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Fakten und Hintergründe zum Film "Sieben Leben"

Kino.de Redaktion |

Sieben Leben Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Produktion: Die Filmemacher

Im Jahr 2006 schufen der Regisseur Gabriele Muccino und sein Star Will Smith mit The Pursuit of Happyness (Das Streben nach Glück, 2006) einen Film nach der außergewöhnlichen Geschichte eines obdachlosen Vaters, der tapfer sein Leben neu aufbaut und sich durch seinen Mut, seine Liebe und seine Hoffnung gesellschaftlichen Erfolg erarbeitet. Der Film wurde zu einem gewaltigen Hit und sammelte Kritikerlob und Auszeichnungen, unter anderem Academy-Award®- und Golden-Globe®-Nominierungen für Smiths tief bewegende Performance.

Nun bringt die Alchemie einer neuen, emotionalen und nachdenklich stimmenden Geschichte das Duo wieder zusammen: SIEBEN LEBEN, die provokante Liebesgeschichte zwischen Ben Thomas, einem Mann, der sich darauf vorbereitet, für sieben Fremde etwas wahrlich Außergewöhnliches zu tun, und Emily Posa, eine dieser sieben Fremden, deren Wesen eine lebensverändernde Wirkung auf Ben hat, die niemals Teil seines Plans war. Der Reiz dieser Geschichte war für den Regisseur und den Hauptdarsteller die Chance, eine etwas andere Love Story auf der Leinwand zu schaffen – eine, in der es nicht nur um eine unvorhersehbare und tiefe Romanze geht, sondern auch um die übergeordnete, erlösende Kraft einer selbstlosen Liebe.

„Mich reizte an der Geschichte, dass sie von einer geheimnisvollen Reise handelt, die selbst eine Liebeserklärung ist“, sagt Muccino. „Für mich geht es um einen Mann, der von einem schweren Verlust getroffen wurde und nun die unerwartete Chance hat, neue Erfahrungen im Leben zu machen. Es ist eine anspruchsvolle, aufregende und bewegende Geschichte mit einem unglaublichen Anteil an großen Emotionen. Und der Austausch von Ideen und von Inspirationen im Verlauf dieses Films war nur durch die Beteiligung von Will Smith so unfassbar kraftvoll.“

Smith fühlt ganz ähnlich: „Ich war von dem Drehbuch und seinem Konzept einfach hingerissen“, sagt er. „Besonders von seinen Ideen über das Finden eines Sinns, über dieses mächtige Bedürfnis, seinem Leben eine Bedeutung zu geben. Es ist eine sehr moderne Liebesgeschichte, die wir meiner Meinung nach in dieser Form noch nie gesehen haben. Und das Team um Gabriele kennt sich mit menschlichen Gefühlen allerbestens aus – sie wissen, wie man sie findet und nährt. Ich wusste, dass man ein echtes Erfolgsrezept hat, wenn man all dies zusammen nimmt und Menschen wie Rosario Dawson und Woody Harrelson mit dazu holt.“

„Außerdem war dieser Film für mich eine Chance, eine neue Geschichte über diese zentrale menschliche Frage zu erzählen, die mich immer wieder fasziniert: Wie überwinden wir Menschen ein großes Trauma?“, fährt Smith fort. „Wie schaffen wir es weiter zu machen, wenn alles schief geht? In diesem Sinne ist SIEBEN LEBEN eine Geschichte über Erlösung – und zwar eine mit einem wirklich unerwarteten Ende.“

Der Drehbuchautor Grant Nieporte bemerkt, dass er in Bens zwingender Suche nach persönlicher Erlösung mehr sieht – nämlich eine höchst unkonventionelle Liebesgeschichte, die den Horizont seines Helden mehr öffnet als er je erwartet hätte.

