Filmhandlung und Hintergrund

Auf wahren Begebenheiten basierende Krimikomödie aus Dänemark mit schrägen Typen, trockenem Humor und gut beobachtetem Alltagsfatalismus.

Für einen Geschäftsmann, der aus sentimentalen Gründen an dem Kunstwerk hängt, sollen vier Kleingauner unter Leitung des Gentlemandiebes Mick (Lars Brygmann) ein Gemälde aus einer Kopenhagener Kunstgalerie entwenden. Anstatt des eigentlichen Zielobjektes erwischen die Herren jedoch Dänemarks einzigen echten Rembrandt, ein Werk von unschätzbarem Wert, doch schwer zu veräußern. Prompt haben sie nicht nur die Cops, sondern die gesamte erzürnte Öffentlichkeit sowie das organisierte Verbrechen am Hals.

Und wieder eine Kriminalkomödie aus Skandinavien samt schräger Typen, trockener Situationskomik und gut beobachtetem Alltagsfatalismus.

Mick und Tony sind ein ungleiches, stets zerstrittenes Vater-Sohn-Diebesgespann. Sie werden beauftragt, ein Gemälde aus einem Museum zu stehlen. Versehentlich stehlen sie das Falsche - ein Original-Kunstwerk von Rembrandt, das mehrere Millionen Euro Wert ist. Prompt haben die unbedarften Kleinkriminellen Interpol, die dänische Polizei und die gesamte Unterwelt am Hals, und müssen sich außerdem noch die Frage stellen, wer überhaupt dieser Rembrandt war. Das einzig Gute: Auf der Flucht kommen Vater und Sohn einander näher.

Vater Mick und Sohn Tom, seit Jahren miteinander verstritten, lavieren sich mit kleinen Gaunereien durchs Leben. Da scheint den beiden eines Tages das Schicksal hold. Ein Auftrags-Coup, den sie zusammen mit zwei Kumpels durchziehen, klappt wie am Schnürchen. Das bestellte, schlecht bewachte Gemälde ist im Handumdrehen gestohlen. Doch leider haben die Männer das falsche Bild, einen sündhaft teuren Rembrandt, mitgehen lassen. Und nun sind nicht nur Polizei und Interpol, sondern auch übelste Ganoven hinter ihnen her.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Stealing Rembrandt - Klauen für Anfänger: Auf wahren Begebenheiten basierende Krimikomödie aus Dänemark mit schrägen Typen, trockenem Humor und gut beobachtetem Alltagsfatalismus.

    In seinem Regiedebüt, das auf dem wahren, größten und dümmsten Museumsraub in der Geschichte Dänemarks basiert, besinnt sich Jannik Johansen im Laufe seiner absurd komischen Gaunergeschichte auf die Familie: auf die Beziehung zwischen seinen beiden Dieben - ein vom Pech verfolgtes Vater-und-Sohn-Gespann - und auf die Liebe. Einmal mehr sorgt das dänische Allround-Talent Anders Thomas Jensen gemeinsam mit Johansen für die Drehbuchvorlage, die für dänische Humor-Verhältnisse erstaunlich zurückhaltend ausfällt.

    Immer dann, wenn Mick morgens das Frühstück macht, weiß seine Frau Trine Bescheid: Der Kleinganove ist mal wieder geschnappt worden und wird die nächste Zeit hinter Gittern verbringen. Reine Routine. Keine Routine ist dagegen der Gemälderaub, den Mick nach einem weiteren Kurztrip hinter schwedische Gardinen mit seinem ebenfalls kriminellen Spross Tom sowie den Kumpels Kenneth und Jimmie für einen Kunstliebhaber begeht: Versehentlich packen die ahnungslosen Diebe in dem schlecht bewachten Museum ein millionenschweres Original von Rembrandt ein und haben prompt reichlich Probleme am Hals: Wie wird man unauffällig ein Meisterwerk los, wenn einem die Polizei und die gesamte Unterwelt auf den Fersen ist?

    Soweit die Ausgangssituation des Drehbuchs von Regiedebütant Jannik Johansen, bei dem auch Dänemarks derzeit erfolgreichster Filmemacher Anders Thomas Jensen hilfreich Hand angelegt hat. Dessen bewährtes Rezept geht auch in diesem Fall auf: Um eine hinlänglich absurde Story schart er skurrile aber liebenswerte Figuren, die mit trockenem Humor und bisweilen großer Einfältigkeit ihr kleines Leben meistern, wenngleich dieses sie plötzlich vor große Probleme stellt. In diesem Fall werden die Grenzen anders als bei Anders‘ Krimiplots „Dänische Delikatessen“ oder „In China essen sie Hunde“ von der Wahrheit gesetzt - orientiert sich „Stealing Rembrandt - Klauen für Anfänger“ an einer tatsächlichen Begebenheit, die als „dümmster Kunstraub in der Geschichte Dänemarks“ bekannt geworden ist. Tatsächlich ist diese Story nicht ganz so haarsträubend, aber auch nicht ganz so brutal, wie es die dänische Komödie zur Zeit verlangt. Dafür gelingt es hier, den Charakteren und insbesondere der schwierigen Beziehung zwischen Vater und Sohn Tiefe und Wärme zu verleihen. Zwar fühlt man sich im Verlauf des Films angesichts der - mit zum Teil mit attraktiven Newcomern besetzten - Nebenfiguren und konventionellen Inszenierung stark an die Abenteuer der legendären Olsen-Bande erinnert und legt das Drehbuch im letzten Akt leichte Nachlässigkeiten an den Tag. Doch ist die Entwicklung zu einer berührenden Familien- und Liebesgeschichte am Ende absolut überzeugend und bewegend. Und das hat man im dänischen Kino zuletzt ein wenig vermisst. deg.

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