Filmhandlung und Hintergrund

Neue Sat.1-Krimireihe mit bewährtem Produktionsteam: Der Bulle von Tölz bekommt Konkurrenz aus Murnau...

Im tiefgekühlten Transporter eines embryologischen Instituts liegt der eisige leblose Körper des Murnauer Bürgermeisters. Auf seinem Arm finden sich Eizellen, die er selbst befruchtet hat. Zum Täterkreis zählt neben Ex-Frau und Witwe auch der einzige Sohn des Toten, denn der hätte ein festgesetztes Erbe mit eventuellen Geschwistern teilen müssen. Während Brenner endlich geschieden ist, hat sich der Flirt zwischen der Kommissarin und dem Staatsanwalt zur Beziehung entwickelt.

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    Kritikerrezensionen

    • Stadt, Land, Mord!: Auf Eis gelegt: Neue Sat.1-Krimireihe mit bewährtem Produktionsteam: Der Bulle von Tölz bekommt Konkurrenz aus Murnau...

      Im zweiten Fall des gemischten Doppels aus Murnau ist alles anders. Die Handlung trägt sich im Sommer zu und nicht mehr im Winter, es gibt kein Gastspiel des Kollegen Berghammer aus dem nahen Bad Tölz mehr, und der bayerische Dialekt der beiden Hauptfiguren klingt schon viel überzeugender.

      Vor allem dürfte die Reihe mit diesem Film bei sich selbst angekommen sein: War der Auftakt dank des Mitwirkens von Ottfried Fischer und Ruth Drexel noch fast eine Krimikomödie, so kann man diesmal allenfalls von einem Krimimelodram sprechen, weil die gescheitete Ehe zwischen Hauptkommissar Brenner (Siegfried Terpoorten) und seiner Gattin Anette (Ursula Buschhorn) viel mehr Raum einnimmt.

      Das gilt erst recht für den Fall, der noch undurchschaubarer ist als der erste: In dem tiefgekühlten Transporter eines embryologischen Instituts liegt der eisige leblose Körper des Murnauer Bürgermeisters. Auf seinem Arm finden sich befruchtete Eizellen, womit die Geschichte ihr kompliziertes Thema gefunden hat. Für einen Film, dessen Sendeplatzpublikum harmlos-heitere Heimatkrimis gewohnt ist, stellt Autorin Dinah Marte Golch ganz schöne Ansprüche; unter anderem wird die ethische Dimension der Stammzellenforschung diskutiert. Alles allerdings im Dienst der Geschichte: Bei den Eizellen handelt es sich gewissermaßen um die ungeborenen Kinder des Bürgermeisters, die Eier stammen von seiner ersten Frau. Seine zweite war mal erklärte Gegnerin von Kindern aus dem Reagenzglas, wäre aber bereit, ein fremdes Ei auszutragen. Geschwister allerdings sind das letzte, was der 17-jährige Sohn des Bürgermeisters brauchen kann, denn dann müsste er die eine Million Euro, die er mit Erreichen der Volljährigkeit erbt, teilen.

      Schon die Geschichte ist also nicht schlecht. Entscheidender gegenüber dem ersten Film aber ist das Ausmaß, in dem die Hauptfiguren profitiert haben. Als stellvertretende Bürgermeisterin macht Brenners Ex-Frau nun einen Karrieresprung, weshalb die beiden noch öfter miteinander zu tun bekommen. Aus dem Flirt zwischen Kollegin Lerchinger und dem Staatsanwalt (Harry Blank) ist eine insgeheime Beziehung geworden, so dass Lilian Klebow deutlich mehr Szenen spielen kann als zum Auftakt. Bloß Terpoorten hat unter der Regie von Dennis Gansel schlechtere Karten bekommen, denn Brenner findet zwischen Fall und Ex-Ehe keine ruhige Minute mehr und droht, sich zum Grantler zu entwickeln. tpg.

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