Schimanski: Tödliche Liebe

  1. Ø 0
   2000
Schimanski: Tödliche Liebe Poster

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Da ist es wieder, das Energiebündel, das Raubein, der Prachtkerl. Die gleiche Jacke, die gleichen Manieren, die gleiche Sehnsucht nach Gerechtigkeit; nur „Scheiße“ sagt Schimanski kaum noch. Im neuesten Fall ermittelt der Kommissar a.D. und Freizeitschnüffler in einer Drückerkolonne. Ein junges Mädchen ist tot im Duisburger Hafen gefunden worden. Die Spur führt in eine Mafia-ähnliche geführte Gemeinschaft verkrachter Existenzen, die von ihrer Chefin mit despotischer Härte geleitet wird. Schimanski gibt sich als früherer Gangsterkönig aus und lernt eine Welt kennen, in der ganz eigene Regeln herrschen.

    Für Regisseur Andreas Kleinert („Klemperer“) ist der Film jedoch allenfalls in zweiter Linie ein Krimi; Kleinert wie auch die ausgezeichnete Hauptdarstellerin Katrin Saß (als Herrscherin dieser Welt) sehen in „Tödliche Liebe“ vor allem Liebesgeschichten. Tatsächlich versucht das Drehbuch (Christa Kosmala, Peter Zingler), zwei Ebenen miteinander zu verknüpfen: hier Schimanskis „Under Cover“-Ermittlungen, dort sein Privatleben, in dem sich Freundin Marie-Claire recht brüsk und unvermittelt von ihm trennt. Auch die Mitglieder der Drückerkolonne, ja sogar ihre Chefin suchen in erster Linie Liebe und Geborgenheit; die eigentliche Krimihandlung tritt daher zwangsläufig in den Hintergrund.

    Am überzeugendsten ist Kleinert die Schilderung des Drückermilieus gelungen. Die Figuren wirken ebenso authentisch wie ihr Alltag, der von Kameramann Johann Feindt und Ausstatter Jochen Schumacher in entsprechend tristen Farben gezeigt wird; Recherchen dürften in dieser hermetisch abgeschlossenen Welt äußerst schwierig gewesen sein. Weniger gut gelungen ist Kleinert die flüssige Kombination der diversen Handlungsstränge; und der neue Ko-Star Hunger (Julian Weigend) bekommt viel zu wenig Raum, um sich zu entfalten. Am meisten aber schadet dem Film ausgerechnet der Superstar: Götz George schlüpft zwar mit Lust in die Rolle des schmierigen Ganoven, begnügt sich dabei aber bloß mit all jenen Manierismen, mit denen er seine verschiedenen Rollentypen stets auszustatten pflegt. tpg.

Kommentare