Synthetic Pleasures

Kinostart: 10.04.1997

Filmhandlung und Hintergrund

Faszinierende Dokumentation über moderne Hochtechnologie bzw. virtuelle Realitäten in der (nahen) Zukunft.

Dieses „elektronische Roadmovie durch synthetische Welten“ (Pressetext) beschäftigt sich mit technologischen Neuheiten bzw. der schönen neuen Welt aus dem Computer und entwirft futuristische Szenarien, die schon bald Wirklichkeit werden könnten. Cyberspace, Virtual Reality und technische Simulationen bis hin zum Computersex werden vorgestellt, erklärt und analysiert.

Faszinierende Dokumentation über moderne Hochtechnologie bzw. virtuelle Realitäten in der (nahen) Zukunft.

Darsteller und Crew

  • Iara Lee
    Iara Lee
  • George Gund
    George Gund
  • Toshifumi Furusawa
    Toshifumi Furusawa
  • Marcus Hahn
    Marcus Hahn
  • Kramer Morgenthau
    Kramer Morgenthau
  • Stacia Thompson
    Stacia Thompson
  • Andreas Troeger
    Andreas Troeger

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Synthetic Pleasures: Faszinierende Dokumentation über moderne Hochtechnologie bzw. virtuelle Realitäten in der (nahen) Zukunft.

    Vielleicht sind SF-Spekulationen wie in „Strange Days“ oder „Total Recall“ gar nicht soweit hergeholt: In Iara Lees futuristischem Dokumentarfilm über die Erscheinungsformen der Virtual Reality scheint absolut nichts mehr unmöglich zu sein. Ob künstliche Naturlandschaften oder Cybersex, maßgeschneiderte Körper oder simulierte Gleitflüge in den Straßenfluchten Manhattans: Ihr elektronisches Road-Movie durch High-Tech-Zentren, Gen-Labors oder synthetische pleasure domes demonstriert mit einer verblüffenden Fülle an Beispielen, daß die herkömmlichen Vorstellungen von Realität und physischer Welt bald so out sind wie einst Newtons Physik.

    Drei Jahre lang reiste die in Brasilien geborene und in den USA aufgewachsene Koreanerin auf der Suche nach Material für ihren Debütfilm um den Globus: Um künstliche Skipisten und Meeresstrände in Japan zu filmen, an denen sich Stürme dosieren und auf die Sekunde genau vorhersagen lassen; Freeze-Firmen in Amerika, die Menschen in Helium lagern, um sie für ein Zeitalter jenseits der Sterblichkeit haltbar zu machen; um eine französische Körperkünstlerin zu porträtieren, die ihr Gesicht nach Michelangelos Mona Lisa modellieren ließ. Oder die Internet-Nomaden, die nur noch via e-mail lokalisierbar sind, und Cyber-Punks, die mit Designer-Drogen und Datenhelm ihr Psycho-Image wechseln. Zwischen die bizarren, durch Computer-Animationen miteinander verbundenen Teile dieses fulminanten Future-Puzzles, sind eine Reihe von Interviews gestreut, in denen Digital-Avantgardisten wie Timothy Leary oder Marvin Minsky über Motive und Möglichkeiten synthetischer Welten philosophieren, eine gigantische Zeitenwende beschwören.

    Iara Lee ist es dabei weniger an Interpretation oder einer kritischen Würdigung dieser Erscheinungen gelegen, die von künstlicher Intelligenz bis zu Transsexualität und Body-Piercing reichen. Ihr Interesse gilt eher der fast euphorischen Bestandsaufnahme dessen, was durch die digitale Revolution und ihre Modetrends bereits jetzt möglich ist. So bleibt es weitgehend dem Zuschauer überlassen, welche Bezüge er zwischen den Bildern und den diversen Voice-Over-Kommentaren herstellt, die in der Regel von der unbegrenzten Transformation alles Materiellen ins Virtuelle schwärmen und nur am Rande auf Gefahren und ethische Probleme verweisen. Vielleicht aber provoziert der Film gerade durch diese Mischung aus Fakten, Animation und einem entsprechendem Soundtrack Auseinandersetzungen, die vor allem ein jugendliches, computerbegeistertes Publikum ansprechen dürften. led.

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