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Struggle

   Kinostart: 21.10.2004
Poster
  • Kinostart: 21.10.2004
  • Dauer: 74 Min
  • Genre: Drama
  • Produktionsland: Österreich
  • Filmverleih: GMfilms

Filmhandlung und Hintergrund

Halbdokumentarisches, stilistisch reduziertes Porträt einer Polin, die auf dem "Arbeitsstrich" im Westen um ihre und die Existenz ihrer Tochter kämpft.

Die Polin Ewa (Aleksandra Justa) kommt mit ihrer kleinen Tochter nach Österreich, um dort mit Gelegenheitsjobs die knappe Kasse daheim aufzubessern. Unter anderem arbeitet sie im Schlachthaus, erntet Erdbeeren, poliert Souvenirartikel und reinigt Swimming Pools in besseren Häusern. Dabei macht sie die Bekanntschaft eines wohlhabenden, doch privat alles andere als glücklichen Immobilienmaklers (Gottfried Breitfuß). Die beiden entdecken Gemeinsamkeiten.

Halbdokumentarisch, radikal reduziert in den Mitteln und fast ohne Dialoge erzählt die österreichische Autorenfilmerin Ruth Mader vom täglichen Existenzkampf und einer generationen- wie klassenübergreifenden Beziehung.

Eine junge Polin kommt mit ihrer achtjährigen Tochter nach Österreich, in der Hoffnung, im Westen eine bessere Existenz aufbauen zu können. Eva verdingt sich auf dem „Arbeitsstrich“, schuftet in einer Fleischfabrik, poliert Souvenirartikel, reinigt Swimmingpools, überlässt die Tochter tagsüber sich selbst. Erst in der Beziehung zu einem Immobilienmakler mit bizarren sexuellen Vorlieben kann sie sich aus dem täglichen Daseinskampf befreien.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Struggle: Halbdokumentarisches, stilistisch reduziertes Porträt einer Polin, die auf dem "Arbeitsstrich" im Westen um ihre und die Existenz ihrer Tochter kämpft.

    Der Diplom- und Debütfilm der Wienerin Ruth Mader, die versucht, an Hand zweier korrespondierender Schicksale seelisches und materielles Elend und den Kampf der Protagonisten um ein besseres Leben einzufangen. In der Eröffnungssequenz wirft eine alte Dame während der Visite im Krankenhaus dem Chefarzt Urin ins Gesicht. Die Szene wird nicht wieder aufgenommen, aber sie steht als jederzeit wiederholbare Metapher für die Situationen, die der Film im Folgenden halbdokumentarisch einfängt.

    Die polnische Saisonarbeiterin Ewa, die an meist verregneten Tagen Erdbeeren pflückt, setzt sich mit ihrer kleinen Tochter am Ende der Saison ab, arbeitet als Tagelöhnerin in einer Truthahnfabrik, als Silberreinigerin und Poolreinigerin und lernt in einem Sexclub den geschiedenen Immobilienhändler Harold kennen, der nachts leere Bürohäuser inspiziert. Ewa redet kaum mit ihrer Tochter, Harolds Tochter steht dem Vater fremd gegenüber. Im Finale hat sich eine merkwürdig neue schweigsame Familie gebildet.

    Maders Blick auf ihre Personen ist von kalter Distanz bestimmt, erinnert an ähnliche Arbeiten ihres Landsmannes Ulrich Seidl („Hundstage“). Durch den Blick der rein registrierenden Kamera, die kalten Farben und die Kommunikationslosigkeit entsteht ein trotloses Klima. Hauptsächlich in quälend langen Einstellungen aufgenommen, mit Montagesequenzen, die längere Zeiträume überbrücken, wirkt der nur 74 Minuten lange Film erheblich länger. ger.
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