Space Dogs 3D

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   2010
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Filmhandlung und Hintergrund

Space Dogs 3D: Russische Version von "Susi und Strolch": Zwei Hunde auf dem Weg ins Weltall.

Im Russland der späten 1950er feiert die Hündin Belka Erfolge als lebende Kanonenkugel im Zirkus. Eines Tages aber segelt Belka übers Ziel hinaus und landet statt im Fangnetz auf Moskaus Straßen, wo sie ins Netz eines Hundefängers gerät. Der schafft Belka mit anderen Leidensgenossen geradewegs auf den russischen Weltraumbahnhof Baikonur, wo justament wieder Hunde zu Astronauten ausgebildet werden. Schon mancher Kläffer ist von solchen Reisen nicht zurück gekehrt. Belka aber kommt voll auf ihre Stunthund-Kosten.

Eben noch feiert Belka Erfolge im Zirkuszelt, da sitzt sie auch schon im Trainingslager für Astronautenhunde. Kurzweiliger und actiongeladener russischer Animationsfilm im Stile von Hollywoods erfolgreichen Vorbildern.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Im Laufe der Jahre inspirierte das Schicksal der Hündin Laika, die 1958 als erstes Lebewesen in den Weltraum geschossen wurde, schon zahlreiche Comiczeichner – vom textlosen Band „Space Dog“ des Illustrators Hendrik Dorgathen über „Kosmonaut Laika“, das grafische Magazin des Münchner Duos Laska Comix, bis zu Nick Abadzis’ aktueller, halbdokumentarischer Veröffentlichung im Atrium Verlag. Nun setzt eine russische 3D-Großproduktion den Vierbeinern Belka und Strelka ein Denkmal, die innerhalb des Sputnik-Projekts erstmals wieder lebendig aus dem Orbit zurück kehrten. Deshalb darf bei den Dialogen manche patriotische Phrase nicht fehlen nach dem Prinzip „Was Dich nicht umbringt, macht Dich noch härter“. Schließlich durchlebten und –litten die idealistischen Tiere alle Strapazen ihrer Mission zum Wohle des sowjetischen Volkes.

    Auch einiges Archivmaterial kommt im Nachspann zum Einsatz, der an die Vorbereitungs- und Erfolgsphase der russischen Raumfahrt erinnert. In Gang gesetzt wird die Handlung durch die Erzählung von Belkas Welpe Pushak, die als Geschenk von Chruschtschow an Präsident Kennedy den Tieren im Weißen Haus die aufregende Biografie ihrer Mutter überliefert. Im Grunde trägt die Rahmenhandlung aber wenig zur Geschichte bei, wie einige Nebenfiguren im Verlauf aus dem Geschehen wieder verschwinden. Dass zahlreiche Figuren an Disney-Charaktere erinnern, wie der Zirkusbär an Balu, lässt sich verschmerzen, da das Maus-Studio im Animationsbereich immer noch Vorreiterstatus besitzt. Wenn neben mexikanischen Flöhen als unfreiwillige Mitreisende noch Ratte Leni/Lenny stets mit von der Partie ist, liegt es daran, dass er als dauerplappernder Sidekick für Gags sorgen soll, aber mit seinem pausenlosen Gequassel eher nervt.

    Schwerer wiegt die unzulängliche Animation der angeblichen 35-Millionen-Dollar-Produktion, die keineswegs internationalen Standards genügt. Zwar wurde die Dramaturgie durchaus auf den 3D-Effekt ausgerichtet. Auch die Figurengrafik erscheint einigermaßen passabel, doch Gegenstände und Hintergründe wirken wie aus einer CGI-Vorstufe entnommen, was längst von vielen Videogames getoppt wird. Inhaltlich entwickelt die streckenweise rasante Hundeodyssee durchaus Tempo und Witz. So überlegt etwa Lenny bei einer riskanten Gelegenheit, in die Politik zu wechseln, doch dort gäbe es andererseits schon genügend Ratten. Viele Filmzitate und Anspielungen, wie etwa ein Ausschnitt aus dem Abenteuerklassiker „Weiße Sonne der Wüste“, erkennen jedoch nur erwachsene Zuschauer.

    Die deutsche Fassung basiert auf der US-Version, weshalb zahlreiche englischsprachige Popsongs zum Einsatz kommen. Allerdings fehlt innerhalb der passablen Synchronisation der Gag mit der militärischen Psychiaterkatze, der man in der Vorlage einen österreichischen Akzent verpasste. Einige originelle Ideen reichen somit nicht aus, um das 3D-Projekt von Syvatoslas Ushakov und Inna Evlannikova über den Durchschnitt zu hieven. Dass man „Space Dogs“ gegen das 3D-Release von “König der Löwen” startete, eines der offensichtlichen Vorbilder, erweist sich zudem als schlechte Planung.

    Fazit: Schwach animierte Hommage an die ersten Weltraumhunde, die nur streckenweise mit originellen Ideen aufwarten kann.
  • Russische Trickfilmer, in der Vergangenheit ohnehin Avantgarde, beantworten die Kanonade mit Tiertrickfilmen aus Hollywood mit einer eigenen Kreation und greifen dabei auch gleich auf den eigenen historischen Fundus zurück. Tatsächlich waren die Hunde Belka und Strelka einst die ersten Lebewesen der Welt, die lebendig von einem Trip ins All zurück kehrten. Handwerklich und in punkto Verfolgungsjagdaction steht die Pioniertat Sachen wie „Madagascar“ nicht nach.

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