Snakes on a Plane

   Kinostart: 07.09.2006

Filmhandlung und Hintergrund

Wahnwitziger Horrorthriller über eine Unzahl von Schlangen, die an Bord eines Passagierflugzeugs Jagd auf Menschen machen.

FBI-Agent Nelville Flynn (Samuel L. Jackson) glaubt an einen Routineauftrag, als er mit einem wichtigen Zeugen auf Hawaii in eine Linienmaschine steigt, um den Herren zur Anhörung im Rahmen eines Mafiaprozesses nach Los Angeles zu überführen. Leider ging auch ein unbekannter Killer mit an Bord, und der setzt nun, knapp 10.000 Meter über dem Meeresspiegel, zur geringen Begeisterung von Cop, Crew und Passagieren ein paar hundert tödliche Giftschlangen im Flieger frei.

Tierhorror-Popcorn von Kennern für Trashkino-Genießer. Und klar geht so etwas, Schlangen sind ja keine Nagelfeilen oder Spraydosen.

FBI-Agent Nelville Flynn befindet sich an Bord eines Passagierflugzeugs, um einen Kronzeugen in einem Prozess sich von Hawaii nach Los Angeles zu überführen. Mit ihnen Bord befindet sich unter anderem auch ein Killer, der den Zeugen ausschalten will, indem er hunderte von tödlichen Schlangen freilässt. Flynn muss sich mit dem unerfahrenen Piloten, der eingeschüchterten Crew und einer Gruppe von Passagieren zusammentun, um ums Überleben zu kämpfen.

Während einer Fahrradtour wird Hawaii-Tourist Sean Jones zufällig Zeuge eines Mordes. FBI-Agent Neville Flynn bekommt die undankbare Aufgabe, Sean sicher per Flugzeug nach Los Angeles zu überführen, damit der dort seine Aussage zu Protokoll geben kann. Doch Gangsterboss Eddie Kim hat etwas Besonderes ausgeheckt, um den unliebsamen Mitwisser los zu werden: Von sämtlichen Kontrollsystemen am Flughafen unentdeckt geblieben, befinden sich zahlreiche Schlangen an Bord, hochgiftig und durch Lockstoffe aufgestachelt.

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Kritiken und Bewertungen

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2 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

    1. Angeblich hat sich Samuel L. Jackson allein aufgrund des Titels zur Mitwirkung bei „Snakes on a Plane“ entschlossen. Ob er sich im Nachhinein vielleicht gewünscht hat, dass er doch zuerst das Drehbuch gelesen hätte, ist nicht bekannt. Eines steht hingegen fest: An „Snakes on a Plane“ ist das Beste der Titel. Neben blassen Darstellern und altbekannten Gags scheint sich kein Spannungsbogen aufzubauen. Zu oft schon haben wir in schlechten Filmen das Computer-Kid angetroffen, das an der Playstation gelernt hat, eine Boeing zu fliegen. Genauso geht es uns mit coolen Agenten oder einem Paris Hilton-Verschnitt. Indem „Snakes on a Plane“ alles schon mal Dagewesene feiert, verliert der Film Originalität und lässt selbst schwache Vorgänger wie „Airplane!“ fast schon wie einen Geniestreich erscheinen.

      Dennoch kann „Snakes on a Plane“ amüsieren – wenn auch unfreiwillig. Den Höhepunkt dessen bietet vielleicht Jacksons Charakter. Nachdem also das halbe Flugzeug gestorben ist und er seinen langjährigen Kollegen verloren hat, fällt ihm nichts anderes ein, als eine adrette Stewardess freundlich lächelnd zum Kaffee einzuladen? Der Charme des Films liegt sicher nicht im Gesamten, sondern in kleinen Details.

      Durch den subjektiven Blick der Schlangen erhalten wir zu der Action an Bord noch eine weitere, spannende Perspektive, die das wahllose Gemetzel ein bisschen strukturiert. Allerdings hätte es dem Film gut getan, noch etwas weiter ins Skurrile abzudriften. Allein das absurde Szenario verlangt nach einer viel klamaukhafteren Schlacht an Bord als nach einem eher düsteren und verbissenen Kampf in der Luft. So steht „Snakes on a Plane“ zwischen den Fronten und will einerseits amüsieren, andererseits auch ernst genommen werden. Offenbar kann die Regie hier nur wenig über sich selbst lachen und Potenzial für Ironie bleibt ungenutzt. Dies beginnt bereits mit der Eröffnung, in der fast eine halbe Stunde lang flache und eindimensionale Figuren eingeführt werden, die uns ohnehin schon in anderen Filmen genervt haben.

