Sturz ins Leere

  1. Ø 0
   2003

Sturz ins Leere: Spannendes Dokudrama über eine Bergrettung in den Anden nach dem gleichnamigen Bestseller.

Trailer abspielen
Sturz ins Leere Poster
Trailer abspielen
Alle Bilder und Videos zu Sturz ins Leere

Filmhandlung und Hintergrund

Sturz ins Leere: Spannendes Dokudrama über eine Bergrettung in den Anden nach dem gleichnamigen Bestseller.

Mitte der 80er Jahre beschließen die jungen Bergsteiger Simon Yates und Joe Simpson, einen ob seines Schwierigkeitsgrades berüchtigten Andenhügel jenseits der magischen Siebentausendergrenze zu erobern. Nachdem der Aufstieg zunächst glückt, entpuppt sich – wie so häufig beim Extremklettern – der Abstieg als unverhofftes Problem. Als Simpson auch noch mit einem gebrochenen Bein zurückbleibt, sieht sich Yates, der jüngere der beiden, mit einem moralischen Dilemma konfrontiert…

Regisseur Kevin MacDonald, Oscar-Gewinner mit dem Dokumentarfilm „Ein Tag im September“ rekonstruiert die Kletterpartie mit sportiven Schauspielern und unterlegt die dramatischen Bilder mit Interviews der echten Beteiligten. Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller.

Während einer Bergsteigertour auf bis dahin unbeklettertem Gebiet in den peruanischen Anden fällt Joe Simpson und bricht sich ein Bein. Bei dem Versuch, ihn den Berg hinunterzutragen, stürzt sein Partner Simon Yates mit ihm von einer Klippe und muss sich entscheiden, ob er das Band zwischen ihnen zerschneidet und die größte aller Bergsteigersünden begeht oder auf Rettung wartet.

1985 besteigen die Briten Joe Simpson und Simon Yates als erste den 6356 Meter hohen Andengipfel des Siula Grande. Als Joe beim Abstieg sein Kniegelenk zerschmettert und später in eine Felsspalte stürzt, nimmt die Katastrophe ihren Anfang. Langsam droht Joes Gewicht Simon ebenfalls in den Abgrund zu ziehen. Nach endlosen Rettungsversuchen entschließt sich Simon zu einem schrecklichen Schritt: Er kappt das Seil, das ihn mit Joe verbindet, und gibt den so dem sicheren Tod preis. Wie durch ein Wunder überleben beide.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Nach erfolgreichem Start der Unterwasser-Dokumentation „Deep Blue“ bleibt der wieder aktivierte Kinowelt Verleih seiner Linie treu und bringt mit „Sturz ins Leere“ nun ein Doku-Drama in die Kinos, das eines der spektakulärsten Bergsteiger-Abenteuer der letzten Jahrzehnte thematisiert und laut Verleih-Angaben in Großbritannien bereits rund 200.000 Menschen vor die Leinwand lockte. Imposante Naturaufnahmen aus den französischen Alpen und den peruanischen Anden, aufwändig nachgestellte Szenen in Fels und Eis sowie packende Interviews mit den Überlebenden der beinahe tödlich endenden Bergtour aus dem Jahre 1985 werden sicher nicht nur Extremkletterer in ihren Bann ziehen.

    Vor knapp 20 Jahren machten sich Joe Simpson und sein Freund Simon Yates an die Erstbegehung der Westwand des 6356 Meter hohen, in den peruanischen Anden gelegenen Siula Grande. Der Aufstieg verläuft nahezu reibungslos, doch beim Abstieg kommt es zur Katastrophe. Bei einem Sturz wird Joes Kniescheibe zerschmettert. Yates versucht, seinen verletzten Kameraden abzuseilen. Doch um sein eigenes Leben zu retten, verstößt er in auswegsloser Situation gegen ein eisernes Bergsteigergesetz – er trennt das Seil, das ihn mit Simpson verbindet, womit dieser in den vermeintlich sicheren Tod stürzt. Während Yates wenig später völlig entkräftet, aber unverletzt im Basislager ankommt, beginnt für seinen Freund eine unbeschreibliche Tour der Leiden. Mit einem schier übermenschlichen Kraftaufwand gelingt es Simpson, sich aus der Gletscherspalte, in die er gestürzt war, zu befreien, Zentimeter für Zentimeter über das Eis zu kriechen und mit Hilfe eines aus einer Isomatte improvisierten Verbands über ein Geröllfeld zu humpeln. Tage später erreicht auch er das Lager – dem Tode näher als dem Leben.

    Der angesehene Dokumentarist Kevin Macdonald wurde im Jahr 2000 für sein Dokudrama „Ein Tag im September“, in dem er die blutigen Ereignisse um die Geiselnahme des israelischen Olympiateams 1972 in München aufbereitete, mit Emmy, Oscar und Goldener Kamera ausgezeichnet. Bei „Sturz in Leere“, das auf dem gleichnamigen Bestseller von Joe Simpson basiert, vermischte er authentisches Material mit Spielszenen. Während also Simpson – der im übrigen die Entscheidung seines Kameraden, das Seil zu kappen, im Gegensatz zur Öffentlichkeit immer verteidigt hat – und Yates ihre damalige Tour teils im On, aber größtenteils im Off schildern, sieht man im On zwei Darsteller – Brendan Mackey und Nicholas Aaron -, die in mit hohen Aufwand den tatsächlichen Ereignissen nachempfundenen Sequenzen agieren. Damit kann der Betrachter zwar die Strapazen, die insbesondere Simpson durchleiden musste, nachvollziehen, doch der Einsatz von Schminke, Spezialeffekten und kleinerer dramaturgischer Eingriffe nehmen dieser wahren Geschichte viel von ihrer Authentizität. Alles im allen darf diese Gratwanderung zwischen Dokumentation und Fiktion dennoch als gelungen bezeichnet werden, was insbesondere den exzellent geführten Interviews, die vor Beginn der eigentlichen Dreharbeiten geführt wurden, zu verdanken ist. „Sturz ins Leere“, packend wie ein Actionfilm und mitreißend wie eine Tragödie, ist ein weiteres Beispiel dafür, dass mit diesem im Kino lange vernachlässigten Genre auch auf kommerzieller Ebene zu rechnen ist. lasso.

News und Stories

Kommentare