Filmhandlung und Hintergrund

Ironische Story um eine Familie, deren ruhiges Leben in einem kleinen irischen Dorf durcheinander gerät.

Joe, Frank und Carmel sind die (fast) erwachsenen Kinder des verwitweten Frittenbudenbesitzers George Beneventi. Ihr friedliches Leben in einem kleinen irischen Küstendorf gerät durcheinander, als Frank von den immensen Schulden seines Vaters beim örtlichen Kredithai erfährt. Während er beschließt, den Fall auf eigene Faust zu lösen, wird Joe beschuldigt, ein Mädchen vergewaltigt zu haben.

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Kritikerrezensionen

  • Saltwater: Ironische Story um eine Familie, deren ruhiges Leben in einem kleinen irischen Dorf durcheinander gerät.

    Vom vielseitigen Talent des erfolgreichen irischen Bühnenautors Conor McPherson zeugt sein melancholisch-ironischer Filmerstling „Saltwater“. Skript, Fotografie, Schauspielführung und Musik bilden eine ausgeglichene, wohl temperierte Einheit, die die Frittenbudenbesitzer-Familie Beneventi und ihren keineswegs langweiligen Alltag in einem kleinen Dorf an der See porträtiert.

    Als Frank, der älteste Sohn von George Beneventi, von den immensen Schulden seines Vaters beim örtlichen Kredithai (überzeugend abstoßend gespielt von Brendan Gleeson) erfährt, greift er zur selbstgebastelten Waffe, um den Fall auf eigene Faust zu lösen. Obwohl er sich als ziemlicher Stümper erweist, gelingt es dem nachdenklichen und braven Fish’n’Chips-Koch, das gefürchtete Ekelpaket auszurauben. Doch die Dorfpolizistin hegt nicht nur unerwiderte, zärtliche Gefühle für ihn, sondern auch einen hartnäckigen Verdacht. Als ob das an Turbulenzen nicht genüge, wird der kräftig in die Wirren der Pubertät geratene kleine Bruder Joe beschuldigt, ein Mädchen vergewaltigt zu haben. Im Gegensatz zu Frank ist er völlig unschuldig und sucht Trost in seinen sich wiederholenden Träumen von seiner toten Mutter. Carmel, das dritte Kind, trägt zum Heil der Familie mit ihrem randalierenden Freund bei, einem Philosophiedozenten, der sie mal betrügt, mal belabert und sich besonders bei unpassenden Anlässen gerne betrinkt und erbricht. Bei so viel Butter hinter diversen Ohren kann man sich gegenseitig nichts vorwerfen. Die Beneventis helfen einander lieber aus der (Toll-)Patsche und stolpern so bis zum zartbitteren Ende, das offen lässt, ob wirklich alles gut wird.

    Obwohl die Spannungskurve in „Saltwater“ einer ziemlich geraden, waagerechten Linie ähnelt, halten die professionell platzierten Gags und kleine Wendungen in den zahlreichen Plots das Interesse ständig wach und die Unterhaltung auf einem angenehm hohen Niveau. Ohne falsche Töne, aber dafür mit viel Sinn für Humor, surreale Bildern und irischer Popmusik, gelingt es McPherson einen Film zu inszenieren, bei dem im Kino viele glücklich irische Meeresluft schnuppern und sich zugleich zu Hause fühlen werden. csz.

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