Schwerter des Königs - Dungeon Siege

  1. Ø 4.4
   2006

Schwerter des Königs - Dungeon Siege: Fantasyabenteuer von Uwe Boll, das mit tolkienschen Ambitionen und Starbesetzung den Kampf um das Königreich Ehb auf die Leinwand bringt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Schwerter des Königs - Dungeon Siege: Fantasyabenteuer von Uwe Boll, das mit tolkienschen Ambitionen und Starbesetzung den Kampf um das Königreich Ehb auf die Leinwand bringt.

Das Königreichtum Ehb sieht finsteren Zeiten entgegen, denn der niederträchtige Zauberer Gallian (Ray Liotta) hat eine Armee animalischer Kriegerwesen entsandt, das Land zu unterjochen. Die Kaste der Krugs plündert und brandschatzt jede Stadt, auch der Hof von Bauer Farmer (Jason Statham) geht in Rauch auf, als die Krugs seinen Sohn töten und seine Frau Solana (Claire Forlani) verschleppen. Farmer zieht mit seinem Freund Norick (Ron Perlman) und dem Zauberer Merick (John Rhys-Davies) los, sie zu finden.

Uwe Bolls

Bisher bearbeitete Farmer fruchtbaren Boden, doch als seine Frau bei einem Überfall monströser Kreaturen entführt und sein Sohn getötet wird, mutiert der Mann des Friedens zum Schwert der Rache. Sehr zum Leidwesen des Magiers Gallian, der mit den Krugs, seiner Armee loyaler Totschläger, die Macht im Königreich Ehb an sich reißen will, von Farmer aber zunehmend in seinen Plänen behindert wird.

Dem in die Jahre gekommenen Regenten sitzen sein intriganter Neffe und Magier Gallian im Nacken, die im Lande Ehb die Macht ergreifen wollen. Das Mittel dazu sind die Krugs, die Gallian mit Hilfe von berittenen Heerführern steuert. Als die Krugs eines der Dörfer des Königreichs überfallen, wird damit ihr ärgster Widersacher geboren. Farmer, im Umgang mit der Sense ebenso versiert wie mit dem Schwert, verliert durch die Kreaturen des Bösen seinen Sohn und verfolgt danach die Mörder, die auch seine Frau verschleppt haben.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein Protagonist namens Farmer, der eben so heißt, weil er Rüben anbaut, und der im Laufe des Films das tut, was – unter den gegebenen Umständen – wohl jeder tun würde, wenn er könnte. Das klingt verdächtig nach einem Computerspiel, in dem die Hauptfigur oft nur als Platzhalter fungiert, als Projektionsfläche für den Spieler, nötiger Freiraum für die Interaktion des Users.

    Uwe Boll verfilmt Videospiele; doch während seine beiden letzten Games-Adaptionen „Alone in the Dark“ und „Bloodrayne“ bestenfalls unter dieser Prämisse funktionierten, als trashige Homage an die PC- bzw. Konsolen-Vorbilder, ist Boll mit „Schwerter des Königs - Dungeon Siege“ tatsächlich ein solider, über weite Strecken unterhaltsamer und mehr oder weniger authentischer Fantasyfilm gelungen. Wo das krude Vampir-Abenteuer „Bloodrayne“ noch von Kostümen und Kulissen auf schlechtem TV-Niveau sowie nichts sagenden Dialogen gekennzeichnet war, wirkt der neue Film durchweg aufwendiger produziert und inszeniert. Der Plot strotzt vielleicht nicht vor Originalität, aber wenigstens geht die Heldenreise dieses Mal ohne logische Fehler von statten.

    Uwe Boll hat ganz offensichtlich Peter Jacksons „Der Herr der Ringe“ gesehen und sich – sagen wir mal – davon inspirieren lassen. Zwar dient ihm das Computerspiel „Dungeon Siege“ als Vorlage, das bedrohte Königreich heißt Ehb, nicht Mittelerde, und die Orks heißen Krugs, aber die Ähnlichkeit in Form und Inhalt ist nicht von der Hand zu weisen. Das zeigt sich schon in der Titelsequenz – goldene, geschwungene Schrift auf schwarzem Hintergrund – und setzt sich direkt zu Anfang des Films fort in der auenländischen Idylle auf Farmers Hof. Das wird deutlich in den Eckpunkten der Erzählung über einen bösen Magier, der eine willenlose, monströse Horde versammelt, um das Land mit Dunkelheit zu überziehen, und bestätigt sich schließlich in zahlreichen Details der Inszenierung: das verheerte Land um die ehemalige Magierfestung Chrystwind etwa, die zur sprichwörtlichen Brutstätte des Bösen umfunktioniert wurde, die unsterblichen, dunklen Reiter, die Gallians Armee anführen und als seine Augen und Ohren in der Schlacht fungieren, schließlich sogar einzelne Einstellungen, etwa wie die Gefährten auf der Suche nach Solana in der Totalen über einen Bergkamm laufen. Natürlich erreicht „Schwerter des Königs - Dungeon Siege“ nie das Niveau von Peter Jacksons Meisterwerk – aber das konnte nun auch wirklich niemand erwarten.

