Filmhandlung und Hintergrund

Reminiszenz an den 2004 verstorbenen Schauspieler Achim Grubel: Sperling will den Mörder seines Kollegen Wachutka finden...

Sperlings Mitarbeiter Wachutka ist ermordet worden. Bei den Ermittlungen dämmert dem Team, dass man den Einzelgänger falsch eingeschätzt hat: Er war Stammgast im Puff und hat eine der jungen Zwangsprostituierten in seiner Laube versteckt. Doch das Ermittlungsverfahren wird abrupt gestoppt: Der Kollege von der Sondereinheit Mädchenhandel sieht die Arbeit von zwei Jahren bedroht. Natürlich lässt Sperling nicht locker und kommt einer ganz üblen Geschichte auf die Spur.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sperling und der Fall Wachutka: Reminiszenz an den 2004 verstorbenen Schauspieler Achim Grubel: Sperling will den Mörder seines Kollegen Wachutka finden...

    Sein Kinoknüller „Knockin‘ on Heven’s Door“ war ein Versprechen, das Thomas Jahn nie so recht eingelöst hat. Es folgten Filme, die eher interessant gescheitert als richtig gut waren („Kai Rabe gegen die Vatikankiller“, „Auf Herz und Nieren“). Mit seinem zweiten Beitrag zur „Sperling“-Reihe aber beschämt Jahn alle Zweifler: Der Film sprengt beinahe die Bildschirmdimensionen und hat dank einer grandiosen Bildgestaltung vor allem optisch Kinoqualität. Das verdankt die Produktion nicht zuletzt einem technischen Trick: Kameramann Matthias Papenmeier hat auf Video gedreht, sein Arbeitsgerät aber dank eines Adapters auf 35 Millimeter aufgeblasen, wodurch die Aufnahmen eine viel größere Tiefe bekommen als herkömmliche, in der Regel auf 16 Millimeter gedrehte Fernsehfilme.

    Natürlich bliebe die tolle Optik letztlich bloß Schnickschnack, wenn nicht auch die Geschichte stimmte - und das tut sie. Sogar mehr als das: Der Film ist ein Denkmal für das vor zwei Jahren verstorbene Ensemblemitglied Achim Grubel. Der kantige Schauspieler, erstmals richtig bekannt geworden durch seine Titelrolle als „Erdnussmann“ (1992), wirkte mit seiner authentischen Art stets ein bisschen wie ein Laiendarsteller. Als vierschrötiger Wachutka gehörte er von Anfang an, also seit 1995, zum Sperling-Team. Jahns Geschichte beginnt mit Wachutkas Ermordung. Bei den Ermittlungen dämmert Sperling (Dieter Pfaff) und seinen Mitarbeitern (Carin C. Tietze, Philipp Moog, Anna Böttcher), dass sie den Einzelgänger stets falsch eingeschätzt haben: Er war Stammgast im Puff und hat eine der jungen Zwangsprostituierten sogar befreit. Sie ist selbstredend wichtige Zeugin in dem Ermittlungsverfahren, das allerdings abrupt gestoppt wird: Ein Kollege von der Sondereinheit Mädchenhandel (Steffen Wink) sieht die Arbeit von zwei Jahren bedroht, wenn Sperling ihm weiter ins Handwerk pfuscht. Der aber lässt sich selbstredend nicht beirren und kommt einer ganz üblen Geschichte auf die Spur.

    Neben Buch, Regie und Schnitt ist Jahn auch für die Musik verantwortlich, der dieser Krimi eine Menge von seinem Tempo verdankt. Doch es ist vor allem Papenmeiers Kameraarbeit mit ihren großzügigen Kranfahrten, die diesen „Sperling“ aus dem Fernsehalltag heraushebt. Die kunstvoll bearbeiteten Schwarzweißrückblenden, die Berliner Zeitrafferimpressionen als Szenentrenner und Pfaffs enorme Präsenz machen „Sperling und der Fall Wachutka“ zu richtig großem Kino. tpg.

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