Taking Woodstock

   Kinostart: 03.09.2009

Taking Woodstock: Entspannte und leichte Komödie über die Umstände, die zum Woodstock Festival im August 1969 führten.

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Filmhandlung und Hintergrund

Entspannte und leichte Komödie über die Umstände, die zum Woodstock Festival im August 1969 führten.

In New York ist Elliot Tiber eine aufstrebende Größe in der Kunstszene und fühlt sich in der aufkeimenden Schwulenbewegung wohl. Doch wenn er zurück nach Hause ins 100 Kilometer entfernte Bethel kehrt, um seinen Eltern beim Führen ihres Motels zu helfen, darf niemand etwas davon wissen. Als Leiter der Handelskammer in seinem Heimatdorf verfügt Elliot über die Erlaubnis für ein jährliches Musikfestival. Als der junge Mann Wind davon bekommt, dass Michael Lang und ein paar Hippies nach einem geeigneten Ort für ein großes Rockfestival suchen, bietet er seine Hilfe an. Keiner ahnt, dass mehr als 500.000 Menschen kommen werden. Die entzweite Familie Tiber muss sich zusammenraufen.

In New York fühlt sich Elliot Tiber in der Schwulenszene zu Hause. Doch wenn er zurück nach Hause ins 100 Kilometer entfernte Bethel kehrt, um seinen Eltern beim Führen ihres Motels zu helfen, darf niemand etwas davon wissen. Als Leiter der Handelskammer in seinem Heimatdorf verfügt Elliot über die Erlaubnis für ein jährliches Musikfestival. Als er Wind davon bekommt, dass Michael Lang und ein paar Hippies nach einem geeigneten Ort für ein großes Rockfestival suchen, bietet er seine Hilfe an. Keiner ahnt, dass mehr als 500.000 Menschen kommen werden.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Nach dem autobiografischen Roman von Elliott Tiber, der sich nicht nur als Retter des Woodstock-Festivals, sondern zugleich als Vorreiter der Schwulenbewegung einen Namen machte, wirft Ang Lee einen humorvollen Blick auf die wilde Flower Power-Ära der ausgehenden sechziger Jahre. Inhaltlich lässt sich der Taiwanese auf kein Genre festlegen, wobei er seit dem „Hochzeitsbankett“ nicht mehr im Komödiensektor tätig war. Sieht man vom Motiv des Coming Outs ab, dem Erkennen der eigenen Homosexualität als Thema von „Brokeback Mountain“ und „Das Hochzeitsbankett“, zieht sich das Element des Generationskonflikts als roter Faden durch Ang Lees Werk. Zurückzuführen ist dies auf die Reaktion von Lees Vater, der lange Zeit den Regisseursberuf abschätzig betrachtete und erst nach dessen Festivalerfolgen stolz auf seinen Sohn war. Daher bezeichnet der vielseitige Filmemacher seinen Einstieg ins Filmgeschäft als „Father knows best“-Trilogie.

      In der Verfilmung des Woodstock-Stoffs nimmt diese Position eher Elliotts Mutter als weiblicher Dagobert Duck ein. Knauserig, grantig und unnachgiebig presst die russischstämmige Jüdin jeden Cent aus den Motelgästen heraus und hält sowohl ihren wortkargen Mann Jake als auch den braven Sohn an der kurzen Leine. Immerhin ist es der großartigen Imelda Staunton als Hausdrache in Kittelschürze und Hornbrille zu verdanken, dass ihre Figur nicht völlig zur Karikatur degradiert wird und die tragische Seite der raffgierigen Immigrantin zum Tragen kommt.

      Dabei dient das Festival mit Sex, Drugs & Rock n Roll für Vater und Sohn als Auslöser, sich von der aggressiven Mrs. Teichberg zu lösen. Dass sein Vater ihn häufiger schlug, verschweigt die Kinoadaption von Tibers Biografie. Vielleicht dürfte die eher positive Zeichnung des schwachen Erziehers darauf fußen, dass sich Elliott später mit dem Vater versöhnte, nicht allerdings mit der ungeliebten Mutter. Sein schwules Outing spielt dagegen eine geringere Rolle. Im Gegensatz zum tatsächlichen Geschehen erkennt der Jugendliche erst durch die Affäre mit einem Mitarbeiter des Organisationsteams und eine Drogen umnebelte Nacht mit einem Hippiepärchen seine wahre Bestimmung.

