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Smokin' Aces

   Kinostart: 01.03.2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Actionknaller über die Jagd einer Kopfgeld-Armada auf einen professionellen Falschspieler.

Buddy „Aces“ Israel (Jeremy Piven) kennt alle Tricks. Als professioneller Falschspieler, schmieriger Kartenmagier und Kleinmafioso in Las Vegas ist er vom Fach. Nun hat er gegen seinen Boss Primo Sparazza (Joseph Ruskin) ausgesagt und wird im Zeugenschutzprogramm von den FBI-Agenten Carruthers (Ray Liotta) und Messner (Ryan Reynolds) bewacht. Doch der wütende Sparazza hat eine ganze Armee Killer losgeschickt, die ihm Israels Herz bringen sollen. Eine wilde Verfolgungsjagd mit allen Schikanen nimmt ihren Lauf.

Ironische, wendungsreiche und bleihaltige Gangster-Actionkomödie, in der „Narc„-Regisseur Joe Carnahan um keine Überraschung verlegen ist und mit seiner namhaften Besetzung von Ben Affleck bis Ausnahmepopstar Alicia Keys einige Asse aus dem Ärmel schüttelt.

Eine ganze Armada blutlüsterner Hitmen will sich die Kopfgeld-Million verdienen, die Primo Sparazza ausgelobt hat, um Buddy „Aces“ Israel das Lebenslicht ausblasen zu lassen. Genau gesagt soll ihm das Herz bei lebendigem Leib herausgeschnitten werden für den Verrat am erbosten Mafiaboss. Buddy, professioneller Falschspieler und Kartenhai, hat sich derweil ins High-Tech-Penthouse eines schicken Hotels zurückgezogen, bewacht vom FBI, das versprochen hat, ihn in ihr Zeugenschutzprogramm aufzunehmen.

Einst war Buddy Israel ein Bühnenclown in Vegas, doch dann fiel wohlwollend das Auge des Mafiaboss Sparazza auf ihn, und Buddy schlug eine Laufbahn als Gangster ein. Jetzt steht Buddy vor einer dritten Karriere als Kronzeuge beim FBI, und weil das seinem alten Mentor wenig gefällt, lobt der im Sterben liegende Pate eine Million Dollar aus für jeden, der ihm das Herz von Buddy bringt. Das lockt von überall die besten Killer herbei und bedeutet Überstunden für zwei ohnehin gestresste Agenten des FBI.

Die Auslobung eines hohen Kopfgeldes auf einen abtrünnigen Mafioso führt zu einem Wettrennen und internen Ausscheidungstöten unter den besten Profikillern der Welt. Hochkarätig besetzte schwarze Kriminalkomödie.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. „Narc“-Regisseur Joe Carnahan inszeniert nach eigenem Drehbuch eine poppige Ballerorgie, in der es wie am Ende des Silvesterfeuerwerks gewaltig qualmt. Wäre ja gelacht, wenn die abgebrühtesten Profikiller es nicht schaffen würden, das schöne Inventar des Hotels im Kugelhagel in eine Wüste von Scherben und Blut zu verwandeln. Eine rasante Schnipselhandlung zieht enger werdende Kreise um den ultimativen Showdown. Popmusik und bekannte Namen unter den Darstellern – von Ben Affleck, Andy Garcia, Ray Liotta bis Alicia Keys – sorgen für unterhaltsame Action in der Art eines Musikvideoclips mit Ballerspielatmosphäre.

      Buddy „Aces“ Israel residiert in seinem Hotelpenthouse mit Blick auf den See in etwa so, wie man sich heutzutage das Leben eines Stars in den ungehemmten 70-er Jahren vorstellt. Nach einer Sexorgie liegen etliche Prostituierte schlafend am Boden, der Kartenmagier stolpert im Bademantel herum, um seinen osteuropäischen Leibwächter Hugo zu verspotten.

      Hugo wird das Opfer eines psychopathischen Monsterkillers, der sich als Pseudohugo schon sehr bald Zutritt zum Penthouse verschafft. Dort bleibt er natürlich stumm wie ein Fisch, was sehr cool wirkt, denn ein Profi hat es nicht nötig, auf das Loser-Geschwätz seiner Opfer einzugehen. Er zelebriert also langsam, langsam, die letzten Vorbereitungen für die Hinrichtung des Kartenspielers, der dadurch genügend Zeit erhält, weiter zu koksen und noch einige Karten in scharfe Schleuderwaffen zu verwandeln. Aber auch die anderen Killer sollen ja noch in Spielfilmlänge ihre Asse aus dem Ärmel schütteln dürfen.