„Die Geschichte begann für mich als Mysterium, kam aber sozusagen durch die Hintertür als Liebesgeschichte wieder, die für die Zuschauer ebenso unerwartet ist, wie für Ben selbst“, sagt Nieporte. „Ben konzentriert sich allein darauf, gute, anständige Menschen zu finden, denen er helfen kann. Aber im Verlauf dieser Suche geschieht etwas, von dem er sich niemals hätte träumen lassen: Er wird verzaubert, fühlt sich sehr zu Emily hingezogen und entwickelt sehr starke Gefühle für sie. Er glaubt, dass er im Grunde schon tot ist, aber dann lernt er sie kennen, und nicht ist wie es vorher war. Ich liebe es, wenn er schließlich diese außergewöhnliche Frau findet, die ihn zurück ins Leben führen kann, die sein Herz öffnen kann – auch wenn er eine sehr schwere Entscheidung treffen muss, die den Kreis der Geschichte am Ende schließt.“

Als die Produzenten Jason Blumenthal, Todd Black und Steve Tisch von der Firma Escape Artists – die auch The Pursuit of Happyness hergestellt hatten – auf Nieportes Drehbuch stießen, geschah etwas, das in Hollywood heutzutage selten passiert: Sie fanden eine Geschichte, die sie so nie zuvor gehört hatten. „In dem Moment, in dem ich das Skript las, wusste ich: Das hier ist etwas ganz Besonderes“, erinnert sich Blumenthal. „Es war anders als alles, was ich bis dahin gelesen oder gesehen hatte. Ich liebe es, wie das tiefe Geheimnis der Geschichte sich langsam vor deinen Augen entwickelt und schließlich auflöst. Es beginnt mit einem Finanzbeamten, der etwas tut, das die meisten Zuschauer dieses Films befremdlich finden werden – er sucht aktiv nach Menschen, denen er helfen kann. Als wir im Verlauf des Films langsam erfahren, warum er das tut, entwickelt sich der Film zu einer wunderbaren Liebesgeschichte.“

„Diese Liebesgeschichte ist ein organischer Bestandteil des Films, und die Idee, im Jahr 2008 eine einzigartige Liebesgeschichte zu erzählen, war für mich sehr aufregend“, ergänzt Black. „Wir wussten alle, dass wir diesen Film unbedingt machen wollten.“

Blumenthal, Black und Tisch wussten darüber hinaus, dass dies genau das richtige Projekt sein würde, das Team wieder zusammen zu bringen, das bei der Arbeit an The Pursuit of Happyness so erfolgreich und so eng miteinander verbunden war. „Wir haben Will Smith für The Pursuit of Happyness gewonnen, weil das Material so gut war“, sagt Tisch. „Und bei SIEBEN LEBEN hatten wir ebenfalls das Gefühl, dass wir Will eine Gelegenheit bieten, eine Figur zu spielen, die er vorher nie gespielt hatte und damit ein neues, aufregendes Terrain zu beschreiten.“

Also schickten sie das Drehbuch für SIEBEN LEBEN an den Produzenten James Lassiter, Will Smiths Partner bei Overbrook Entertainment. Lassiter erinnert sich daran, dass seine Reaktion heftig und plötzlich kam: „Ich war hingerissen von SIEBEN LEBEN – von dieser einzigartigen Geschichte über Verlust, Opfer und Erlösung“, sagt er.

Besonders die Hauptfigur weckte Lassiters Interesse an dem Film. „Der Protagonist ist ein sehr origineller Charakter, einer, den man normalerweise auf der Leinwand nicht sieht“, fährt er fort. „Ich war begeistert von der Vorstellung, diese Geschichte erzählen zu können. Als Produzent bekommt man eine solche Chance nicht jeden Tag.“

Mit Smith an Bord kamen die Beteiligten schnell zu dem Konsens, dass Gabriele Muccino, der italienische Regisseur, der sein aufsehenerregendes Hollywood-Debüt mit The Pursuit of Happyness gab, auch hier die Regie führen sollte. Muccino hat mit Smith im Verlauf der Dreharbeiten von The Pursuit of Happyness ein einzigartiges Verhältnis aufgebaut. Er hat sogar eine stenografische Art entwickelt, mit seinem Hauptdarsteller zu kommunizieren. Wichtiger war aber, dass die Produzenten der Ansicht waren, Muccino bringe genau die richtige Sensibilität mit, um die Mischung aus rohen, romantischen Gefühlen, menschlicher Mystery und überlebensgroßer Fragen mit Ehrlichkeit und einem lebhaften, kreativen visuellen Stil zu inszenieren.

