Filmhandlung und Hintergrund

Außergewöhnliches Porträt zweier Frauen, die in der Dubliner Künstlerszene beheimatet sind.

Jean und Kate sind die besten Freundinnen. In Dublin schlagen sie sich als Straßenkomödiantinnen durch und haben jede Menge Spaß. Als der Musiker Martin um Jeans Hand anhält und ihre Mutter hektisch die Hochzeit vorbereitet, gerät Jean in Panik. Sie sagt die Trauung ab, wirft sich in die Arme eines Fernsehproduzenten und verkracht sich mit Kate.

Außergewöhnliches Porträt zweier Frauen, die in der Dubliner Künstlerszene beheimatet sind.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Snakes and Ladders: Außergewöhnliches Porträt zweier Frauen, die in der Dubliner Künstlerszene beheimatet sind.

    Ein gutes Drehbuch lebt von interessanten Charakteren, und selbige gibt es in „Snakes and Ladders“, einer irisch-deutsch-englischen Coproduktion, reichlich. Da spielt es nur noch eine untergeordnete Rolle, daß Trish McAdams Geschichte einer ungewöhnlichen Frauenfreundschaft ohne echte dramatische Höhepunkte erzählt ist. Gelingt es der deutschen Synchronisation, den kauzigen Ton des Originals zu bewahren, wird dieser unauffällige, aber sympathische Film seine Zuschauer finden.

    „Snakes and Ladders“ ist das Spielfilmdebüt der Dubliner Filmemacherin Trish McAdam, die nach einer Idee ihrer Hauptdarstellerin Gina Moxley auch das Drehbuch schrieb. Im Mittelpunkt ihres liebenswerten Erstlings steht die Beziehung zwischen der temperamentvollen, etwas chaotischen Jean (Pom Boyd, eine irische Ausgabe von Jean Simmons, liefert ein beachtliches Filmdebüt ab) und ihrer besten, weitaus besonneneren Freundin Kate (Gina Moxley). Die beiden grundverschiedenen Frauen schlagen sich als komödiantisches Duo auf Straßen und in Kneipen durchs Leben, teilen sich eine Wohnung in Dublin und, wie es das Schicksal so will, auch einen Mann. Musiker Marty (Ire aus dem Bilderbuch: Sean Hughes), ist der glückliche Unglückliche, der Jean unbedingt heiraten will, von der Bindungsscheuen aber kurz vor der Trauung in die Wüste geschickt wird, um dann von Kate in einer Nacht des Leichtsinns getröstet zu werden. Diese Zeit der Gefühlsverirrungen der beiden Frauen schildert McAdam in einem unbeschwert leichten, von humorvollen, wirklichkeitsnah einfach gehaltenen Dialogen getragenen Ton. Bis in kleinere Rollen hinein ist ihr vom deutschen Kameramann Dietrich Lohmann mit sparsam realistischem Licht fotografierter Film mit unkonventionellen Figuren besetzt (ein Glanzpunkt: Catherine White als lesbische Managerin Orla), die dem nicht nur aufregenden Stoff Farbe verleihen. Wie in jedem guten irischen Film wird zudem anständig gebechert und zwanglos gesungen, womit die dramaturgischen Pausen des Drehbuchs geschickt überbrückt werden. Ein satirischer Höhepunkt dabei ist der Auftritt Joe Dolans, der als irische Ausgabe des walisischen Tigers Tom Jones eine Horde erwachsener Frauen zu johlenden Teenagern macht. So wird man gut unterhalten in diesem Film, der mehr auf Atmosphäre, Figuren und charmantes Lokalkolorit, als auf dramaturgische Aufgeregtheiten setzt. kob.

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