Stubbe - Von Fall zu Fall: Mordfall Maria

Filmhandlung und Hintergrund

Ein letzter Fall mit lauter Abschieden: Der beliebte Sachse aus Hamburg geht in den Ruhestand.

In seinem letzten Fall muss Stubbe den Mord an einer Rollstuhlfahrerin aufklären. Die junge Frau war von überschäumender Lebensfreude und allseits beliebt. Als sich rausstellt, dass sie schwanger war, drängt sich das Tatmotiv Eifersucht auf. Der Kommissar hat derweil ganz andere Sorgen, und das liegt nicht allein am bevorstehenden Ruhestand: Tochter Christiane ist ausgezogen, Freundin Marlene hat die Leitung der Spurensicherung ausgerechnet in Stubbes Heimat Dresden übernommen.

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Kritikerrezensionen

  • Stubbe - Von Fall zu Fall: Mordfall Maria: Ein letzter Fall mit lauter Abschieden: Der beliebte Sachse aus Hamburg geht in den Ruhestand.

    Fernsehkommissaren ist zumeist kein echter Abschied vergönnt. Der Stuttgarter „Tatort“-Ermittler Bienzle durfte in der Nacht verschwinden, Rosa Roth hat kürzlich traumatisiert den Dienst quittiert, doch oft genug werden Krimireihen sang- und klanglos eingestellt.

    Für „Stubbe - Von Fall zu Fall“ aber mussten das ZDF und Polyphon ein würdiges Ende finden, und deshalb ist die Abschiedsebene im fünfzigsten und letzten Film auch wichtiger als die Mördersuche. Das Drehbuch stammt von Peter Kahane (auch Regie), der vor knapp zwanzig Jahren die ersten „Stubbe“-Filme geschrieben und der Reihe in all der Zeit die Treue gehalten hat. Entsprechend melancholisch ist die Stimmung dieser höchstwahrscheinlich letzten Episode aus dem Leben des sächsischen Kommissars in Hamburg, der sich für Wolfgang Stumph als eine Rolle entpuppte, die fortan einen großen Teil seines Lebens bestimmte.

    Während Stubbe und Zimmermann (Lutz Mackensy) nach dem Mörder der schwangeren Rollstuhlfahrerin Maria suchen, muss der Kommissar gleich mehrere Abschiede verkraften: Tochter Christiane (Stephanie Stumph) ist samt Mann (Wanja Mues) und Kind ausgezogen, Freundin Marlene (Heike Trinker) hat die Leitung der Spurensicherung ausgerechnet in Stubbes Heimat Dresden übernommen, und angesichts der bevorstehenden Pensionierung empfindet der Familienmensch keinerlei Vorfreude, sondern bloß eine gähnende schwarze Leere. Kahane illustriert diesen Zustand unter anderem mit der Nestflucht des Kommissars, der nicht allein im verwaisten Haus am Deich übernachten will. Deshalb schläft er unter anderem ausgerechnet bei einem Verdächtigen, mit dem er zuvor kräftig gezecht hat: Niklas (Uwe Bohm), der Trainer eines Rollstuhl-Basketballteams, zu dem auch Maria gehörte, hatte bis vor wenigen Monaten ein Verhältnis mit der trotz ihrer Behinderung ungemein lebensfrohen Frau. Der Trainer sorgt auch für die skurrilste Szene des Films. Als Stubbe am nächsten Morgen verkatert erwacht, kann er sich nicht bewegen: Niklas wollte, dass der Kommissar am eigenen Leib erfährt, was es heißt, „an den Rollstuhl gefesselt“ zu sein.

    Da Maria ein ausführliches Videotagebuch geführt hat, ist sie auch nach ihrem Tod immer wieder zu sehen; Jana Reinermann verkörpert die junge Frau mit viel Temperament. Doch nicht mal die geschickte Integrierung dieser Bilder und die Hingabe, mit der Uwe Bohm die schlechte Laune des Trainers auslebt, können verhindern, dass sich Stubbes Trauer immer wieder in den Vordergrund schiebt. Berührendste Szene in dieser Hinsicht ist die erste Nacht allein daheim, als ihn die Erinnerungen übermannen; Kahane montiert die Bilder aus den frühen Folgen von zu einer kurzen, aber berührenden Sequenz. Weitere Abschiedsmomente sind das Du, dass sich Stubbe und Zimmermann nach zwei Jahrzehnten gemeinsamer Mörderjagd endlich anbieten. Und zur Überraschung für Wolfgang Stumph wirken in zwei winzigen Gastrollen Heinrich Schafmeister und Nina Petri mit. Kriminalistisch betrachtet ist die Abschlussfolge gerade gemessen an der Weihnachtsausgabe („Tödliche Bescherung“) jedoch nur guter Durchschnitt. Immerhin lässt der Schluss alle Möglichkeiten für ein eventuelles Comeback offen. tpg.

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