„Ich wusste von Anfang an, dass der Film mit Gabriele als Regisseur in den besten Händen ist“, sagt Lassiter. „The Pursuit of Happyness war für mich als Produzent eine sehr dankbare Erfahrung. Also war ich begeistert von der Vorstellung, wieder mit Gabriele zusammen zu arbeiten.“

Muccino ist bekannt dafür, dass er ausgiebig probt und tiefe, lange Gespräche führt, um den Figuren seiner Filme auf den Grund zu gehen. Auch das Temperament des Regisseurs war für die Intensität des Dramas ein echter Gewinn. „Gabriele hat es auf hervorragende Weise geschafft, das zentrale Gefühl dieser Liebesgeschichte heraufzubeschwören“, sagt Black. „Und das bringt er auf leidenschaftliche, ansprechende Weise auf die Leinwand.“

„Gabriele hat eine sehr un-traditionelle Art von Energie und eine Sichtweise übers Filmemachen, die sehr besonders ist“, ergänzt Tisch. „Und die Tatsache, dass er zum zweiten Mal mit Will zusammen arbeiten konnte, machte alles nur noch intensiver.“

Muccino selbst war ebenfalls begeistert davon, wieder mit diesem Team arbeiten zu können. „Was an diesem Team so großartig ist? Dass sie mir erlauben, meine europäische Herangehensweise zu behalten, während ich Filme in Hollywood drehe“, kommentiert der Regisseur. „Und was Will betrifft: Wir haben ein hohes Maß an Vertrauen zueinander, das alles möglich macht. Ich habe noch nie in meinem Leben so gut und so leicht mit jemandem zusammen gearbeitet.“

Produktion: Will Smith als Ben Thomas

In SIEBEN LEBEN spielt Will Smith einen Mann, der nach sieben verlorenen Seelen sucht – und mit sich selbst ins Reine kommen will. Getrieben von einem tragischen Unfall ist Ben Thomas nun auf einer Mission, die das Leben von einigen völlig Fremden drastisch verändern wird. Aber Ben fühlt neben seinem Bedürfnis, der Welt Hilfe zu bieten, auch völlig allein gelassen und abgeschnitten und unfähig, einen gefühlsmäßigen Zugang zu den Menschen zu finden, denen er helfen will – bis er Emily trifft. Die junge Frau bringt einen wahren Rausch an Emotionen und Heiterkeit zurück in sein Leben, der alles verkompliziert.

Die Rolle war anders als alles, was Will Smith im Lauf seiner gefeierten Karriere als einer von Hollywoods beliebtesten und vielseitigsten Schauspielern verkörpert hatte. Dazu zählen auch die beiden Oscar®-nominierten Parts als Boxlegende Muhammad Ali in Michael Manns Ali (Ali, 2001) und die als ambitionierter Vater in The Pursuit of Happyness. Smith merkt an, dass er besonders von den Nuancen dieser Rolle angetan war – und von der Tatsache, dass der Film von einem Mann handelt, der mitten in einer Veränderung steckt, die er niemals für möglich gehalten hätte.

„Das Interessante ist, dass Ben seine Geschichte als jemand beginnt, der liebende Taten vollbringen will. Aber er ist nicht in der Lage, seinen Schmerz zu verarbeiten und jemanden richtig zu lieben“, sagt Smith. „Und dann tritt Emily in sein Leben. Sie erwischt ihn auf eine Art, die wir alle kennen – eines Tages schaut man jemandem in die Augen und diese Person sieht auf einmal anders aus als am Tag zuvor: Da ist ein Glimmen und ein Leuchten, das den Raum erhellt, und man weiß, dass sich sein Leben gerade verändert hat.“

Bens Leben verändert sich auf eine Art, die er nicht erwartet hätte – und diese innerlichen, aber tiefgreifenden Veränderungen sind das Herz von Smiths Performance. „Der heikle Teil der Geschichte war es zu vermitteln, was Ben tatsächlich über sich selbst denkt, während er seinen Plan in die Tat umsetzt. Aber nachdem er Emily kennen lernt, wird er auf natürliche Weise selbstlos. Diese leichte Kurve auf dem Weg zur Erlösung macht die Geschichte so kraftvoll“, sagt er.

