Schatten der Wahrheit

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   2000
Schatten der Wahrheit Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Schatten der Wahrheit: Subtiler Schocker im Stil von "The Sxith Sense" mit zahlreichen Hitchcock-Verweisen über ein Ehepaar, das eine Leiche im Keller hat.

Das gut situierte Ehepaar Norman und Claire zieht in ein luxuriöses Haus am See. Während Norman sich in der Uni seiner Arbeit widmet, muss Claire lernen, mit der Einsamkeit fertig zu werden. Argwöhnisch beobachtet sie die Nachbarn und vermutet bald, einer Bluttat auf die Spur gekommen zu sein. Aber auch im eigenen Haus geschehen mysteriöse Dinge.

Kurz, nachdem die zum Teenager herangereifte Tochter das Haus in Richtung College verlässt, entwickelt die gutsituierte und scheinbar glücklich verheiratete Ex-Cellestin Claire Spencer in ihrem malerischen Landhaus scheinbar ein übersteigerte Wahrnehmung. Das jedenfalls vermutet ihr beruflich höchst erfolgreicher Ehemann Norman, als sie ihn mit dem Verdacht konfrontiert, ihre Nachbarin könne einem heimtückischen Verbrechen zum Opfer gefallen sein. Die Situation spitzt sich zu, als paranormale Erscheinungen Claire den Weg zu einem dunklen Geheimnis in der Vergangenheit weisen.

Das gut situierte Ehepaar Norman und Claire zieht in ein luxuriöses Haus am See. Während Norman sich seiner Arbeit widmet, beobachtet Claire die Nachbarn und vermutet bald, einer Bluttat auf die Spur gekommen zu sein. Die Situation spitzt sich zu, als ihr paranormale Erscheinungen den Weg zu einem dunklen Geheimnis in der Vergangenheit weisen. Robert Zemeckis serviert ein an beste Hitchcock-Werke erinnerndes Meisterwerk der Spannungsdramaturgie.

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Kritikerrezensionen

  • Für Harrison Ford und La Belle Michelle Pfeiffer klingelten mit dem übernatürlichen Thriller nach einer längeren kommerziellen Flaute erstmals wieder die Kinokassen. Sie sind als Ehepaar zu sehen, das mit ansehen muss, wie der „einzige Fehltritt eines perfekten Ehemannes“ in Gestalt des Geistes seiner toten Liebhaberin ihr häusliches Idyll zerstört. Für seine erste Thriller-Inszenierung ließ sich Regisseur Robert „Forrest Gump“ Zemeckis nicht unerheblich von Alfred Hitchcock inspirieren. Dem Großmeister des Suspense wird in der detailverliebten Hommage mit Szenenzitaten und der Imitation ausgewählter Hitch-Scores gehuldigt.

    Drehbuchautor (und Theaterregisseur) Clark Gregg konstruierte die „Eine verhängnisvolle Affäre“-meets-„The Sixth Sense“-Story in drei Akten. Zunächst wird das Szenario eines möglichen Mordgeheimnisses aufgebaut, dann fließen langsam und bedrohlich Elemente einer klassischen Geistergeschichte ein, um die Ereignisse schließlich in bester Horror-Tradition gipfeln zu lassen. Unterschwellig wird freilich erzählt, was passiert, wenn Amoral in Form von Ehebruch mit einer sexuell aggressiven Überfrau zum Zerfall des heiligen amerikanischen Familiennukleus führt.

    Eingeführt werden Claire und Norman Spencer als wohlhabendes Ehepaar, deren Tochter das Elternhaus verlässt, um zu studieren. Claire verbringt fortan viel Zeit allein in ihrem abgelegen Haus am See, da Norman als prominenter Wissenschaftler häufig lange im Labor beschäftigt ist. Sie entwickelt ein starkes Interesse für das seltsame Benehmen ihrer neuen Nachbarn und beobachtet sie in der selben Weise, wie James Stewart in „Das Fenster zum Hof“ spionierte. Sie hat schließlich den Verdacht, dass ein Mord stattgefunden hat, obwohl Norman ihre Vermutungen brüskiert vom Tisch wischt. Gleichzeitig steigert sich ihre emotionale Hysterie, da Objekte ein Unheil schwangeres Eigenleben annehmen. Türen scheinen sich von allein zu öffnen, ein Bilderrahmen fällt wiederholt zu Boden, und die Badewanne (seit „Psycho“ hat wohl keine mehr eine ähnliche Bedrohung ausgestrahlt) füllt sich immer wieder. Wasserdunst (anstelle des kalten Hauchs in „The Sixth Sense“) tritt auf und Claire beginnt die Reflektion einer jungen Frau in (Wasser)-Spiegeln wahrzunehmen. Einige spiritistische und Psychiater-Sitzungen später kommt Claire der Untreue ihres Ehemannes auf die Spur und langsam beginnen diverse Andeutungen (sechsten) Sinn zu machen.

    Pfeiffer bietet eine Glanzleistung als Heldin in Bedrängnis und porträtiert gekonnt eine Figur, die zwischen emotionaler Labilität und Nervenstärke schwankt. In Anbetracht von Fords sporadischer Leinwandanwesenheit ist es vornehmlich sie, die den Film trägt – und das absolut überzeugend. Zemeckis, der seine erste Produktion für Dreamworks (in Koproduktion mit Fox) während der mehrmonatigen Drehpause von „Castaway“ gedreht und fertig gestellt hat, erzeugt mit zahlreichen effektiven Überraschungsmomenten und den berühmten „red herrings“ (falsche Fährten legen) solide Suspense, auch wenn sein Genremix nicht immer ganz rund anmutet. Dennoch ein überzeugend und stilistisch bestechender Beitrag zum Horror-Revival, von dem sich vornehmlich ältere Semester gerne schocken lassen werden. ara.

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