Schutzlos

  1. Ø 5
   2009
Schutzlos Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Schutzlos: TV-Drama nach Motiven des Buches "illegal - Die Geschichte einer Frau, die es offiziell nicht geben darf" von Steffen Bayer und Maria Moreno.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • René Heisig schildert nach Motiven des Buchs „Sie nahmen mir die Freiheit“ sehr eindringlich und anschaulich die Situation illegaler Einwanderer in Deutschland.

    Mit der Empfehlung, als erster Spielfilm den neu geschaffenen Fernsehbiber bei den 31. Biberacher Filmfestspielen gewonnen zu haben, kommt nun René Heisigs „Schutzlos“ zu seiner TV-Erstausstrahlung. Diese Auszeichnung kommt nicht von ungefähr, setzt sich dieses Drama doch auf eindringliche wie anschauliche Weise mit der verheerenden Situation illegaler Einwanderer (wovon laut Texttafel am Ende des Films schätzungsweise eine Million in Deutschland unerkannt leben) auseinander. Nach Motiven des Buchs „Sie nahmen mir die Freiheit“ (Maria Morenos „Geständnisse einer Illegalen“ wie es in der Unterzeile heißt) rollt Heisig, seit seinem Kinodebüt „Pauls Reise“ (1997) ausschließlich und sehr erfolgreich fürs Fernsehen tätig, das Schicksal der Autorin Moreno auf. In der Einstiegsszene sitzt die aus Honduras stammende Frau in einem Augsburger Internet-Café und kommuniziert mit ihren beiden Kindern, die sie in der Heimat zurücklassen musste. Wenig später stürmt eine Polizeieinheit den Laden, die offensichtlich eine Razzia unter Einwanderern durchführt, aber Maria kann mit viel Glück und Geschick entkommen. Von nun an erleben wir die beispiellose Tour de Force einer jungen Mutter, die sich in ständiger Angst vor Entdeckung und der damit verbundenen sofortigen Ausweisung nicht einmal traut, eine rote Ampel zu überqueren, einem miesen Wucherer (ich gebe dir 2000 Euro und du zahlst mit 6 mal 500 zurück) zum Opfer fällt und schließlich ihre Kinder, weil sie vom Ex-Mann geschlagen werden, unter schwierigsten Umständen zu sich nach Deutschland holt.

    „Schutzlos“ ist kein politischer Film, er will lediglich aufzeigen, wie mit Menschen wie Maria hierzulande umgesprungen wird. Und das tut er mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des Entertainments und einer Riege hervorragender Darsteller. Das betrifft nicht nur die Hauptrollen mit der umwerfenden Carolina Vera als Maria und Matthias Brandt, dem diesmal der sympathische Part des Retters in höchster Not zufällt, auch die Nebenrollen sind exquisit besetzt, sei es nun Andreas Giebel als grantelnder Vermieter, Maximilan Brückner als Marias Salsa tanzender, ansonsten aber ziemlich egoistischer Freund, oder Fahri Ogün Yardim („Chiko“), der als Gemüsehändler Herz und Helfer aller Illegalen ist. Für Tempo und Humor sorgt außerdem Mira Mazumbar als lebenslustige Marokkanerin Sami, die am Ende aber das schlimmste Schicksal zu erleiden hat. Sie wird, obwohl hochschwanger, nach einer Gerichtsverhandlung, die keine drei Minuten dauert und in ihrer menschenverachtenden Art kaum zu überbieten ist, in die Heimat abgeschoben. . Zudem wird Marias Existenzkampf mit wunderbaren lateinamerikanischen Klängen untermalt, die je nach Stimmung die Szenen melancholisch, optimistisch oder neutral flankieren. Fazit: Ein Sozial-Drama, das trotz oder gerade wegen seines tieftraurigen Themas unbedingt zu empfehlen ist. lasso.

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