Dennoch war die konfliktbeladene Perspektive und die extreme emotionale Verschlossenheit von Ben am Anfang des Films stellenweise überwältigend, gibt Smith zu: „Ben ist das komplette Gegenteil von mir selbst“, sagt er. „Die Düsternis seiner Gedanken und Gefühle bot mir einen sehr schwierigen emotionalen Raum, in dem ich bei den Dreharbeiten leben konnte.“

Mut in der dunklen Nacht von Bens Seele bekam Will Smith durch die sehr intensive, organische Chemie, die sich zwischen ihm und Rosario Dawson entwickelte. „Sie hat das Herz und die Demut von Emily eingefangen, und es war sehr inspirierend, Rosario dabei zu beobachten, wie sie sich dem Film öffnete“, sagt Smith. „Emily hat ebenfalls ein großes Trauma durchlitten, aber sie reagiert völlig anders darauf als Ben. Sie kann immer noch lachen und vom Leben träumen, Ben dagegen hat schon lange aufgegeben, sich die Möglichkeiten eines erfüllenderen Lebens vorzustellen. Ich glaube, darum fühlt er sich zu Emily hingezogen. Er kann nicht verstehen, warum sie immer noch nach dem Leben greift, aber je besser er sie kennen lernt, umso mehr begreift er sie.“

Will Smith fand vor allem die große Tragweite der Geschichte inspirierend. „Die Liebesgeschichte zwischen Ben und Emily ist wunderschön, aber sie ist nur eine Schicht der gesamten Story“, sagt er. „Für Gabriele und mich handelt SIEBEN LEBEN nicht nur von einem Mann und einer Frau, die sich im gemeinsamen Moment einer tiefen Krise finden. Es ist vielmehr eine Liebesgeschichte zwischen einem Mann und der Menschlichkeit.“

Produktion: Rosario Dawson als Emily Posa

Nachdem Will Smith für SIEBEN LEBEN zugesagt hatte, begann die Suche nach einer passenden Schauspielerin für Emily. Es war Gabriele Muccino, der Rosario Dawson vorschlug – eine junge Schauspielerin, die sich mit vielseitigen Rollen in Actionfilmen wie Eagle Eye (Eagle Eye – Außer Kontrolle, 2008) und Sin City (Sin City, 2005) sowie Dramen wie Shattered Glass (2003) und The 25th Hour (25 Stunden, 2002) zu einer der gefragtesten Darstellerinnen Hollywoods entwickelt hat. „Rosario trägt eine anrührende Verletzlichkeit in sich, die wunderbar zu ihrer Sinnlichkeit passt“, sagt Regisseur Gabriele Muccino. „Zu ihrer Ausstrahlung kommt noch eine große Cleverness – und diese Cleverness haben wir gebraucht, um jemanden wie Emily glaubwürdig darzustellen, denn sie hat die Kraft, Ben zu retten.“

Rosario Dawson kämpfte hart für ihre Rolle. „Das hier war eines der besten Drehbücher, das ich je gelesen hatte“, sagt sie. „Nachdem ich es gelesen hatte, wusste ich: Das ist eine Figur, die ich liebe. Das ist eine Reise, die ich auf mich nehmen will. Diese Charaktere haben mich durch ihre Authentizität sehr berührt. Jede einzelne Person war einfach unglaublich wahrhaftig. Also habe ich mir beim Vorsprechen ein Bein ausgerissen, weil ich sichergehen wollte, diesen Part auch zu bekommen.“

Ihre Castings überzeugten auch den Rest des Teams. „Als Rosario zusammen mit Will vorspielte, waren die Ergebnisse auf der Leinwand einfach fantastisch“, sagt Steve Tisch. „Sie waren verletzlich, ehrlich, man sorgt sich um sie, sie sorgen sich umeinander… diese Chemie war einzigartig.“

