Filmhandlung und Hintergrund

Remake des Melos "Adieu, geliebter November" aus dem Jahr 1968 über eine zum Scheitern verdammte Liebe.

Yuppie Nelson wird vor die Tür gesetzt und sieht keinen anderen Ausweg als bei Neo-Hippie Sara einzuziehen, die Nelson zu ihrem „Projekt“ für den Monat November erklärt: Sie will ihn zu einem besseren, freien Menschen erziehen und wendet radikale Mittel an, die tatsächlich anschlagen: Nelson verliebt sich in Sara, doch als er ihr eine Heiratsangebot macht, lehnt sie ab.

Sara Deever ist die prototypische „moderne“ Frau. In San Francisco lebt die unangepasste, flippig gekleidete Veganerin mit monatlich wechselnden Liebhabern ihren unstillbaren Lebenshunger aus. Nach einer Begegnung auf dem Verkehrsamt findet sich der aalglatte Yuppie Nelson Moss völlig unverhofft in der Rolle des Einmonatsliebhabers wieder. Trotz anfänglicher Abneigung lernt der plötzlich arbeitslose Workaholic, das Leben zu genießen. Als das „Novemberprojekt“ Sara um ihre Hand bittet, lehnt sie ab, denn sie ist unheilbar krank…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sweet November: Remake des Melos "Adieu, geliebter November" aus dem Jahr 1968 über eine zum Scheitern verdammte Liebe.

    Um in dem Remake des Melodrams „Adieu, geliebter November“ mit Sandy Dennis von 1968 an der Seite von Keanu Reeves spielen zu können, entschied sich Charlize Theron („Die Legende von Bagger Vance“) gegen die weibliche Hauptrolle im designierten Blockbuster „Pearl Harbor“. Statt einer wiederholten Leinwandromanze mit Ben Affleck (wie in „Wild Christmas“) sinkt sie also erneut in die Arme von Reeves („Matrix“), der bereits in „Im Auftrag des Teufels“ ihren Ehemann mimte.

    Sara Deever ist eine Alternative des neuen Jahrtausends. Sie lebt in der ehemaligen Hippiehochburg San Francisco, trägt kunterbunt zusammengewürfelte Klamotten, ist militante Veganerin und emanzipiert genug, sich jeden Monat einen neuen Liebhaber ins Haus zu nehmen. Nelson Moss hingegen ist das genaue Gegenteil von ihr. Der Yuppie geht völlig in seiner Karriere als skrupelloser Werbefachmann (à la Mel Gibson in „Was Frauen wollen“) auf und behandelt seine Freundin wie ein Möbelstück. Die Wege von Sara und Nelson kreuzen sich beim Verkehrsamt, und eine höchst unkonventionelle Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.

    Zunächst ist Nelson von Sara genervt, doch als er seinen Job und seine Freundin an ein und demselben Tag verliert, erklärt er sich widerwillig bereit, ihr „Projekt“ für den Monat November zu werden. Sie will ihm helfen, aus seiner seelischen Erstarrung auszubrechen und beibringen im Moment zu leben. Zuerst beraubt sie ihn seiner Statussymbole - teurer Anzug und Handy adé. Anschließend grasen sie unbeschwert und verspielt eine malerische Ecke von San Francisco nach der anderen ab. Natürlich wird auch fleißig der Liebe gefrönt, wenn vor der Kamera einer akzeptablen Altersfreigabe zuliebe zumeist auch nur angedeutet. Zur Monatshälfte erkennt Nelson beim Treffen mit einem unangenehmen Werbeboss (Frank Langella), wie sehr er sich bereits verändert hat und bittet Sara, ihn zu heiraten. Da sie unter einen schweren Krankheit leidet, lehnt sie ab. Nelson versucht verzweifelt, sie umzustimmen.

    Die beiden Protagonisten haben die nötige Chemie, um diese Variante von „Love Story“ auf der Ebene funktionieren zu lassen, auf die es ankommt: Emotional entfaltet das Melo aufgrund der glaubwürdigeren Starpaarung allemal eine größere Wirkung als der vergleichbare „Es begann im September“ mit Richard Gere und Winona Ryder und reiht sich sympathisch neben „Bounce - Eine Chance für die Liebe“ ein. Unterstützt werden Reeves und Theron bei ihren Anstrengungen von einigen kompetenten Nebendarstellern, darunter „Patriot“-Bösewicht Jason Isaacs als homosexueller Nachbar und der eine Zeit lang als „Harry Potter“ gehandelte Liam Aiken als gehänselter Nachbarsjunge, der in Nelson einen Vaterersatz zu finden hofft. Dass der mit gewohntem Einfühlungsvermögen unaufdringlich und ganz nah an den Figuren inszenierende Regisseur Pat O’Connor („Tanz in die Freiheit“) in der Schlussgeraden heftig auf die Tränendrüse drückt, liegt in der Natur des Subgenres: Nicht von ungefähr sind junge Frauen das Zielpublikum für diesen Midbudgetfilm, der keinem wehtut. ara.

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