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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      Kurztext:

      Es soll ein schöner Abend werden. Denn es gibt etwas zu feiern. Die Tochter hat sich verlobt, und ihr Vater lädt sie und ihren Verlobten sowie seine Exfrau und deren Lebensgefährten zu sich nach Hause ein. Zu Beginn scheint alles harmlos, es wird getrunken, gelacht, getanzt und geplaudert. Doch nach und nach erhält die harmonische Fassade Risse, werden alte Wunden sichtbar, die alle Beteiligten mit oberflächlicher Höflichkeit zu überschminken versuchen. Bis der Vater den Bogen überspannt und keiner mehr auf Zehenspitzen laufen möchte. Denn Nähe und Liebe kann man nicht herbeizaubern. Fast schon dokumentarisch wirkt der Film von Nora Fingscheidt, Filmstudentin an der Filmakademie in Ludwigsburg, vor allem dank der unglaublich authentischen Situationsbeschreibung und einer Kamera, die den Figuren nicht mehr vom Leibe rückt. Praktisch nur in Großaufnahmen, die quälend lange auf den Gesichtern ruhen, erzählt der Film von Figuren, die für den Betrachter viel Identifikationsfläche bieten und von den Darstellern glaubwürdig und intensiv verkörpert werden. Am Ende noch ein letztes überraschendes Bild, das den Zuschauer nicht ohne Hoffnung für den Vater zurücklässt. Großes Kurzfilmkino, bestechend nah am Leben selbst.

      Gutachten:

      Da steht er, der erfolgsverwöhnte Macher, das Alphatier, und möchte seiner Familie noch einmal zeigen, was er alles erreicht hat. Und merkt dabei wieder einmal nicht, dass ihn seine Exfrau und die Tochter eigentlich doch nur fürchten und verachten.

      SYNKOPE ist ein extrem gelungen komponierter Kurzfilm, die exquisite, intime Kameraarbeit unterstreicht die beklemmende Entwicklung hervorragend, Regisseurin Fingscheidt führt ihren ausgezeichneten Cast zu Höchstleistungen. Hier ist jede Einstellung durchdacht, jede Kamerabewegung folgt einer Intention und akzentuiert auch gerade in den stillen Momenten das nuancenreiche Spiel der Mitwirkenden.

      Die hervorragende Leistung aller Beteiligten spiegelt sich auch darin, dass hier eigentlich keine neue, ungewöhnliche Geschichte erzählt wird. Die Art der Umsetzung ist das Besondere. Auch verzichtet Fingscheidt zurecht auf Unheil ankündigende Musik, um ihren Film emotional aufzuladen, sie hat Vertrauen in die Kameraarbeit und die Darsteller und sich damit genau richtig und wohltuend von anderen ähnlichen Geschichten abgesetzt.

      Abgerundet wird das alles durch einen ungewöhnlichen Schluss, der vollkommen unvermittelt kommt und doch nicht konstruiert wirkt. Er verleiht den Charakteren weitere Tiefe und entlässt den Zuschauer mit einem weiterlaufenden Film. SYNKOPE ist ein in jeder Hinsicht herausragender Film geworden, der auf weitere Arbeiten neugierig macht und dessen Team man in jeder Hinsicht Erfolg wünscht.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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