Spuren des Bösen: Liebe

  1. Ø 0
   2015
Spuren des Bösen: Liebe Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Spuren des Bösen: Liebe: Fünfter Fall für Heino Ferch als Polizeipsychologe Richard Brock.

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Kritikerrezensionen

  • In seinem fünften Fall ermittelt Heino Ferch als Psychologe Richard Brock in einer Kommune namens „Eden“, in der er alles andere als paradiesisch zugeht.

    Prochaska, Ambrosch, Ferch… wieder ist auf die drei Herren absoluter Verlass. Zum fünften Mal kooperieren sie bei der ORF/ZDF-Krimireihe „Spuren des Bösen“, erneut ist ihnen ein gleichermaßen ungewöhnlicher wie spannender Kriminalfilm geglückt, der sich diesmal mit den Formen der „Liebe“ beschäftigt. Ein Mord setzt die Dinge in Gang, Psychologe Dr. Brock (Heino Ferch) wird zu einem Tatort gerufen. Von Schulfreund Klaus Willer (Hary Prinz), der sich mit der Leiche seiner schwangeren Ex-Freundin in einem Haus verschanzt hat und schwört, die Tat nicht begangen zu haben.

    Mag der Beginn der Episode noch genretypischen Mustern entsprechen, ist es mit der Vorhersehbarkeit im Skript des Grimme-Preisträgers Martin Ambrosch („Tatort: Angezählt“) bald vorbei. Nicht (nur) einen konkreten Fall gilt es zu klären, bald tun sich neue Abgründe auf, die zu einem weiteren, in der Vergangenheit geschehenen Verbrechen führen. Der Schlüssel liegt bei einer Kommune namens „Eden“, Millionenerbe Konstantin Steinmann (Christoph Luser) unterstützt sie finanziell, Michael Auer (Maximilian Brückner), charismatischer Kopf der Gemeinschaft, will den krank machenden „Neokapitalismus“ durch Teilen und Heilen aus der Welt schaffen.

    Eine (schöne) Utopie, die sich darin manifestiert, dass Brock beim ersten Besuch der Sekte durch eine in gleißend weißes Licht getauchte Tür schreitet, die in einen idyllischen Hinterhof führt, der das Böse der Welt auszusperren scheint. Ein Trugschluss freilich, denn die Menschen hier sind eher Charles Manson als Mahatma Gandhi verpflichtet. In sich ruht nur der empathische Brock – und der hat seine eigene Bürde zu tragen. Die Geliebte, die er zufällig trifft, fehlt ihm, Haushälterin Anni (Gerda Drabek) hält ihn ob seines Computerverlaufs für „sexsüchtig“ und das Verhältnis zur Tochter (Sabrina Reiter) – „Danke, dass du mich aushältst!“ – ist weiterhin problematisch.

    Auf existenzialistischen Realismus setzt Ausnahmeregisseur Andreas Prochaska („Das finstere Tal„), Action bleibt weitestgehend außen vor, das Tempo ist beinahe Wienerisch gemütlich. Der Zuschauer befindet sich stets auf demselben Wissensstand wie Brock, den Ferch brillant, gewohnt zurückhaltend und minimalistisch, zum Leben erweckt. Der Subtext ist spannender als der eigentliche Plot, man muss hinter die Dinge blicken, die fein ausgearbeitete Farb- und Lichtdramaturgie deuten, sich in David Slamas sorgsam kadrierte, gerne „abgeschnittene“ und unruhige Bilder fallen und mit ihnen treiben lassen – wozu der fast esoterischen Score von Matthias Weber geradezu einlädt. geh.

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