      Natürlich scheitert dann auch noch die deutsche Übersetzung des Films kläglich. Vergleiche zwischen thailändischen Prostituierten und Flugzeugen wirken, auf englisch cool dahergesagt, im Deutschen dann doch etwas gestelzt und auch für Zitate wie Jacksons „I have had it with these motherfucking snakes on this motherfucking plane!“ lassen sich nur schwerlich in ihrer Essenz übertragen. Was bleibt sind eben Schlangen auf einem Flugzeug. Wer sich damit 1 ½ Stunden lang beschäftigen möchte, findet im Kino einen gelungenen Zeitvertreib, denn als eigentliche Hauptattraktion sind die farbenfrohen Viecher allemal ein Hingucker. Und der Verleih selbst muss in seinen Informationen zum Film feststellen, „dass die erstaunlichsten Leistungen [des Films] die Schlangentrainer geliefert haben.“

      Fazit: „Snakes on a Plane“ ist leider nicht einmal halb so bissig, wie die titelgebenden Schlangen an Bord.
    2. Snakes on a Plane: Wahnwitziger Horrorthriller über eine Unzahl von Schlangen, die an Bord eines Passagierflugzeugs Jagd auf Menschen machen.

      Das meist gehypte B-Movie des Jahres, dessen größter Geniestreich sein mehr als hinlänglich aufschlussreicher Titel ist, schlängelte in Relation zum monatelangen Medienbuzz etwas schwächlich an die Spitze der US-Charts.

      Angst vorm Fliegen und vor Schlangen - zwei der größten Phobien der Menschheit. Mit ein Grund wohl, weshalb sich eifrige Internet-Fanboys bereits vor gut einem Jahr in den genialen Filmtitel verbissen und ein regelrechtes kulturelles Phänomen schufen. All das kostenlose Marketing bewegte New Line, das ursprüngliche Budget von 35 Mio. Dollar zu erhöhen, um fünf Tage Nachdrehs zu finanzieren, die das ursprünglich brave PG13-Rating des Creature-Feature zum R-Rating hochschraubten. Zusätzliche Coolness wurde durch die Besetzung von Mr. „Pulp Fiction“ Samuel L. Jackson garantiert, der einen genussvoll Flüche zischenden Schlangenbeschwörer, genauer gesagt: den nicht aus der Ruhe zu bringenden FBI-Agenten Neville Flynn mimt. Er hat die Aufgabe, den Surfer Sean Jones (Nathan Phillips) von Honolulu nach Los Angeles zu begleiten, wo der als Kronzeuge gegen den brutalen Mafiaboss Eddie Kim aussagen soll. Um dies zu verhindern, lässt Kim über 500 giftige Schlangen aus aller Welt an Bord schmuggeln. Bevor sie jedoch durch eine mechanische Vorrichtung aus dem Laderaum in die Flugkabine losgelassen werden, führt „Final Destination 2“-Regisseur Dave Ellis skizzenhaft die verschiedenen potentiellen Opfer ein. Da wären die Flugcrew, allen voran Julianna Margulies (die bereits an Bord von „Ghost Ship“ kräftig austeilte) als patente Stewardess und die bunt gemischten Passagiere, die von der Mutter mit weinendem Baby über einen arroganten Rapper hin zu einer Societymieze mit Schoßhündchen und einem gereizten Geschäftsmann reichen. Nicht fehlen dürfen bei diesem Sammelsurium von Stereotpyen ein lüsternes junges Paar, die beim Mile-High-Sex mit biblischem Unterton als erste in den sauren Apfel beißen müssen. In dieser Szene finden sich zwei Punkte, die sich mehrfach wiederholen: Einstellungen der giftig-grünen und verwackelt-verschwommenen Vision aus der Schlangenperspektive und die Vorliebe der Kriechtiere, sich in Geschlechts- und andere Weichteile zu verbeißen. So hat das sadistische Schuppengetier zudem Appetit auf Augäpfel, Zungen, Pobacken und im Fall eines Riesenpython auch auf den ganzen Körper. Nach der ersten Attackewelle wimmelt die Kabine von wimmernden Bissopfern und etlichen Toten, zu denen unglücklicherweise auch der Flugkapitän zählt. Daher gilt es neben dem Gegenangriff auf die Schlangenbrut, bei dem abgebrochene Flaschen, Feuer und Fallbeil zum Einsatz kommen, das Flugzeug in der Luft zu halten und sicher zur Landung zu bringen.

      Die sich zwangsläufig wiederholenden Schockeffekte stumpfen schnell ab, nicht zuletzt weil die Computereffekte gezielt durchschnittlich ausfallen. Insgesamt ist augenzwinkernde Selbstparodie selbstverständlich Programm, gleichzeitig wirkt dieses Schlangensch(l)ockfest allerdings allzu kalkuliert, ohne sich um Spontaneität oder Originalität zu bemühen. Ansonsten hätte die Humorkomponente sicherlich noch um einiges ergiebiger ausfallen können, dem absehbaren Kultstatus des Horroractioners tut dies dennoch keinen Abbruch. Man darf sich auf „Snakes on a Train“ gefasst machen - vielleicht mit Spinnen an Bord. ara.

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