Am Set schließlich stellte sich Rosario Dawson ihrer Herausforderung. „Der Drahtseilakt bei dieser Darstellung war es, so wahrhaftig wie möglich zu sein“, sagt sie. „Was das große Ganze dieses Films ausmacht ist so unglaublich subtil und kraftvoll, und der Schlüssel dazu ist die Glaubwürdigkeit in die Realität dieser Menschen.“ Sie gesteht, dass ihr Muccino dies so einfach wie möglich gemacht hat: „Er ist die wahrscheinlich emotionalste Person – und das auch als Regisseur – die ich je kennen gelernt habe“, schmunzelt sie. „Und das war für dieses Projekt entscheidend.“

Hilfreich war auch, dass Dawson eine starke Verbindung zu Emily spürte. „Ich liebe es, dass Emily so stur und unabhängig ist“, sagt sie. „Sie ist eine Kämpferin, die immer einen Weg findet, für sich zu sorgen. Aber jetzt fühlt sie sich einsam, und ein Teil von ihr bemerkt, dass sie immer mehr das Mitleid anderer Menschen auf sich zieht. Meine Herausforderung bestand darin, dass ich ihre Einsamkeit zeigen musste und gleichzeitig ihre Neugier, ihre Jugend und ihre kämpferische Entschlossenheit zu leben.“

Eine andere Herausforderung bei der Darstellung von Emily bestand in den Details ihres Herzfehlers, der sich auf ihre Bewegungsabläufe, ihr Aussehen und sogar ihre Art zu atmen auswirkt. „Jemand in ihrem Zustand muss ständig außer Atem sein, und das ist sehr schwer zu spielen“, erläutert sie. „Ich wollte ein bisschen das Gefühl erzeugen, als wate sie ständig durch Wasser, um den Zuschauer daran zu erinnern, wie schwierig das Leben für sie ist. Gleichzeitig wollte ich aber auch ihre Entschlossenheit darstellen.“

All dies wurde weitergehend von der Zusammenarbeit mit Will Smith inspiriert, gibt Dawson zu Protokoll. „Ich habe schon vorher mit Will zusammen gearbeitet, aber diesmal war ich von dieser Erfahrung total begeistert“, sagt sie. „Die Art, wie er Ben spielt und dessen Emotionen versteckt, war eine wunderbare Entscheidung. Ich schätze diese absolute Hingabe, die Will dieser Figur entgegen brachte.“

So wie Smith sieht auch Rosario Dawson die Liebesgeschichte von Ben und Emily als kleinen Teil eines größeren Ganzen. „In meinen Augen dreht sich SIEBEN LEBEN um verschiedene Arten von Liebe“, bringt sie es auf den Punkt. „Die Liebe, auf die man hofft, die Liebe, die man akzeptieren muss, die Liebe zu sich selbst, die Liebe zu Fremden – und vor allem die Liebe zum Leben selbst.“

Produktion: Die Nebendarsteller

Seine Suche nach Erlösung beginnt für Ben Thomas mit einer Liste, auf der sieben Namen stehen. Jede Person davon ist auf ihre ganz eigene Art verzweifelt, jede ist ein integraler Bestandteil von Bens Plan. Einer von ihnen ist Ezra Turner, ein blinder Konzertpianist, der von Woody Harrelson gespielt wird. Der vielseitige Schauspieler springt leichtfüßig zwischen Komödie und Dramen hin und her, wie man zuletzt an seinen Rollen in dem Oscar®-gekrönten No Country For Old Men (No Country For Old Men, 2007) und der Komödie Semi-Pro (Semi-Pro, 2008) mit Will Ferrell sehen konnte. Harrelson mag nicht die offensichtlichste Wahl für eine so besondere Figur sein, hat aber nach Meinung von Gabriele Muccino alle Qualitäten, nach denen der Regisseur gesucht hatte. „Woody hat eine sehr zarte Seele, was unabdingbar für Ezra war – die Figur ist sehr sensibel und fühlt sich wegen seiner Blindheit ausgeschlossen, findet aber dennoch den Mut, ins Leben zu tauchen. Und genau das kann Woody exzellent darstellen“, erläutert Muccino.

