Sonatine

   Kinostart: 21.05.1998

Sonatine: In seinem dritten abendfüllenden Spielfilm und vorläufigen Meisterwerk taucht Nippons Überflieger „Beat“ Takeshi Kitano tief ins Yakuza-Gemüt und hält für „Good Guys“ nicht mal mehr Statistenrollen bereit. Ergebnis ist ein strahlend schöner, meditativer Trip in eine fremde Welt, die Rarität eines fernöstlichen Genrefilms, der nicht nur höchsten künstlerischen Ansprüchen genügt, sondern auch den direkten Zugang...

Filmhandlung und Hintergrund

In seinem dritten abendfüllenden Spielfilm und vorläufigen Meisterwerk taucht Nippons Überflieger „Beat“ Takeshi Kitano tief ins Yakuza-Gemüt und hält für „Good Guys“ nicht mal mehr Statistenrollen bereit. Ergebnis ist ein strahlend schöner, meditativer Trip in eine fremde Welt, die Rarität eines fernöstlichen Genrefilms, der nicht nur höchsten künstlerischen Ansprüchen genügt, sondern auch den direkten Zugang...

Murakawa wird zu seinem Boss bestellt. Er bekommt den Auftrag in Okinawa für Recht und Ordnung zu sorgen, denn in der US-Army-Stadt kämpfen zwei verfeindete Familien gegeneinander. Gemeinsam mit einer Truppe unerfahrener Grünschnäbel bricht er auf, um diesen unvermeidbaren Auftrag zu erfüllen.

Unterwelt-Bigshot Murakawa soll im Auftrag seines Bosses im fernen Okinawa geschäftliche Unstimmigkeiten klären. Dort liegen zwei verfeindete Familien im Streit, eine Partei davon pflegt beste Kontakte zur Yakuza-Familie in Tokio und bittet um Hilfe durch die Mutterorganisation. Scheinbar. Begleitet von einer Truppe unmotivierter Anfänger reist Murakawa nach Okinawa und gerät unversehens zwischen die Fronten intriganter Unterweltclans. Ein blutiges und offensichtlich auswegloses Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Der Yakuza Murakawa soll mit einer Truppe von Grünschnäbeln in Okinawa für Recht und Ordnung sorgen, wo sich zwei verfeindete Familien bekriegen. Dritter abendfüllender Spielfilm von „Beat“ Takeshi Kitano: ein strahlend schöner, meditativer Trip in eine fremde, knallharte Welt ohne „Good Guys“.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In seinem dritten abendfüllenden Spielfilm und vorläufigen Meisterwerk taucht Nippons Überflieger „Beat“ Takeshi Kitano tief ins Yakuza-Gemüt und hält für „Good Guys“ nicht mal mehr Statistenrollen bereit. Ergebnis ist ein strahlend schöner, meditativer Trip in eine fremde Welt, die Rarität eines fernöstlichen Genrefilms, der nicht nur höchsten künstlerischen Ansprüchen genügt, sondern auch den direkten Zugang zur Wessi-Seele findet.

    Zuerst sieht alles nach einem ganz normalen Auftrag aus. Yakuza-Unterboß Murakawa (Takeshi) wird zum Paten beordert, um in dessen Auftrag eine Unstimmigkeit im fernen Okinawa zu bereinigen. Dort, in der US-Army-Stadt, wo amerikanische Waffen und Drogen im Überfluß zu finden sind, liegen zwei verfeindete Familien im Streit, von denen die eine nicht nur beste freundschaftliche Beziehungen zu Tokio unterhält, sondern auch umgehend um tatkräftige Hilfe bittet. Zumindest behauptet man das in Tokio. Begleitet von einer Truppe spärlich motivierter Grünschnäbel macht sich Murakawa auf den Weg nach Okinawa, geradewegs in ein Abenteuer, von dem es, wie er genau weiß, kein Zurück mehr gibt.

    Wie meistens bei Takeshi ist die Story zweitrangig, wenngleich die Geschichte vom unbequemen Gangster im Zielfernrohr intriganter Kollegen kaum virtuoser und wendungsreicher entwickelt sein könnte. Die Konzentration auf Handlungsdetails bedingt allerdings ein gewisses Einfühlungsvermögen in die Befindlichkeiten japanischen Gangstertums in all seiner Ehr- und Traditionstümelei, was wohl nicht nur uns Ortsunkundige, sondern selbst den einen oder anderen japanischen Normalbürger sachte überfordern dürfte. Besser ist es, sich voll und ganz einer rauschhaft schönen Inszenierung hinzugeben, die in diesem Jahrzehnt (und wohl nicht nur dort) ihr cineastisches Beispiel sucht. Die gute Tradition japanischer Filmemacher - jede Einstellung ein Gemälde - harmoniert in voller Pracht mit lakonischem Witz und einem inszenatorischen Einfallsreichtum, von dem sich Quentin Tarantino (der „Sonatine“ in Amerikas Kinos brachte und Takeshi schon seit zehn Jahren zuschaut) möglicherweise mehr Anregungen holte als aus dreißig Jahren modernem Hollywoodkino. Sehen und staunen. ab.

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