Filmhandlung und Hintergrund

Bissige Thrillerkomödie aus Nordirland, die satirisch eine Republik Nordirland entstehen läßt.

Margarets letzte Worte zu Dan Starkey waren: „Vorsicht…Jack“. Und nun ist Dans Leben, das ohnehin schon ziemlich unstet war, völlig aus der Bahn geraten, denn er findet seine neue Geliebte brutal ermordet im Bett. Mit Hilfe des Journalisten Charles Parker macht sich Starky auf die Suche nach den Mördern. Vom romantischen Seitensprung bleibt ein Vexierspiel aus Liebe, Verrat und Mord.

Dan Starkey, Kolumnist einer Belfaster Zeitung, ist wegen seiner messerscharfen und zynischen Kommentare zu Politik und Gesellschaft gefürchtet. Da gerät eines Tages sein ohnehin unstetes Leben außer Kontrolle, als er seine Geliebte Margaret brutal ermordet im Bett vorfindet. Mit Hilfe des amerikanischen Journalisten Charles Parker macht sich Starkey auf die Suche nach Margrets Mörder. Was als romantischer Seitensprung begann, entpuppt sich schnell als Vexierspiel aus Liebe, Verrat und Verbrechen…

Bissige Thrillerkomödie aus Nordirland, die satirisch eine Republik Nordirland entstehen läßt.

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Kritikerrezensionen

  • Starkey: Bissige Thrillerkomödie aus Nordirland, die satirisch eine Republik Nordirland entstehen läßt.

    Nicht nur aus England, vor allem auch aus Irland kommen in jüngster Zeit spannende Filme von ungewohnter Frische und Originalität. Der junge Regisseur David Caffrey läßt in seinem ersten Kinofilm „Starkey“ an aberwitzigen Einfällen, abenteuerlicher Thriller-Action, emotionaler Liebesleidenschaft und tiefschwarzem Humor kaum etwas zu wünschen übrig. Ein pfiffiges Arthouse-Publikum dürfte seine helle Freude haben an dieser witzigen und völlig respektlosen comédie humaine aus Belfast.

    Diesmal kein IRA-Terror, kein blutiger Krieg, keine Politdemonstrationen: Caffrey erzählt nach dem Erfolgsroman „Divorcing Jack“ des nordirischen Autors Colin Bateman (deutsch: „Eine Nonne war sie nicht“, Bastei Lübbe) vom Belfaster Alltag in allernächster Zukunft, 1999. Natürlich ist dies ein besonderer Alltag der geballten Action, glücklicher und unglücklicher Zufälle sowie einer insgesamt ziemlich schrägen Lebenslage. Dan Starkey (David Thewlis) ist Journalist und als scharfzüngiger Kolumnist einer Belfaster Tageszeitung berühmt berüchtigt. Außerdem ist er leidenschaftlicher Trinker, was ihn in so manche groteske Situation stolpern läßt. Weil sein Chefredakteur mit einem spöttischen Text angesichts der unmittelbar bevorstehenden ersten Wahlen in einem unabhängigen Nordirland nicht einverstanden ist und ihn entsprechend rügt, sucht Starkey Zuflucht im nächsten Pub. Auf dem Heimweg lernt er im Park die hübsche Studentin Margaret (Laura Fraser) kennen und verliebt sich in sie.

    Was wie eine romantische Affäre beginnt, entwickelt sich Schlag auf Schlag zu einer schillernden, frechen Moritat vom Leben und Leben lassen, Liebe, Gangstertum und Tod, gewürzt mit einer guten Prise verrückten Witzes und erfrischender political incorrectness. So ganz ohne Politik, wenn auch nur als Hintergrundmotor für den Suspense, geht es natürlich doch nicht. Schließlich ist die Story nie so völlig entfernt von der irischen Realität, auch wenn sie sanft auf 1999 vordatiert ist.

    Starkey will nur noch ein schnelles Abendessen in einer leidenschaftlichen Liebesnacht besorgen – und findet bei seiner Rückkehr die Geliebte Margaret ermordet in ihrem Bett. Was sie ihm sterbend zuflüstert, wird zum – wenn auch zunächst mißverstandenen – mysteriösen Schlüsselwort für die sich mehr und mehr kriminell aufladende Handlung. Starkeys Frau Patricia (Laine Megaw), die ihn wegen Margaret verlassen hatte, wird entführt. Starkey gerät in lebensgefährliche Situationen, aus denen ihn eines Nachts beherzt eine Nonne rettet. Sie entpuppt sich als pragmatisch pfiffige Krankenschwester Lee (Rachel Griffiths), die sich ein nächtliches Zubrot als „singendes Telegramm“ im geistlichen Kostüm verdient. Und der schwarze US-Journalist (Richard Gant) hilft neben der Wahlberichterstattung Starkey bei der Gangstersuche – den kollegialen Einsatz muß er traurigerweise mit dem Leben bezahlen. Als am Ende die Wahlergebnisse bekanntgegeben werden, haben zwei Detonationen in einem stillen Tal die Luft, zwei Autos und deren Insassen zerrissen. Das unabhängige Irland will offenbar auch 1999 nicht problemlos in die Gänge kommen.

    David Caffrey erzählt diese wilde Geschichte mit einem grandios spiel- und trinkfreudigen David Thewlis und einem vitalen Gespür für die Dinge des Lebens, die irisch vielleicht ein bißchen anderes aussehen mögen, aber im Grunde doch universal sind: rette sich, wer kann! Darauf ein gutes Guinness! fh.

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