Harrelson absolvierte für seine kleine, aber kraftvolle Rolle ein zweifaches, intensives Training: Er nahm Unterricht bei einigen Klavierlehrern und arbeitete mit dem Braille Institute, um so akkurat wie möglich spielen zu können, wie sich eine blinde Person in der Welt bewegt. „Einer der Gründe, warum ich so dankbar für diese Rolle bin, ist die Tatsache, dass ich alle diese wunderbaren Menschen kennen lernen durfte, denen ich bei meinen Klavierstunden und beim Lernen, wie sich ein blinder Mensch verhält, begegnet bin“, sagt er.

Harrelson gibt zu, dass ihn sein Part vor eine große Herausforderung gestellt hat, die er mit der Hilfe von Will Smith aber gemeistert habe. „Ich erinnere mich an den ersten Tag am Set, als ich unglaublich nervös war bei der Vorstellung, einen blinden Pianospieler zu verkörpern“, sagt er. „Aber dann kam Will herein, klopfte allen freundlich auf die Schulter und verteilte Umarmungen, und ich dachte mir: ,Es ist eigentlich unfassbar, dass der größte Star der Welt auch so ein unglaublich netter Kerl ist!‘ – und das hat mich sehr beruhigt. So war er übrigens immer, wenn er am Set war. Dennoch war er stets auf die Arbeit konzentriert und immer offen für neue Vorschläge. Ich glaube, das hat uns allen geholfen, den großen emotionalen Inhalt der Geschichte auszuschöpfen.“

Darüber hinaus genoss es Harrelson, bei der Entwicklung der Figur Ezra und deren Beziehung zu Ben so eng mit Gabriele Muccino zusammen zu arbeiten – schließlich wird die ganze Tragweite dieser Beziehung erst in den letzen Momenten des Films klar. „Gabriele ist ein sehr talentierter Filmemacher“, lobt Harrelson. „Er treibt dich an. Er dreht immer ohne Umwege und sagt dir danach, was er wirklich denkt. Und irgendwie weiß er immer, wie man eine Szene noch besser machen kann und wie du deine Figur klarer herausarbeiten kannst.“

Andere zentrale Nebenfiguren um Ben herum sind sein jüngerer Bruder, der von Michael Ealy gespielt wird – ein für die Serie „Sleeper Cell“ Golden-Globe®-nominierter Schauspieler, der in Filmen wie Barbershop (Barbershop, 2002), 2 Fast 2 Furious (2 Fast 2 Furious, 2003) und Spike Lees Miracle at St. Anna (2008) zu sehen war – und Bens loyaler Freund Dan der von Barry Pepper verkörpert wird. Der Charakterdarsteller wurde für seine Performance als Roger Maris in Billy Crystals TV-Film „61*“ (2001) Golden-Globe®- und Emmy-nominiert und war im Kino unter anderem in Flags of Our Fathers (Flags of Our Fathers, 2006), Saving Private Ryan (Der Soldat James Ryan, 1998) und The Green Mile (The Green Mile, 1999) zu sehen.

Bens Bruder, der auf sehr intime Weise in dessen Suche verstrickt, aber dennoch momentan sehr von ihm entfremdet ist, versucht in der ersten Hälfte des Films verzweifelt, sich persönlich mit Ben zu treffen. Ealy erinnert sich daran, wie Will Smith mit Ideen jonglierte, wie die beiden die Telefongespräche zwischen den Brüdern mit emotionaler Spannung aufladen könnten. „Als wir unsere Szenen zusammen probten, klickte es irgendwie nicht richtig… und dann kam Will darauf, dass wir während der Szene wirklich telefonieren sollten. Also haben wir das versucht, und als ich weder ihn noch seine Reaktionen auf meinen Text sehen konnte, schuf das genau die Spannung, nach der wir gesucht hatten. Es war absolut großartig.“

Wie die anderen Rollen in SIEBEN LEBEN erforderte auch dieser Part eine ganze Bandbreite an Emotionen für Ealy. „Gabriele Muccino liebt konfliktgeladene Gefühle“, gibt der Schauspieler zu Protokoll. „Der Schlüssel meiner Figur war die Balance zwischen Wut und Liebe. Als Bens Bruder endlich auf ihn trifft, ist die Szene explosiv und leidenschaftlich. Aber man weiß genau, dass diese Art Gefühl nur zwischen zwei Menschen entstehen kann, die sich wirklich gegenseitig um sich sorgen.“