      Und da wären vor allem: das lässige Frauen-Killerduo, gespielt von Alicia Keys und Taraji Henson, das sich per Ohrknopf verständigt. Die eine spielt die Nutte, um Buddy „Aces“ Israel aus nächster Nähe an den Kragen zu gehen, die andere nimmt das Hotel aus einem anderen Gebäude unter Beschuss. Da wären aber auch die drei Neonazi-Schlächter, die entweder in Schwarz, oder im Unterhemd, oder gleich mit nacktem Oberkörper, natürlich tätowiert, ihrer Mordlust zu Heavy-Metal-Klängen schon vor der Ankunft frönen.

      Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Hotelfahrstühle. Die Killerlady trifft dort auf die Nazi-Irren, der arme FBI-Cop und ein verkleideter Mörder schießen sich gegenseitig dort nieder, davor wartet ein Haufen bewaffneter Security, die Fahrstühle bleiben stecken oder kündigen mit Qualm aus dem Türspalt die nahende Apokalypse an.

      Das alles ist leichtfüßig, spaßig inszeniert, eine rasante Huldigung des bleihaltigen Genres. Doch das ist dann auch schon alles: Die Geschichte geht sich mit einem überkonstruierten, unausgereiften Schluss selbst an die Gurgel, und wenn man den Kinosaal verlässt, kann man zwar ein Gefühl der Unterhaltung erinnern, aber nicht mehr unbedingt, was eigentlich drin war.

      Fazit: Einmal ein Nobelhotel in Schutt und Asche ballern: Rasante, poppige Huldigung des Killergenres ohne Tiefenwirkung.
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    2. Smokin' Aces: Actionknaller über die Jagd einer Kopfgeld-Armada auf einen professionellen Falschspieler.

      Quentin Tarantinos „Reservoir Dogs“ treffen auf Rob Zombies Psychos in dieser hippen Gangland-Freakshow, die letztendlich nur Verlierer kennt.

      Ein Film wie ein Schlag auf den Solarplexus - anschließendes Übelkeitsgefühl inklusive. Oliver Stones „Natural Born Killers“ sind im Vergleich zu Joe Carnahans („Narc“) Waffenfetischisten rurale Weicheier, feige Bettnässer mit übergroßen Windeln. Eine ganze Armada dieser blutlüsternen Hitmen wollen sich die Kopfgeld-Million verdienen, die Mafiaboss Primo Sparazza ausgelobt hat, um Buddy „Aces“ Israel das Lebenslicht ausblasen zu lassen. Genau gesagt soll ihm das Herz bei lebendigem Leib herausgeschnitten werden für den Verrat am capo di tutti capi. Hoch oben ins High-Tech-Penthouse des Nomad Hotels, idyllisch gelegen am Lake Tahoe - „Der Pate“ lässt grüßen -, hat sich der professionelle Falschspieler und Kartenhai zurückgezogen. Umgeben von dauerbedröhnten Luxus-Callgirls nebst tumbem Leibwächter, bewacht vom FBI, das versprochen hat, ihn in ihr Zeugenschutzprogramm aufzunehmen. Freilich erst wenn „Aces“ seine Aussage gemacht hat.

      Soweit in groben Zügen die altbekannte „Brannigan“-Story, die Autor Carnahan geschickt variiert und um zahlreiche (augenzwinkernde) Pointen ergänzt - wobei es ihm wahrscheinlich sogar reichlich egal ist, ob sich der Plot letztendlich wasserdicht schließt. Sein Augenmerk liegt auf dem Stil, wie er erzählt, was er zeigt und wen er was tun lässt. So schickt er ein rundes Dutzend (Haupt-)Darsteller auf Kriegspfad, darunter den gegen den Strich besetzten Ray Liotta und funny man Ryan Reynolds als Bundesagenten, Popstar Alicia Keys als lesbische Scharfschützin und „Big Ben“ Affleck als ausgelaugten Kopfgeldjäger - nicht zu vergessen das Quartett mörderischer „Mad Max“-Hillbillies, dem man zutrauen würde, im Alleingang den Irak zu befrieden. Nach einer etwas umständlichen, unnötig langen Exposition - Liotta und Reynolds belauschen ein wichtiges Telefonat Sparazzas - legt der Regisseur den Action-Gang ein und steigert bis zum furiosen Finale kontinuierlich das Tempo.

      „Smokin‘ Aces“ ist ein sichtlich von MTV und Rock-Clips beeinflusster (ironischer?) Bildersturm (Kamera: Mauro Fiore), in dem die Gangster mit ihren Waffen so behände umgehen wie Schlagzeuger mit ihren Stöcken. Der Maschinengewehrschnitt Robert Frazens korrespondiert mit Clint Mansells („The Fountain“) pulsierendem Score, während in hoher Taktfrequenz neue Kampfmaschinen das Schlachtfeld besiedeln. Ob gut oder böse, ist dabei schwer zu entscheiden und freilich auch nebensächlich, denn zu guter Letzt liegen (fast) alle im eigenen Blut und das Nomad muss wohl wegen Renovierungsarbeiten bis zur nächsten Saison schließen. geh.
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