Filmhandlung und Hintergrund

Fröhlich lockere Komödie aus Schweden, in der eine erfolglose Schauspielerin durch geschönten Lebenslauf zur erhofften Anstellung kommt - und einige Probleme lostritt.

Isabella geht auf die 40 zu und hat bisher noch nicht wirklich viel in ihrem Leben vorzuweisen. Während ihre Freundinnen Karriere und/oder ihre Kindern pflegen, lebt sie allein in einem kleinen Apartment und träumt vom Durchbruch als Schauspielerin. Doch ihr Durchbruch scheitert auch am Lampenfieber, mit dem sie jedes Casting in den Sand setzt. Schließlich beschönigt sie ihren Lebenslauf und gibt an, Akrobatin zu sein, auch wenn sie darin keinerlei Talent besitzt. Nichtsdestotrotz bekommt sie eine Rolle am Königlichen Schauspielhaus in Stockholm. Und auch in Sachen Beziehung scheint sich etwas zu tun.

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Kritikerrezensionen

    1. Auch am Kinoprogramm erkennt man den Wintereinbruch, denn plötzlich werden nordische Filme verstärkt eingesetzt, die alle mehr oder weniger an Weihnachten spielen. Schon vor drei Jahren entstand „Salto für Anfänger“ als schwedisch-dänisch-österreichische Co-Produktion. Der netten Liebes- und Verwicklungskomödie fehlt zwar der sarkastisch-bittere Witz von „Ein Mann von Welt“ oder „Ein gutes Herz“ sowie die lakonischen Melancholie von „Home for Christmas“, aber kurzweilig und temporeich kann die Romanadaption durchaus unterhalten.

      Für die Verfilmung ihres Romans „Wunderbar (und von allen geliebt)“ schrieb Schauspielerin Martina Haag das Drehbuch und verkörpert zudem die Protagonistin Bella. Diese stets fröhliche, aber erfolglose Nachwuchsakteurin gerät in Schwierigkeiten, als ihr geschönter Lebenslauf zwar zum angesehenen Theaterengagement bei einer Ingmar Bergman-Inszenierung führt, sie die geforderten Akrobatikeinlagen jedoch keinesfalls vorweisen kann. Ein wenig verwundert es schon, dass sich das schwedische Nationaltheater nicht vorab von den behaupteten Fähigkeiten seines Neuzugangs überzeugte. Jedenfalls bietet diese Ausgangssituation Raum für allerlei turbulente und amouröse Wendungen, zumal sich die schüchterne Singlefrau noch einen berühmten Kollegen angelt.

      Der gleichfalls in Hollywood erfolgreiche Nikolaj Coster-Waldau („Black Hawk Down“, „Wimbledon“) darf dabei in der Rolle des dänischen Frauenschwarms Micke sein Starimage auf den Arm nehmen. Ohnehin bietet der milde Seitenhieb auf den schwer umkämpften Schauspielermarkt, bei dem sicherlich Martina Haags eigene Erfahrungen eingeflossen sein mögen, reichlich Gelegenheit für Gastauftritte schwedischer Akteure. Reine Brynolfsson („Kitchen Stories“) verkörpert sich ebenso selbst wie in einer Traumsequenz „Kommissar Beck“-Regisseur Kjell Sundvall, Mikael Persbrandt als Becks Kollege Larsson und seine Lebensgefährtin Marie Richardson.

      Mit solchen Tagträumen und Bellas privaten Familienhintergrund legt „Salto für Anfänger“ einen flotten Erzählrhythmus vor, ohne inhaltlich neue Wege beschreiten zu wollen. Erst bei Bellas und Mickes romantischer Wien-Exkursion gerät das Tempo etwas ins Stocken, wobei diese Sequenzen wohl mehr dem österreichischen Produktionspartner geschuldet sind. Dafür entschädigt eine witzige Schlusspointe, die vielen Genreerwartungen durchaus zuwider läuft. Ein Manko stellt allerdings die schwache Synchronisation dar. Zuweilen weiß man nicht, ob Martina Haag in ihrer Rolle eine überforderte Aktrice verkörpert oder ob es lediglich ihre deutsche Sprecherin ist. Deshalb scheint es von Vorteil, dass die Guillaume Depardieu-Filme „Au Voleur“ und „L’enfance d’Icare“ des gleichen Verleihs Projektor demnächst nur untertitelt in unsere Kinos gelangen.

