Schimpansen (2012)

Originaltitel: Chimpanzee
Schimpansen Poster

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Filmhandlung und Hintergrund

Schimpansen: Bewegende Naturdoku über Schimpansen im Regendwald der Elfenbeinküste und Ugandas.

In einer Gruppe von Schimpansen im tropischen Regenwald Westafrikas befindet sich der kleine knuddelige Oscar. Er wird von seiner Mutter gehegt und gepflegt. Sie lehrt ihn, nach Essbarem zu suchen und Werkzeuge zu benutzen. Als sie nach einem Kampf mit einer rivalisierenden Gruppe von Schimpansen vermisst wird, ist das Jungtier auf sich gestellt und dem fast sicheren Tod ausgeliefert. Sein Überleben verdankt es dem Alpha-Männchen der Horde, das ihn quasi “adoptiert”.

Ein kleiner Schimpanse muss nach dem Verschwinden seiner Mama ums Überleben kämpfen. Bewegende Naturdoku über Schimpansen im Regenwald der Elfenbeinküste und Ugandas.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die unglaublichsten Geschichten schreibt das Leben. Das gilt auch für die Dokumentation "Schimpansen", denn sie wird zufällig Zeugin einer äußerst seltenen Begebenheit im Tierreich. Der eigentlich mit Führungsaufgaben ausgelastete Chef eines Schimpansen-Clans nimmt ein hilfloses Jungtier in Pflege. Solche Aufnahmen nehmen den Anspruch von Disney Nature, in der Wildnis nach dem "True Life Adventure" zu forschen, wirklich beim Wort. Der britische Regisseur Alastair Fothergill ("Unsere Erde", "Im Reich der Raubkatzen") und sein Kollege Mark Linfield ("Unsere Erde") liefern auch darüber hinaus spannende und vergnügliche Einblicke in das Leben des Schimpansenkindes und seiner Gruppe.

    Die Dreharbeiten, die hauptsächlich in einem Nationalpark an der Elfenbeinküste stattfanden, gestalteten sich schwierig. Das Filmteam war im Dschungel mit schlechten Sichtverhältnissen konfrontiert und konnte mit den Affen im Dickicht nur mühsam Schritt halten. Anders als in "Im Reich der Raubkatzen" wurde hier nicht gezielt nach Tierfamilien gesucht, in denen sich dramatische Ereignisse anbahnten. Aber indem sie den kleinen Oscar aufwachsen sahen, stießen die Dokumentarfilmer auf Geschichten, die sich zum angestrebten spielfilmähnlichen Spannungsbogen fügten. Dazu zählen die komischen Szenen beim Nussknacken. Oder die Revierkämpfe mit dem gegnerischen Clan, bei denen eine Thriller-Atmosphäre entsteht.

    Man erfährt eine Fülle interessanter Details aus dem Leben unserer tierischen Verwandten. Sie jagen und verspeisen gelegentlich Exemplare einer anderen Affenart, sie mögen die heftigen Regengüsse nicht, und sie übernachten in den Bäumen auf geschickt hergerichteten Schlafstellen aus Zweigen und Blättern. Die faszinierende Dschungelatmosphäre wird auch akustisch mit ihren vielen Tierlauten eingefangen.

    Leider sind die aus dem Off gesprochenen Kommentare nicht nur informativ, sondern auch anbiedernd auf witzig getrimmt. Mit dieser kleinen Einschränkung ist der Dokumentarfilm jedoch ein empfehlenswertes Kinoerlebnis für die ganze Familie.

    Fazit: Im Dokumentarfilm "Schimpansen" erlebt man an der Seite eines Affenkindes im Dschungel sensationelle und vergnügliche Abenteuer.
  • Bewegende Doku vom berühmten Regie-Duo Alastair Fothergill und Mark Linfield über ein Schimpansenkind im tropischen Regenwald Westafrikas. Das Wall Street Journal nannte Alastair Fothergill den “Spielberg der Naturfilme” und trifft damit ins Schwarze, gehen auf sein Konto doch nicht nur die zwei fulminanten Disneynature Produktionen “Unsere Erde” und “African Cats“, sondern auch “Deep Blue” über die Bewohner der Ozeane sowie weitere Dokumentarfilme und BBC-Serien. Gemeinsam mit Ko-Regisseur Mark Linfield (war auch bei “Unsere Erde” dabei) beobachtete er über drei Jahre eine Population von 35 Schimpansen im westafrikanischen Regenwald und liefert ein von der ersten bis zur letzten Sekunde bewegendes Erlebnis für den Zuschauer. Im Mittelpunkt steht der kleine Oscar, ein knuddeliger Wildfang, den seine Mutter lehrt, nach Essbarem zu suchen und Werkzeuge zu benutzen, und der mit seinen gleichaltrigen Kumpels die nahe Umgebung neugierig erkundet. Nach dem Angriff einer rivalisierenden Schimpansengruppe ist er plötzlich in einer Welt voller Gefahren auf sich alleine gestellt. Sein Überleben verdankt er nur einem älteren Alpha-Männchen, das ihn quasi “adoptiert”. Das Team drehte unter extremen Bedingungen, dennoch sind Kamera und Sound fantastisch und die Bilder vom Dschungel einzigartig. Den Machern gelang es, außergewöhnliche Momente im angestammten Lebensraum einzufangen, wie das Entwischen aus einem Hinterhalt der verfeindeten Gruppe und der Kampf zwischen den Schimpansen, dann wieder fast fröhliche Situationen, in denen die Tiere einen Nussbaumhain stürmen und sich an den Früchten delektieren. Mit der emotionalen und wie ein Spielfilm aufbereiteten Geschichte, die erst auf der großen Leinwand ihren Reiz entfaltet, schaffen Fothergill und Linfield die gewagte Gratwanderung zwischen menschlich und vermenschlicht, in dem die Schimpansen uns Zweibeinern im Sozialverhalten nicht unähnlich sind. Beratung erhielten die Produzenten von der Primatenforscherin Dr. Jane Goodall. “Schimpansen” ist mehr als nur ein Familienfilm für Jung und Alt, der Film sensibilisiert auch für die Bedrohung dieser Spezies. Ein Teil der Einnahmen aus dem Ticketverkauf in der ersten Startwoche fließt an die “Wild Chimpanzee Foundation”. mk.

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