    Einzig was die Besetzung anbelangt kann Uwe Boll wieder einmal mit den ganz großen Kinoproduktionen konkurrieren. Man fragt sich zwar, wie der Regisseur es immer wieder schafft, derart hochkarätige Stars an sein Set zu holen, zumal Schauspieler wie Christian Slater, der die Hauptrolle in „Alone in the Dark“ übernahm, oder Michael Madsen sowie Ben Kingsley, die Boll in „Bloodrayne“ verheizt hat, mit dem Ergebnis ihrer Arbeit kaum zufrieden sein dürften. Dennoch kann „Schwerter des Königs – Dungeon Siege“ wieder mit einem Cast aufwarten, der seines Gleichen sucht: Jason Statham, bekannt aus den Action-Spektakeln „Transporter“ und „Crank“, der die Rolle des wortkargen, resoluten Helden souverän verkörpert, Claire Forlani als ebenso anmutige wie starke Frau an seiner Seite, die opponierenden Magier Ray Liotta und John Rhys-Davies, der den Zwerg Gimli in „Der Herr der Ringe“ spielte, Matthew Lillard als intriganter und arroganter Neffe des Königs und schließlich Burt Reynolds als König Konreid höchstselbst, der in einer mittelalterlichen Rüstung zwar etwas deplatziert wirkt, aber zumindest interessant besetzt ist.

    Diese Mal können sie zufrieden sein, denn „Schwerter des Königs – Dungeon Siege“ ist vielleicht nicht der ganz große Film, aber zumindest – nicht zuletzt wegen der teilweise hervorragenden schauspielerischen Leistungen – guter Fantasy-Standard. Und die Vorlage „Dungeon Siege“ ist eben auch nicht das größte Computerspiel aller Zeiten, sondern ein solides, über weite Strecken unterhaltsames Action-Rollenspiel, das jedoch erzählerisch und dramaturgisch nicht an Spiele wie „Gothic“ oder „Morrowind“ heranreicht.

    Fazit: Solider Fantasy-Film mit „Herr der Ringe“-Anleihen, bislang die beste Arbeit von Computerspiel-Adapteur Uwe Boll – was die Messlatte zugegebenermaßen nicht gerade hoch ansetzt.
  • Mit seiner bisher aufwendigsten Videogame-Adaption beweist Uwe Boll, dass die Schlacht ums Überleben in den Alternativuniversen von Mittelerde längst nicht entschieden ist.

    Der sich mit Boll-Werken unbeirrt gegen Presse- und Zuschauerkritik stemmende deutsche Filmemacher ist unbestritten ein Phänomen. Das zeigt sich ganz besonders auch an seiner Verfilmung des Videogames „Dungeon Siege“, die nicht nur ihres Budgets (60 Millionen Dollar), sondern auch ihrer Besetzung wegen im Kosmos des Vielfilmers rekordverdächtig ist. Da gruppieren sich um Actionstar Jason Statham ehemalige Sonnenköniginnen (Claire Forlani, Lelee Sobieski), die Hollywood einmal hofierte, Veteranen, die teure Scheidungen finanzieren müssen (Burt Reynolds), Kritikerlieblinge mit Karriereturbulenzen (Ray Liotta) und Chamäleons wie Ron Perlman, die alles schon gespielt haben, ohne an Würde einzubüßen.

    Perlman und sein Bogen ist Bolls Antwort auf Legolas – wie sein Film insgesamt auf die „Ringe“-Trilogie, auf die in so manchen Einstellungen, Kamerafahrten, Sets und Kreaturen verwiesen wird. In Kanada fand Boll die Schauplätze für sein Königreich. Dort sitzen dem in die Jahre gekommenen Regenten (Reynolds) sein intriganter Neffe und Magier Gallian im Nacken, die im Lande Ehb die Macht ergreifen wollen. Das Mittel dazu sind die Krugs, grunzende Schlichthirne auf den Spuren der Orks, die Gallian mit Hilfe von berittenen Heerführern, entfernte Geisterverwandte der Nazgul, steuert. Als die Krugs eines der Dörfer des Königreichs überfallen, wird damit ihr ärgster Widersacher geboren. Farmer (Statham), ein Mann, der die Sense so schwungvoll führt wie das Schwert, verliert durch die Kreaturen des Bösen seinen Sohn, verfolgt danach die Mörder, die auch seine Frau verschleppt haben. Nebenschauplätze des Plots sind die Sehnsüchte einer Magiertochter, auch als Kriegerin anerkannt zu werden, und des Königs Sorge um einen integeren Erben, den das Drehbuch so überraschend in einer Backstory entdeckt wie die Krugs ihre revolutionäre Kampftechnik, sich als Brandbomben in die Abwehr des Feindes zu katapultieren.

    Mögen auch die Zuschauerreaktionen auf vereinzelte Dialoge anders als erhofft ausfallen, mögen auch manche Digitaleffekte in ihrer Qualität schwanken wie einige der Darsteller, ist „Schwerter des Königs“ unzweifelhaft Bolls mit Abstand bester Film. Die Ambitionen des Regisseurs sind erkennbar episch, die Actionsequenzen dank Veteran Siu-Tung Chin („House of Flying Daggers“) temperamentvoll und durchaus kinetisch. Und Jason Statham wirft sich mit einer Leidenschaft in den Kampf, als müsste er wie bei „Crank“ auch bei den Krugs Adrenalin pumpen. kob.

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