Währenddessen muss sich Dan, der Freund und Rechtsbeistand von Ben, einem furchtbaren Dilemma stellen, indem er den Plan seines Freundes unterstützen soll, dabei aber von moralischen und juristischen Fragen geplagt wird. Barry Pepper sagt über seine Rolle: „Dan versucht, mit einem schweren innerlichen Kampf fertig zu werden, der ihn spirituell, emotional und professionell in einen tiefen Konflikt stürzt. Er weiß um die Qualen, die sein Freund durchmacht und will dessen Suche nach Hilfe gerecht werden. Aber damit geht er einen Bund ein, in dessen Verlauf er die wohl schwerste Aufgabe meistern muss, die er sich jemals vorstellen konnte.“

Die Arbeit mit Will Smith machte all dies zu einem sehr natürlichen Prozess, erinnert sich Pepper. „Will geht es immer darum, die Wahrheit herauszufinden“, bemerkt er. „Man kann so gut mit ihm arbeiten, weil er so unglaublich präsent und offenherzig ist, egal, was du ihm anbietest. Er benutzt keine Tricks, um sich selbst zu dramatisieren, er lebt einfach in dem jeweiligen Moment. Ich war von diesem Drehbuch tief bewegt, denn es handelt von meinen Lieblingsthemen – Themen, die wir alle an zeitlosen Geschichten lieben: Opfer, Erlösung, wahre Liebe. Aber nur wenn sich alles so zusammenfügt wie hier mit den anderen Schauspielern und der Vision des Regisseurs weiß man, dass es am Ende funktioniert. Hier war das von dem Moment an der Fall, in dem ich zum ersten Mal den Fuß auf das Set setzte.“

In weiteren Rollen in dem Ensemble sind die gebürtige Mexikanerin Elpidia Carillo (Nine Lives – Nine Lives, 2005) als Connie Tepos, die populäre Kinderdarstellerin Madison Pettis als deren Tochter sowie Bill Smitrovich (Eagle Eye) zu sehen.

Produktion: Stil und Design

Der Look von SIEBEN LEBEN ist überzogen von einer druckvollen und dennoch unaufdringlichen Schönheit, die nach Ansicht von Gabriele Muccino „eine zusätzliche Schicht des Geschichtenerzählens“ über den Film legt. „Ich wollte den Look sehr stilisiert halten“, erläutert der Regisseur. „Schließlich ist Bens Gemüt sehr durcheinander. Er lebt wie in einer Blase und betrachtet die Welt aus einem verzerrten Blickwinkel. Es ist eine sehr schöne Welt um ihn herum, aber er fühlt sich von ihr ausgeschlossen. Er sieht, wie andere Menschen diese Schönheit genießen, aber er ist dazu nicht in der Lage – bis er Emily kennen lernt.“

Um die passende Ästhetik für den Film zu finden, rekrutierte Muccino den französischen Kameramann Philippe Le Sourd, der unter anderem Ridley Scotts in der Provence angesiedelte Romanze A Good Year (Ein gutes Jahr, 2006) fotografiert hatte. „Ich habe mit Philippe an einem Werbespot gearbeitet und gemerkt, wie talentiert er ist“, sagt Muccino. „Zusammen haben wir uns etliche Gemälde als Vorlagen angesehen, und ich hatte das Gefühl, dass Philippe schließlich in der Lage war, diesen Film zu malen. Er beginnt in einem sehr freudlosen Ort und findet darin eine sehr helle und farbenprächtige Welt.“

Eine ähnliche Verwandlung ist auch in der Arbeit des Produktionsdesigners J. Michael Riva zu bemerken, der vorher schon Muccinos The Pursuit of Happyness ausgestattet hatte. „Ursprünglich ist das Design geprägt vom innerlichen Blick Bens auf die Welt, also haben wir eine recht dunkle, verzerrte Palette sowie farbreduzierte Details an den Sets benutzt. Dann explodiert das Set Design förmlich in satten Magenta-Tönen. Nachdem Ben Emily kennen gelernt hat, werden alle düsteren, blassen Dinge mehr und mehr farbig.“

Riva bemerkt, dass die atemberaubende Leinwand-Adaption von The Diving Bell and the Butterfly (Schmetterling und Taucherglocke, 2007) des Künstlers Julian Schnabel einen großen inspirierenden Effekt auf ihn hatte. Auch der französische Film Les choses de la vie (Die Dinge des Lebens, 1969) von Claude Sautet, das fesselnde Porträt der Schuld eines Mannes. „Diese beiden Filme sind von einer lyrischen Qualität und einer Schönheit, die ich mir auch für SIEBEN LEBEN vorstellte“, bemerkt er.

