Tall Tale: The Unbelievable Adventures of Pecos Bill

Filmhandlung und Hintergrund

Einen tiefen Griff in die amerikanische Mythenkiste wagt Jeremiah Chechik („Benny & Joon“) in seinem faszinierenden, fantasievollen und visuell aufregenden Ausflug in den alten Westen, der stets mehr auf den Pfaden eines Fantasy-Abenteuers wandelt als den Genrefährten des Western. Die Vereinigung des Revolverhelden Pecos Bill, der Holzfällerlegende Paul Bunyon und des farbigen Arbeiters John Henry ist wie ein Superheldentreff...

Wenn es sein muß, dann benutzt J. P. Styles auch rohe Gewalt, um Siedler von ihrem Stück Land zu vertreiben, durch das er seine Eisenbahn bauen will. Daniel Hacketts Vater wird von Styles‘ Schergen gemein hinterrücks niedergeschossen. Auf Sohn Daniel lastet nun allein die Verantwortung für seine Familie. Auf wundersame Weise stehen ihm aber auf einmal die Western-Legenden Pecos Bill, John Henry und Paul Bunyon zur Seite. Gemeinsam erleben sie verrückteste Abenteuer und stellen schließlich Styles.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Einen tiefen Griff in die amerikanische Mythenkiste wagt Jeremiah Chechik („Benny & Joon“) in seinem faszinierenden, fantasievollen und visuell aufregenden Ausflug in den alten Westen, der stets mehr auf den Pfaden eines Fantasy-Abenteuers wandelt als den Genrefährten des Western. Die Vereinigung des Revolverhelden Pecos Bill, der Holzfällerlegende Paul Bunyon und des farbigen Arbeiters John Henry ist wie ein Superheldentreff zu Zeiten der Pioniere und Glücksritter in einem Amerika in Aufbruchsstimmung. Mit vereinten Kräften stehen sie einem Jungen bei seinem Kampf um den bedrohten Grund seines Vaters als Sinnbild für den Glauben an sich selbst bei.

    Chechik macht keinen Hehl daraus, daß seine überlebensgroßen Mythengestalten nie mehr sind als genau das: Sie existieren ausschließlich in der Fantasie des Daniel Hackett. Der muß sich aber nicht nur dem schreckenerregenden Überbösewicht J.P. Styles stellen, der sich mit einer monströsen, pechschwarzen Lokomotive rücksichtslos den Weg durch das unbestellte Land bahnt. Nicht minder schwer lastet auf den Schultern des verunsicherten Farmjungen an der Schwelle zum Erwachsenwerden das Ringen um eigene Werte und Prioritäten. Wie ein Überzeugungsbarometer stehen Pecos Bill, Bunyon und Henry Daniel zur Seite. Nach einer handvoll verblüffender Abenteuer, die das ungleiche Quartett quer durch die USA führt, kommt es zur finalen Auseinandersetzung. Und als sich Daniel für seine Familie und ihr Land entscheidet, sind auch die Weggefährten zur Stelle, um das Böse zu vertreiben.

    „Tall Tale“ ist ein beeindruckender Kinderfilm, dessen atemberaubende Schönheit und eigenwillige Bilder auch Erwachsene begeistern sollten. Patrick Swayze kann in der Rolle des Hurricane-reitenden Pecos Bill endlich wieder einmal überzeugen: Er trifft genau den richtigen Ton zwischen sympathischem Chargieren und augenzwinkernder Lust am Schauspiel. Blickfang sind allerdings Oliver Platt als Paul Bunyon mit Dr.-John-Voodoo-Look und Catherine O’Hara in einem herzhaften Cameoauftritt als Calamity Jane. Doch auch sie werden zu Statisten degradiert, wenn Kameramann Janusz Kaminski („Schindlers Liste“) Eckpfeiler der „Frontier Country“ von Monument Valley bis zu den Redwood Trees mit seiner kraftvollen, hyperrealistischen Kamera einfängt, wie man sie noch nie gesehen hat. Chechik ist mit seinem Film ein kleines Kunststück gelungen: Er verpflanzte das unwirkliche Szenario des Klassikers „Das zauberhafte Land“ mitten hinein in eine mitreißende Ballade aus dem Wilden Westen. ts.

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