögen die Produzenten bewogen haben, mit „Tank Girl“, auf der Basis eines englischen Kultcomics, einen vielseitig verwendbaren Markenartikel nach Art von Batman, Judge Dredd und Co. zu kreieren. Und viel Mühe bei der knallbunten Umsetzung hat man sich gegeben. Ein weiblicher Endzeit-Warrior mit Sinn für Humor und very bad language bewohnt mit ihrer Aussteiger-WG im Jahr 2033, wenn heute beklagte Umweltsünden die Erde längst zur Wüstenei gemacht haben werden, ein kleines grünes Fleckchen inmitten des erdumspannenden Death Valley. Lori Petty, positiv aufgefallen in „Gefährliche Brandung“ und „Free Willy“, spielt das militante Punk-Girl, das im Verlauf der Sci-Fi-Action ungeheure Virtuosität im Umgang mit einem gehorsamen Panzer entwickelt. Auch unverdünnter Venture-Kapitalismus hat sich in Gestalt des aberwitzig bösen Malcolm McDowell in die ausgedörrte Zukunft retten können. Wasser ist ihr teuerstes Gut: Im Zweifelsfall wird es direkt aus dem Körper in Ungnade gefallener Günstlinge gewonnen und lustvoll am Ort des Schreckens konsumiert. Weil „Tank Girl“ eine illegale Quelle anzapft, wird ihre WG dem Erdboden gleichgemacht, sie selbst in die Bad-Guy-Zentrale verschleppt. Viel mehr Gedanken zur Story hat man sich nicht gemacht. Ab hier verläuft der Film übersichtlich wie ein Computerspiel, handwerklich perfekt gemacht und mit Spezialeffekten auf dem Stand der Technik. Im Kampf gegen die Bösen wird Tank Girl von Jet Girl (virtuos am Steuerknüppel eines Jets!) und den tapferen Rippern (ein verunglückter Gen-Mix aus Afro- Amerikanern und Australo-Känguruhs) unterstützt. Weil die optische Umsetzung der zwiefachen „Nighmare“-Regisseurin Rachel Talalay nicht eben visionär geraten ist, wurde der Film um ein paar gelungene Zeichentrickpartien bereichert, die die Realszenen nun blasser aussehen lassen. Im Visier scheinen die Macher ein sehr junges Publikum zu haben, das sie in den US-Kinos mit einem R-Rating wohl wieder verloren haben. Auch sonst ist die grelle Mischung aus Endzeit-, Action-, Fantasy-, Punk-Movie und Muppet-Musical um eine postmoderne Barbarella und ihren Fritz-the-Kangaroo-Lover unterhaltsam, liebenswert aber unausgegoren. Unter den niedlichen Rippern, von Make-Up-FX-Künstler Stan Winston mit besonders knuffigen Gesichtern versehen, entdeckt der staunende Zuseher Rapper Ice-T. Der trägt auch bei zum größten Pluspunkt Films, dem hervorragenden Soundtrack, der von Kurt- Cobain-Witwe und Riot-Girl-Ikone Courtney Love eigenhändig zusammengestellt wurde. Seine Vorabvermarktung könnte dann doch die nötige Aufmerksamkeit schaffen für einen knallbunten Live-Action-Comic auf der Jagd nach dem breiten Publikum – besonders aus der Lollapalooza- Generation, die sich mit dem „Tank Girl“ eine Kultheldin ans Revers heften kann. hoe.

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