Auf seiner Locationsuche in Los Angeles arbeitete Riva eng mit Muccino zusammen, um die richtige Umgebung für jeden einzelnen der Charaktere zu finden. „Emily und Ezra zum Beispiel haben beide ihre ganz eigene Umwelt“, erklärt er. „Verschiedene Looks und verschiedene Anmutungen sprechen für ihre Persönlichkeiten. Die Farben in dem Haus von Emily sind sehr kühn und leuchtend, die Wohnung von Ezra ist eher spartanisch, organisiert und sehr funktional.“

Eine Szene, in der die Visionen von Muccino, Le Sourd und Riva zusammenspielten ist der Moment, in dem sich Ben und Emily in einem üppigen, weitläufigen Feld abseits der Hektik der Stadt annähern. Die Szene hatte in Muccinos Vorstellung des Films von Anfang an eine zentrale Bedeutung, und er brachte das Team dazu, sie genau so zu gestalten, wie er es sich vorstellte. „Gabriele sagte uns, er wollte ein toskana-artiges, sehr romantisches und sentimentales Gefühl erzeugen“, erinnert sich Riva. „Aber wir waren mitten in der Wüste, und ich hatte keine Ahnung wo in Los Angeles wir eine solche Location finden sollten. Wir haben gesucht und gesucht und gesucht. Und wundersamerweise fanden wir tatsächlich dieses riesige, wunderschöne Feld mit hohem Gras im Charmlee Park in Malibu – und es war genau das, was Gabriele haben wollte.“

„Es ist eine der romantischsten Szenen, die ich je gesehen habe“, gibt Produzent Jason Blumenthal zu. „Die beiden Charaktere berühren sich nicht mal – und man bemerkt dennoch, wie kraftvoll ihre Beziehung ist. Niemand von uns konnte sich den Film ohne diese Szene vorstellen.“

Muccino sah diese Szene schon immer als visuelle Stütze der Romanze zwischen Ben und Emily. Er sagt: „Ich wollte damit den Sinn für Lebensfreude illustrieren, der sich um Ben und Emily herum entwickelt – diese beiden Menschen verlieren sich in diesem Moment in absoluter natürlicher Schönheit.“

Für das gesamte Team war das Streben von Muccino, aus jeder Szene ein Maximum an Emotionen und Liebe heraus zu holen, eine ständige Quelle der Motivation. „Gabriele erklärte den Produzenten, Will, Rosario und allen anderen immer wieder, dass dies in erster Linie eine Liebesgeschichte ist und dass man dies nie aus den Augen verlieren solle“, erinnert sich Todd Black. „Ihm verdanken wir es, dass alles an dem Film – die Art, wie er gedreht ist, das Produktionsdesign, die Musik, die er für den Film ausgewählt hat – darauf hin arbeitet, dass wir eine Liebesgeschichte erzählen.“

Muccino hofft, dass die Geschichte von SIEBEN LEBEN die persönliche und die übergeordnete Ansicht der Zuschauer über die Liebe anregt. „Ich hoffe, dass das Publikum ein Gefühl dafür bekommt, wie einzigartig das Leben ist“, bringt er es auf den Punkt. „Manchmal nehmen wir das Leben als selbstverständlich hin und manchmal muss uns ein Film daran erinnern, wie zerbrechlich, flüchtig und vergänglich die Dinge sind – aber gleichzeitig auch unvergleichlich magisch. Manchmal kann uns eine Geschichte die Schönheit der Dinge um uns herum, der Menschen, die wir lieben und dessen, was uns miteinander verbindet, wieder vor Augen führen.“

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