Filmhandlung und Hintergrund

Dokumenatrfilm über einen indischen Schneider und Bollywoodfan, der seine Kunden auf der ganzen Welt besucht.

Seit der 66-jährige indische Maßschneider Issar den Film „Sangam“ gesehen hat, hegt er einen heimlichen Lebenstraum: Er möchte unbedingt ein Bollywood-Star sein und sieht seine letzte große Chance dafür gekommen. Auf einer Reise quer durch Europa geht der Wunsch endlich in Erfüllung, in den Schweizer Alpen vor der Kamera zu stehen. Der abenteuerliche Trip führt ihn zu alten Kunden in der Hoffnung, sie mögen neue Ware ordern, zu fast verschollenen Freunden, mit denen er herzliche Wiedersehen feiert, zu vergessenen Liebschaften, Kulturen, Mentalitäten.

Marco Wilms

Der 66jährige Issar ist von Beruf Maßschneider, seine Passion gilt jedoch dem Bollywoodkino, im speziellen dem Film „Sangam“. Dokumentarfilmemacher Marco Wilms ermöglicht Issar eine Reise zu seinen Kunden weltweit. Er trifft sie in Bangkok, Brüssel, Finnland, Berlin und den Schweizer Alpen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tailor Made Dreams: Dokumenatrfilm über einen indischen Schneider und Bollywoodfan, der seine Kunden auf der ganzen Welt besucht.

    Ein indischer Maßschneider macht auf seiner Europa-Reise neue Erfahrungen mit Kulturen, Menschen und Mentalitäten.

    Der Dokumentarfilmer Marco Wilms und der indische Schneider in Bombay treffen ein Abkommen, wenn der Regisseur während der Reise für das morgendliche Brot und den Tee sorgt, fliegt Issar mit ihm nach Europa und lässt sich filmen. Der Trip geht von Berlin über Düsseldorf, Brüssel, Helsinki und Jyäskyläi in die Schweizer Alpen, wo der Mann sich einen Traum erfüllt, einmal im Bollywood-Paradies vor der Kamera zu stehen. Bis er dort ankommt, klappert er Kunden ab, deren Visitenkarten er fein säuberlich gesammelt hat. Die einen erinnern sich nicht mehr an „Mike“, wie er sich nennt, andere haben keine Zeit, manche freuen sich, ihn wiederzusehen. Im Hau-Ruck-Verfahren geht es durch die Begegnungen, die sich meistens auf das Anfertigen von Anzügen, die Auswahl von Stoff und Farbe beschränken und wo Vorurteile freundlich gepflegt werden („Der Asiate ist etwas langsam, aber gründlich“). Selten kommt es zu einem wirklichen Gespräch und Austausch, und wenn es dann mal passiert und Issar über seine Familie, seine persönliche Ängste und Enttäuschungen redet, hält sich der Filmemacher nicht lange damit auf, sondern rast unsensibel zur nächsten Station. Nur einmal lässt er Zeit zum Atemholen, wenn das tapfere Schneiderlein die Frau wiedertrifft, deren Foto sein Atelier in Bombay schmückt. Da spürt man plötzlich was hätte sein können in diesem Leben, das nur aus Arbeit bestand. Seine verflossene (platonische) Liebe bringt es auf den Punkt: „Mike“ sei ein Mensch, der es nicht schaffe, die Chancen der Wirklichkeit zu packen, sondern sich immer in Träume flüchte, sich in den bunten Bildern des Bollywood-Kinos zu Hause fühle. Eingestreuten Szenen aus seinem im Schweizer Schnee gedrehten Lieblingsfilm „Sangam“, farbenfreudige Clips, parodistische indische Tanzszenen und Musik des Subkontinents komplettieren die Doku, die eine wirkliche Beschäftigung mit dem Protagonisten leider nicht zulässt. mk.

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