      Überraschend erscheint während des Nachspanns die Liste an populären Bands, die in den Film tatsächlich Einzug fanden, denn davon hört und besonders sieht man relativ wenig. Das mag einmal darauf zurückzuführen sein, dass die bekanntesten Songs der Ära zu teuer für eine Independentproduktion sind.

      Zum anderen interessieren sich Lee und sein steter Drehbuchautor/Produzent James Schamus weniger für das Musikfestival selbst als für die chaotischen Begleitumstände und die beteiligten (Neben-)Figuren. „American Pie“-Dad Eugene Levy erhielt als geschäftstüchtiger Bauer Max Yasgur eine ernste Rolle, während Liev Schreiber als Transvestit-Bodyguard und der hier noch erträgliche Komiker Dan Fogler als ausgeflippter Leiter der Theatergruppe Earth Light für komische Einlagen sorgen. Mit den Neurosen und Panikattacken von Elliotts Freund Billy (Emile Hirsch) kommen die seelischen Verletzungen der Vietnamgeneration zur Sprache, während sich in der Figur des Michael Lang (Jonathan Groff) naive Hippieseeligkeit und kalkulierendes Geschäftsgebaren vereinen.

      Wenn dieser am Ende sein nächstes Projekt ankündigt, ein Rolling Stones-Open Air-Konzert, das bekanntlich zu mehreren Todesfällen führte, erinnert es daran, dass von der friedlichen Woodstock-Atmosphäre nach kurzer Zeit wenig übrig blieb.

      Fazit: Abgesehen von manchen klischeehaft angelegten Charakteren gelingt Ang Lee einen atmosphärisch-hintergründigen Rückblick auf die kurze Sechziger-Utopie von „Love and Peace“.
    2. Taking Woodstock: Entspannte und leichte Komödie über die Umstände, die zum Woodstock Festival im August 1969 führten.

      Die Musiker kennen wir - Ang Lee zeigt jetzt die Macher des legendären Festivals auf einem herrlich nostalgischen Trip in die Hippie-Ära

      Exakt 40 Jahre ist es her, dass 500.000 Menschen auf einem Feld im Bundesstaat New York den Geist von Freiheit und Liebe zelebrierten - stellvertretend für eine ganze Generation. Und noch immer ist der Nimbus des Woodstock-Festivals ungebrochen, ja vielleicht sogar symbolkräftiger denn je. Doch wer die Magie jenes Augenblicks verstehen will, sollte einen Blick auf seine Vorgeschichte werfen. Genau das tut Oscarpreisträger Ang Lee („Brokeback Mountain“) in seinem „Taking Woodstock“ - basierend auf den Memoiren des Veranstalters Elliot Teichberg. Wie bei vielen historischen Gegebenheiten ist der Anlass des Großereignisses von fast skurriler Banalität: Der glücklose Innenausstatter Teichberg (US-Komiker Demetri Martin, sichtlich inspiriert vom Dustin Hoffman der „Reifeprüfung“) versucht das überschuldete Motel seiner Eltern auf Vordermann zu bringen, indem er ein lokales Kunst- und Musikfestival realisieren hilft - gegen den Widerstand konservativer Mitbürger und geldgieriger Mafiosi. Er kann nicht ahnen, dass daraus das Happening der Hippie-Bewegung entstehen wird, und als er es begreift, befindet er sich schon auf einem Trip in ein wildes, neues Lebensgefühl. Ang Lee und sein bewährter Co-Autor James Schamus verflechten dabei die Elemente einer leichtfüßigen Frace mit einem nostalgischen Panoptikum - einschließlich eines Transen-Soldaten (Liev Schreiber) und verwirrten Vietnamveteranen (Emile Hirsch), der sich auf das „Make Love Not War“ noch nicht so ganz umgestellt hat. Authentisch beschwören die Filmemacher die Atmosphäre des ‚Sommers der Liebe‘ herauf und schaffen so ein ‚Feelgood Movie‘, das nachhaltiger wirkt als die Unmenge der romantischen Komödien, die derzeit das Kino überschwemmen. Danach möchte der Zuschauer am liebsten nur eines tun: eine Zeitreise buchen.

      Rüdiger Sturm.
      1. Eine Komödie über das berühmteste Musikfestival aller Zeiten mit liebevollen Charakteren und viel Augenzwinkern – auf Meisterregisseur Ang Lee ist Verlass.

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