Schatten der Gerechtigkeit

  1. Ø 4.4
   2009
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Filmhandlung und Hintergrund

Schatten der Gerechtigkeit: TV-Thriller: Yvonne Catterfeld als Polizistin, die nicht nur einen Fall aufklären, sondern auch ihren Kollegen bespitzeln soll.

Die junge Polizistin Maria wird von der Dienstaufsicht auf ihren früheren Ausbilder Edgar angesetzt. Der hat im Verlauf seiner Jagd nach einem Mädchenmörder offenbar alle einstigen Ideale verloren und will Gerechtigkeit um jeden Preis. Maria soll herausfinden, ob er auch hinter dem Tod seines Partners steckt. Kein leichter Job, denn Edgar ist nicht nur eine Legende bei der Berliner Polizei, sondern auch Marias früherer Geliebter.

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Kritikerrezensionen

  • Die meisten Schauspieler sehnen sich danach, auch mal ganz andere Rollen zu spielen: Der ewige Verlierer will endlich den jugendlichen Liebhaber verkörpern, der Bösewicht vom Dienst auf der Seite der Guten stehen. Oft ist die Besetzung gegen ein Image reizvoll, aber selten so verblüffend wie in diesem Fall. Yvonne Catterfeld im beherzten Nahkampf, bei dem sie in jeder Hinsicht eine ausgezeichnete Figur macht: Das ist durchaus verblüffend und sportlich wie darstellerisch äußerst respektabel.

    Die zweite Überraschung ist das Sujet: Nach der Quotenkatastrophe „Blackout“ hat man sich bei Sat.1 vermutlich geschworen, nie wieder Filme über korrupte Polizisten zu erzählen. Dieser Thriller aber zeigt Figuren, die sich im Zwielicht bewegen. Ein gewalttätiger Polizist, der Gerechtigkeit will, und das um jeden Preis: im Kino ein alter Hut, aber für Sat.1 ganz schön mutig.

    Die Handlung beginnt mit einer Falle: Maria, eine ebenso ehrgeizige wie begabte junge Ermittlerin (Catterfeld), legt sich mit zwei Drogendealern an. Ihr Partner Kohler (Oliver Korittke) schaut seelenruhig dabei zu, wie einer der Gangster seine Kollegin beinahe erwürgt, ehe er doch noch eingreift. Als Maria später entdeckt, dass Kohler einen Beutel Rauschgift unterschlagen hat, zeigt sie ihn an. Freunde macht sie sich im Revier damit nicht, aber für die Dienstaufsicht qualifiziert sie sich auf diese Weise für einen heiklen Auftrag: Sie soll ihrem früheren Ausbilder Edgar Feindt (Richy Müller) bei der Suche nach einem Entführer und Mörder kleiner Mädchen helfen; und gleichzeitig überprüfen, ob ihr einstiger Mentor noch auf der richtigen Seite steht. Edgars Partner, der für einen Polizisten auf viel zu großem Fuß lebte, ist erschossen worden. Die internen Ermittler wollen wissen, ob womöglich Edgar dahinter steckt.

    Die Kombination Catterfeld/Müller ist ebenso ungewöhnlich wie interessant, zumal das Drehbuch von Stefan Kolditz („Dresden“) dem Duo viele Facetten anbietet. Natürlich verbindet Maria und Edgar mehr als nur die Liebe zum Beruf, weshalb ihr die Aufgabe, einen Kollegen zu bespitzeln, der mal Vorbild und Geliebter war und in den Reihen der Berliner Polizei als Legende gilt, um so schwerer fällt. Mehr und mehr schiebt sich allerdings die Jagd nach dem Kinderschänder in den Vordergrund, in deren Verlauf die Polizistin erkennen muss, dass Edgars einstige Ideale auf der Strecke geblieben sind.

    Es ist vor allem die permanente Vielschichtigkeit, die den großen Reiz dieses Krimis ausmacht, zumal Maria auch noch ausgerechnet mit jenem Beamten (Stephan Kampwirth) aus der Dienstaufsicht liiert ist, der sie auf Edgar angesetzt hat. Hans-Günther Bücking (Regie und Kamera) hat aus Kolditz‘ komplexer Geschichte einen fesselnden Thriller gemacht, der ganz beiläufig auch einen Besetzungs-Gag zu bieten hat: Edgars toten Kollegen verkörpert Catterfelds Lebensgefährte Oliver K. Wnuk. tpg.

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