1. Kino.de
  2. Filme
  3. Stumme Schreie

Stumme Schreie

  

Filmhandlung und Hintergrund

Schockierendes Drama um Kindesmisshandlung in Deutschland nach dem Sachbuch-Bestseller von Michael Tsokos.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

4,4
71 Bewertungen
5Sterne
 
(56)
4Sterne
 
(4)
3Sterne
 
(1)
2Sterne
 
(6)
1Stern
 
(4)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Stumme Schreie: Schockierendes Drama um Kindesmisshandlung in Deutschland nach dem Sachbuch-Bestseller von Michael Tsokos.

    Schockierendes Drama um Kindesmisshandlung in Deutschland nach dem Sachbuch-Bestseller von Michael Tsokos

    Kindesmisshandlung scheint in Deutschland Volkssport zu sein: 200.000 Kinder werden jedes Jahr Opfer zum Teil schwerster elterlicher Gewalt. 2014 schockierten Bestsellerautor und Rechtsmediziner Michael Tsokos mit der Ärztin Saskia Guddat die Öffentlichkeit mit ihrem verstörenden Buch „Deutschland misshandelt seine Kinder“. Aufgeregte Fernsehdebatten folgten, bevor das Thema wieder in den Hintergrund geriet. Die Produzentinnen Regina Ziegler und Gabriele Lohnert haben nun aus dem kontroversen Stoff ein erschütterndes, fiktionales TV-Drama zur besten Sendezeit gemacht. Bei dem (krimi-)erfahrenen Drehbuchautor Thorsten Näter und Regisseur und Grimme-Preisträger Johannes Fabrick ist das Projekt in besten Händen. Aus den Fällen und Fallzahlen des Buchs haben sie eine Geschichte destilliert, die sich um ein möglichst differenziertes Bild bemüht. Die junge Ärztin Jana Friedrich (sehr eindringlich gespielt von Natalia Belitski), die als Kind selbst mit häuslicher Gewalt konfrontiert wurde, tritt eine Assistenzstelle in der Rechtsmedizin an und muss sich dort mit Fällen von misshandelten Kindern beschäftigen, deren Eltern aus allen sozialen Schichten stammen. Weil Jugendämter und Kriminalpolizeit oft zu spät eingreifen, und Ärzte nur heilen, aber die Kinder nicht schützen können, mischt sich Jana im Fall einer völlig überforderten Mutter und ihres gewalttätigen Freundes selbst ein. Regisseur Fabrick hat ein besonderes Händchen für die Arbeit mit den Schauspielern. Alle überzeugen in ihren Rollen in diesem spannenden und bewegenden Drama, das hoffentlich viele neue Debatten auslöst. Die traurigen Augen des kleinen geschundenen Till Patz (Ballon) geben einem jedenfalls den Rest. UH.

Kommentare