Sexstreik

  1. Ø 0
   2009
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Filmhandlung und Hintergrund

Sexstreik: TV-Komödie mit Henning Baum und Elena Uhlig, die bereits in "Mit Herz und Handschellen" die Hauptrollen spielten.

Der Bürgermeister von Schönstetten hat einen Königsweg gefunden, um die leeren Stadtkassen zu füllen und Arbeitsplätze zu schaffen: Dank seiner guten Kontakte wird die Mülldeponie Abfall aus Italien verwerten. Einzig seine Sekretärin misstraut dem Geldsegen und entdeckt, dass der Auftraggeber in verschiedene Umweltdelikte verwickelt war. Als sich die Anzeichen mehren, das irgendwas nicht stimmt, ruft Julia zum Sitzstreik auf; durch ein Missverständnis wird daraus ein Sexstreik.

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Kritikerrezensionen

  • Keinen geringeren als den griechischen Komödiendichter Aristophanes reklamiert Sat.1 als Paten für diese Geschichte, die von Ferne betrachtet tatsächlich an „Lysistrata“ erinnert.

    In dem antiken Stück beenden die Frauen aus Athen und Sparta den schon seit zwanzig Jahren währenden Krieg zwischen den beiden Mächten, indem sie sich ihren Männern verweigern. Das Beispiel macht immer noch Schule: In einem südtürkischen Dorf traten die Gattinnen vor einigen Jahren in den Sexstreik, um die Herren der Schöpfung auf diese Weise zur Reparatur der maroden Trinkwasserleitungen zu zwingen; der Vorfall inspirierte den Regisseur Veit Helmer zu seinem Kinomärchen „Absurdistan“.

    Im Drehbuch von Iris Uhlenbruch und Bettina Börgerding geht es naturgemäß um ein moderneres Problem. Der Bürgermeister (Martin Brambach) des vom Strukturwandel gebeutelten Ortes Schönstetten hat einen Königsweg gefunden, um die leeren Stadtkassen zu füllen und Arbeitsplätze zu schaffen: Dank seiner guten Kontakte wird die ohnehin nicht ausgelastete örtliche Mülldeponie Abfall aus Italien verwerten; es winken 50.000 Euro pro Tag. Einzig Julia (Elena Uhlig), die Sekretärin des Bürgermeisters, misstraut dem Geldsegen und nimmt sich das umfangreiche italienische Vertragswerk vor, das ihr Chef ungelesen unterschrieben hat. Tatsächlich stößt sie auf Ungereimtheiten, zumal der Auftraggeber angeblich der Mafia nahe steht und schon in verschiedene Umweltdelikte verwickelt war. Julias Gatte Martin (Henning Baum), froh, als Ökologie-Beauftragter der Deponie endlich wieder einen Job zu haben, wiegelt ab. Mit dem Aufschwung mehren sich allerdings die Anzeichen, das irgendetwas nicht stimmt. Durch ein Missverständnis wird aus Julias Aufruf an ihre Freundinnen, sich vor der Deponie zum Sitzstreik zu treffen, ein Sexstreik.

    Das durchaus brisante Thema dient Regisseur Thomas Nennstiel allerdings nur als Vorwand für eine Komödie, in der letztlich nicht Schönstetten vor hochgiftigen Schwermetallen, sondern die Ehe von Julia und Martin gerettet werden soll. Natürlich sorgt der Sexstreik für einige witzige Momente, und schon allein die „Wiedervereinigung“ von Elena Uhlig und Henning Baum, das Team aus „Mit Herz und Handschellen“, ist den Film wert. An den Darstellern (unter anderem noch Petra Kleinert und Liane Forestieri) liegt es ohnehin nicht. Am Drehbuch vermutlich auch nicht; die beiden Autorinnen haben sich einige hübsche Szenen ausgedacht, die – gemessen am Potenzial des Sujets – vergleichsweise subtil ausgefallen sind. Trotzdem hat der Film zu wenig Biss; und für eine Komödie auch nicht genug Tempo. tpg.

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