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Schwarze Milch

   Kinostart: 23.07.2020

Schwarze Milch: Drama um eine Frau, die auf der Suche nach ihren Wurzeln in die Mongolei reist, um ihre Schwester wiederzusehen.

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Filmhandlung und Hintergrund

Drama um eine Frau, die auf der Suche nach ihren Wurzeln in die Mongolei reist, um ihre Schwester wiederzusehen.

Als Kinder sind die Schwestern Wessi und Ossi unzertrennlich und leben in der mongolischen Wüste Gobi. Dann werden sie jäh getrennt. Wessi wächst in Deutschland auf, während Ossi als Nomadin in der Wüste zurückbleibt.

Mit dreißig Jahren lebt Wessi (Uisenma Borchu) ein vermeintlich beschauliches Leben mit ihrem Freund Franz (Franz Rogowski) in einer deutschen Großstadt. Doch sie sehnt sich nach ihrer Schwester. Als die Beziehung daran in die Brüche geht, kehrt sie Deutschland den Rücken zu und reist in die Mongolei auf der Suche nach ihrer Schwester. Nach einer langen Reise liegen sich Wessi und Ossi (Gunsmaa Tsogzol) nach Jahren der Trennung endlich wieder in den Armen.

Während die Wiedervereinigung zunächst höchst emotional verläuft, bilden die kulturellen Unterschiede zwischen den beiden Frauen schon bald eine tiefe Kluft. Ossi lebt ein traditionelles, einfaches Leben im Einklang mit der Natur. Wessi kann sich hingegen nur schwer an die Regeln und Bräuche gewöhnen. Frei von ihrem Ex und endlich mit ihrer Schwester vereint, will sie alleine ihre Entscheidungen treffen.

„Schwarze Milch“ – Hintergründe, Kinostart und FSK

Regisseurin und Hauptdarstellerin Uisenma Borchu stellt in ihrem neuen, semibiografischen Drama „Schwarze Milch“ die Konventionen der westlichen und östlichen Welt gegeneinander. Für die Dreharbeiten reiste sie mit Produzent und Kameramann Sven Zellner und dem Team in die Wüste Gobi und hielt dort die Handlung fast dokumentarisch fest. Während sie selbst die Hauptrolle als Wessi bekleidet, schlüpft Gunsmaa Tsogzol in die Rolle ihrer Schwester Ossi. In weiteren Rollen sind Terbish Demberel und Borchu Bawaa zu sehen.

Die Weltpremiere von „Schwarze Milch“ fand im Panorama-Programm auf der Berlinale 2020 statt. Am 23. Juli 2020 startet das Drama in den deutschen Kinos und erhielt die FSK-Freigabe ab 12 Jahren.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      FBW-Pressetext:

      Der Spielfilm in der Regie von Uisenma Borchu erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die sich nach Jahren der Trennung in der mongolischen Wüste wiedersehen und nun lernen müssen, wieder miteinander umzugehen. Mit eindrucksvollen und symbolisch aufgeladenen Bildern erzählt der Film von der Suche einer jungen Frau nach Heimat und der Sehnsucht nach den eigenen Wurzeln in einem Land, das ihr selbst völlig fremd geworden ist.

      Mit einem genauen Gespür für Atmosphäre erzählt die Filmemacherin Uisenma Borchu eine Geschichte voller Mystik und Symbolik. Dabei spielt die Sexualität, die Borchu mal deutlich, mal subtil inszeniert, eine große Rolle und steht sinnbildlich für die Macht, die die Frauen erfahren und auch ausüben. Auch in der Montage geht SCHWARZE MILCH mutige Wege. Borchu und ihre Co-Cutterin Christine Schorr arbeiten mit JumpCuts, schnellen Schnitten, wogegen die Kamera sich auch oft die Zeit nimmt, die Szenerie gerade in der Mongolei mit elegischen, fast dokumentarisch wirkenden Bildern einzufangen. Die beiden Schwestern verkörpern Tradition und Moderne, alte und neue Kultur, Heimat und Aufbruch. Dass die beiden Frauen dann doch auf ihre Weise zusammenfinden, liegt auch am überzeugenden Spiel von Borchu selbst und Gunsmaa Tsogzol. Wie Wessi selbst wird auch der Zuschauer mit einer fremden Welt konfrontiert, in der vieles als nicht vereinbar mit eigenen Erfahrungen wirkt. Doch, und das ist das Besondere an SCHWARZE MILCH, das Einlassen darauf ist die stimmungsvoll-sinnliche Erweiterung des Horizonts. Eine überaus lohnende filmische Reise.

      FBW-Jury-Begründung:

      Zwei Schwestern - Ossi und Wessi. So unterschiedlich die Charaktere der Beiden sind, so unterschiedlich gestaltete sich auch ihr Lebensweg. Ihre Kindheit verbrachten sie noch gemeinsam in einer Jurte in der mongolischen Wüste Gobi. Wessi zog mit den Eltern nach Deutschland und Ossi blieb in der Mongolei und führte dort das traditionelle Nomadenleben. Des Zusammenlebens mit ihrem Freund Franz überdrüssig, und voller Sehnsucht nach ihrer Schwester, kehrt Wessi nach vielen Jahren der Trennung in die Mongolei zurück. Mit großer Freude wird sie von ihrer Schwester empfangen und auch von Ossis Ehemann und dem Stiefvater gerne in die Nomadenfamilie aufgenommen. Doch sehr bald zeigt sich, dass die alten Traditionen der Nomaden, verbunden auch mit Überbleibseln der Schamanen, für Wessi zu einer großen Belastungsprobe werden. In ihrem Naturell ist sie sehr wild und freiheitsliebend. Die Enge der Jurte ist für sie mehr und mehr nicht zu ertragen, auch wenn sie weitgehend mit ihrer Schwester allein ist und die Männer irgendwo in der großen Stadt mit Kartenspiel und Alkohol ihr Leben verbringen. Die Frauen haben für die Viehherden und das Essen zu sorgen. Das ist für Wessi zu wenig und sie beginnt mit den Tabus der Nomaden zu brechen.
      Die Hauptdarstellerin Uisenma Borchu (Wessi) ist gleichzeitig Drehbuchautorin und Regisseurin und erzählt offensichtlich diese Geschichte mit starken persönlichen Bezügen. Ihr Film bricht dabei sehr stark mit üblichen Sehgewohnheiten. Die Dramaturgie verzichtet auf einen konventionellen Aufbau durch starke Zeitsprünge. Die Kamera schafft mit genauem Blick und dem Gespür für die Atmosphäre der Umgebung sehr schöne Bilder in einer archaischen Landschaft. Die Zuschauer erfahren viel von den alten Mythen und Traditionen der Nomaden, erleben aber auch die starken Einflüsse der Moderne auf sie. Dass der Film die Frage, ob Wessi bei Ossi in der gemeinsamen Jurte auf Dauer glücklich bleiben wird, offen lässt, ist eine weitere Qualität dieses mystisch stimmungsvollen und mit großer Ruhe und Intensität erzählten Films.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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    1. Schwarze Milch: Drama um eine Frau, die auf der Suche nach ihren Wurzeln in die Mongolei reist, um ihre Schwester wiederzusehen.

      Drama um eine Frau, die auf der Suche nach ihren Wurzeln in die Mongolei reist, um ihre Schwester wiederzusehen von und mit Uisenma Borchu, die mit ihrem Debüt „Schau mich nicht so an“ als eigenwillige Kinostimme Aufmerksamkeit erregte.
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