      Fazit: Konventionelle, aber charmante Liebeskomödie im Theatermilieu mit leichten Spitzen auf den Schauspielerbetrieb.
    2. Salto für Anfänger: Fröhlich lockere Komödie aus Schweden, in der eine erfolglose Schauspielerin durch geschönten Lebenslauf zur erhofften Anstellung kommt - und einige Probleme lostritt.

      Leichtfüßig und charmant kommt diese schwedische Komödie daher und lässt nach Bestsellervorlage eine nordische Bridget Jones aufs Königliche Schauspielhaus von Stockholm los.

      Sie könnte glatt die ältere Schwester der chaotischen Engländerin sein: Isabella – gespielt von dem schwedischen Multitalent Martina Haag, die mit ihrem gleichnamigen Bestseller 2005 einen großen Erfolg in ihrer Heimat erlangte. Dass die „Elle“-Autorin die Hauptrolle in der Verfilmung des eigenen Buchs spielt, spricht für ihr Selbstbewusstsein, aber sie passt erstaunlich gut und ist schlichtweg liebeswert. Regisseur Hannes Holm, der nach „Adam & Eva“ und „Shit Happens“ bereits zum dritten Mal mit ihr zusammenarbeitet, hat die sympathisch-harmlose Komödie mitsamt Feel-Good- und Romantik-Elementen perfekt auf sie zugeschnitten.

      So kann sich Haag als Lebenskünstlerin (Isa)Bella vorstellen, die eigentlich nichts besonders kann. Während Freunde längst Karriere oder Familie haben, lebt sie allein in einem kleinen Apartment und träumt von dem Durchbruch als Schauspielerin. Da sie aber rasant auf die 40 zugeht und ihre Castings regelmäßig durch Lampenfieber vermasselt, bleibt ihr nur die Hoffnung. Ausgerechnet durch einen kreativ optimierten, sprich gelogenen Lebenslauf erhält sie eine Rolle am Königlichen Schauspielhaus in Stockholm, bei niemand geringerem als Ingmar Bergman, der – ein running gag – durch Abwesenheit glänzt. Aber nur, weil man sie für eine Akrobatin hält, die halsbrecherische Stunts aufführen soll. Bella denkt nicht daran, das Missverständnis aufzuklären, denn schließlich ist das die Rolle ihres Lebens, auch wenn sie keinerlei Talent besitzt. Und dann hat auch noch der dänische Star Micke (Nikolaj Coster-Waldau) ein Auge auf sie geworfen. Alle Warnungen ihrer besten und sehr bodenständigen Freundin in den Wind schlagend, lässt sich das naive Mauerblümchen von dem Womanizer um den Finger wickeln. Der Egoman benutzt sie von Anfang an, was Bella beflissentlich ignoriert. Aber Rache ist ja bekanntlich süß, denn so hilf- und wehrlos, wie Bella vorgibt, ist sie letztendlich nicht.

      Wie sich die Dünnbrettbohrerin trotz aller Unbedarftheit durchschlägt, ist wirklich charmant und mit verhaltener Situationskomik gepflastert, aber nie aufdringlich oder grell – und leider auch ziemlich überraschungslos. Viele Nebenfiguren, wie ihre neunmalklugen Eltern, oder ein exzentrischer französischer Akrobat Namens Voltaire, der das Moppel-Ich absurde Purzelbäume schlagen lässt, runden die humoristische Studie einer vom Leben Vernachlässigten ab, die sich konsequent weigert, erwachsen zu werden, und dennoch ihr Recht auf Glück einfordert. tk.

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