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Sitcom

   Kinostart: 04.08.2005

Sitcom: Frech-provokante schwarze Komödie um eine Familie, die unter bösem Einfluß stehend alle Tabus bricht.

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Filmhandlung und Hintergrund

Frech-provokante schwarze Komödie um eine Familie, die unter bösem Einfluß stehend alle Tabus bricht.

Das Trugbild einer glücklichen Familie zeigt sich in extremsten Formen, als das neue, scheinbar verfluchte Haustier Leid und Chaos in die Ordnung bringt. Nach Selbstmordversuch, Inzest als Therapieform, homosexuellen Orgien und sadomasochistischen Spielereien wird deutlich, daß nur radikale Maßnahmen endgültige Lösungen zeitigen.

Frech-provokante schwarze Komödie um eine Familie, die unter bösem Einfluß stehend alle Tabus bricht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sitcom: Frech-provokante schwarze Komödie um eine Familie, die unter bösem Einfluß stehend alle Tabus bricht.

    Die heile Welt einer ganz normalen Familie gerät aus den Fugen, als durch den bösen Einfluß des neuen Haustiers (eine Ratte) verdrängte Ängste und Sehnsüchte ein Ventil finden. Wie das in kurzweiligen 80 Minuten zu einer kathartischen Generalreinigung führt, verspricht ein schwarzhumoriges kleines Kinovergnügen, das die trotz derb-witziger Ausbrecher („Verrückt nach Mary“) recht brave Komödienlandschaft um einen frechen, tabulosen Ton- und Bildträger bereichert.

    Satirisch gebrochenes Vorbild für den dieses Jahr in Cannes in der „Semaine de la critique“ vorgestellten Regie-Erstling des Franzosen Francois Ozon ist die populäre Form der Sitcom, die in ihren Rahmenbedingungen (wenig Drehorte, einfachste filmische Mittel, kurze Laufzeit, geringes Budget), aber auch in ihren Inhalten (Identitätsprobleme, Beziehungskonflikte, neue Liebe) als Folie dient. Am Anfang von Ozons frecher Spielerei mit Genres und Themen steht das vermeintliche Ende - eine Geburtstagsfeier, die nach einer Salve von Schüssen aus der väterlichen Pistole in ein Blutbad mündet. Vermutet man jedenfalls, denn die Tragödie vermittelt sich nur über den Ton, während der Zuschauer mit einer statischen Außenansicht des Tatortes, an dem die liebe Familie dahingemetztelt wird, allein gelassen wird. Der folgende Rückblick gräbt die vermutete Wurzel des Dramas aus, eine Ratte, die bei Berührung verdrängte Persönlichkeitsschichten freilegt. Sohn Nicolas (Adrien De Van) bekennt sich zur Männerliebe und inszeniert im Hause Orgien. Tochter Sophie (Marina de Van) folgt erst ihrem suiziden Impuls und untersucht dann über sadomasochistische Sexspielchen mit Partner David, ob noch Leben im halbgelähmten Körper ist. Mutter Hélène (Evelyne Dandry) zerbricht nicht, sondern wächst an der veränderten Situation und schläft mit ihrem Sohn, um den richtigen Weg zu weisen. Vater Jean schließlich ist der Schlüssel zur Lösung aller Probleme, ob er nun nach dem Verursacherprinzip mit denkwürdigen Auswirkungen die Ratte verspeist, oder er schon immer selbst die Ratte war. „Welcome to the Tollhaus“ wäre ein angemessener Alternativtitel für diese auch mit trashigen Horrorelementen spielende schwarze Komödie, die als abnorm geltende Grenzbereiche der Sexualität im positiven Sinne schamlos und vorurteilsfrei beleuchtet und sich mit ihrem durchgehend amüsanten lakonischen Ton als freche, provokative Unterhaltung empfiehlt. Weil aber vor und hinter der Kamera große Namen fehlen, ist die zu erwartende gute Mundpropaganda die stärkste Waffe dieser „Sitcom“.kob.
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