Schimanski: Asyl

  1. Ø 0
   2002
Schimanski: Asyl Poster
Alle Bilder und Videos zu Schimanski: Asyl

Filmhandlung und Hintergrund

Schimanski: Asyl: Paraderolle für Schimmi: er darf undercover als Trucker bei einer internationalen Schlepperorganisation anheuern.

Darsteller und Crew

Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Reifer sei er geworden, souveräner, sagt Götz George; und spricht damit vielleicht auch über sich. Vor allem aber meint er Schimanski, das Raubein aus Duisburg, das zwar immer noch an seinem Markenzeichen, der Jacke, zu erkennen ist, ansonsten aber kaum noch etwas mit dem liebenswerten Rüpel zu tun hat, der zwanzig Jahre zuvor in der deutschen Krimilandschaft für Furore sorgte. Längst wird der Mythos nur noch benutzt, um Betroffenheitsfernsehen zu produzieren. Diesmal geht es um das Thema Menschenhandel. Mit dem Schmuggel von Flüchtlingen etwa aus Tschetschenien, weiß Autor Horst Vocks, wird mittlerweile mehr Geld verdient als mit dem Rauschgifthandel. Und weil Menschenhandel eine schmutzige Sache ist, muss Schimanski mitmischen; zwar nicht ganz freiwillig, aber schließlich doch mit gewohntem Engagement.

    Der Film beginnt mit zwei Dutzend Leichen: Flüchtlinge sind in einem Container qualvoll erstickt. Bloß ein Junge, Attila (Sebastian Urzendwosky), hat überlebt. Schimanski adoptiert ihn kurzerhand und lässt sich dann vom alten Kumpel Hänschen (Chiem an Houweninge) und dessen immer noch schnöseligem Kollegen Hunger (Julian Weigend) unsanft als Undercover-Ermittler engagieren: Er wird in die Schlepperbande eingeschleust, damit die Polizei an die Hintermänner kommt. Dann aber fliegt die Tarnung auf; nun ist nicht nur Schimanski in Gefahr, sondern auch Attila.

    Regisseur Edward Berger („Frau2 sucht Happy End“), der schon den Schimanski-Film „Kinder der Hölle inszeniert hat, traute aber der Geschichte offenbar nicht ganz und bereichert die Handlung immer wieder um unnötige Mätzchen. Die Schnitte sind sprunghaft und die Handkamera wackelt derart, dass man unwillkürlich nach einem Halt sucht. Auf diese Weise entsteht eine Hektik, die der ansonsten eher unspektakulären Geschichte kaum angemessen ist.

    Ohnehin erinnert auch dieser „Schimanski“-Film, der insgesamt vierzigste, nur noch von Ferne an die einstigen „Tatort“-Glanzlichter, und das, obwohl (oder weil?) Autor Vocks die Figur vor gut zwanzig Jahren gemeinsam mit Thomas Wittenburg erfunden hat. Der Mythos hat sich endgültig überlebt; es wird Zeit, die Jacke für immer an den Nagel zu hängen. tpg.

Kommentare