Salsa und Amor (1999)

Originaltitel: Salsa
Salsa und Amor Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Salsa und Amor: Liebesgeschichte um einen jungen Franzosen, der um jeden Preis als Salsa-Musiker anerkannt werden will.

Der junge Rémi ist leidenschaftlicher Salsatänzer und träumt davon, sich in Paris in einer Tanzgruppe zu etablieren. Als Franzose ist das kaum zu schaffen, darum nimmt Rémi kurzerhand die Identität eines Kubaners an: er geht ins Solarium, bis der richtige Teint erreicht ist, spricht südamerikanischen Akzent, nennt sich um, bis er endlich als Salsalehrer engagiert wird.

Rémi Bonnet verfügt über eine klassische Konzertausbildung, frönt aber eigentlich dem Salsa. Sein Traum ist es, in der Salsa-Szene von Paris Fuß zu fassen. Doch als Weißer erntet er in der von Kubanern beherrschten Domäne nur Spott und Hohn. Aber Rémi gibt nicht auf. Er “erfindet” sich eine neue Identität, färbt das Haar und besucht regelmäßig ein Sonnenstudio. So kommt er schließlich als Tanzlehrer im “Casa Cubana” unter, wo er sich in die bildhübsche Natalie verliebt. Die ist aber schon vergeben, und ihr Verlobter mag Kubaner nicht besonders…

Rémi muss die Hilfe eines Sonnenstudios und neue Haarfarbe in Anspruch nehmen, um Salsa-Tanzlehrer zu werden. Doch als er Natalie kennen lernt, ist sein “kubanisches” Äußeres plötzlich hinderlich. Heiße Rhythmen und viel Gefühl können die schwache Story ausgleichen.

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Märchenhafte Sommerunterhaltung aus Frankreich im Kuba-Trend: Musik, Tanz und Liebe und die Verwirrung der Gefühle im Sturm und Drang zwischen Illusion und Wirklichkeit. Gleichzeitig berührt der Film von Joyce Sherman Bunuel auch das Thema des multikulturellen Miteinander in der Story von dem Franzosen, der lieber Kubaner sein möchte. Die mitreissende Latino-Musik macht gute Laune und Durst auf “Mojitos”.

    Was Ry Cooders Buena Vista Social Club anrichtet, war sicher nicht vorauszusehen. Immerhin hat es den Bunuel-Drehbuch-Autor Jean-Claude Carrière (“Dieses obskure Objekt der Begierde”) zu seinem bisher konventionellsten Szenario inspiriert, das er zusammen mit Regisseurin Joyce Bunuel schrieb. Wie in einer Hollywood-Operette der vierziger, fünfziger Jahre läuft die vorhersehbare Story ab, die durch die Mitwirkung kubanischer Musiker und Tänzer den animierenden Schwung bekommt. Wenn Rémi (Vincent Lecoeur), der Bürgerssohn aus Toulouse, die klassische Pianisten-Karriere aufs Spiel setzt und lieber bei Kubanern als Salsa-Musiker anheuert und sogar Haar- und Hautfarbe verdunkelt, ist das ein rührend-symathischer Akt jugendlichen Protests gegen elterliche Bevormundung. Und es ist natürlich nur eine Frage der Drehbuchdramaturgie, bis die unscheinbare Bürokraft Nathalie (Christianne Gout), die einen rassistischen Vater (Roland Blanche) und einen langweilig pingeligen Verlobten hat, in das kubanische Ambiente kommt und dort in den Armen von Rémi, der sich jetzt Mongo nennt, zur temperamentvoll erotischen Salsa-Tänzerin mit Feuer im Blut und Seele wird. Emotionale Verwicklungen, Eifersucht, Polizeirazzien bleiben nicht aus und sorgen für Momente freundlicher Spannung. Denn schließlich geht es Joyce Sherman Bunuel um eine romantische Komödie, die den Gedanken an die Realität nicht ganz ausschalten will. Und so berührt eine Liebesgeschichte, die sich erst nach Jahrzehnten im hohen Alter erfüllen soll zwischen einer Französin und einem Kubaner, auf eine besondere, melancholische Weise. Schließlich gibt es ein doppeltes Happy End nach bester Hollywood-Tradition. So dürfte der Film ein großes Publikum begeistern, hat er doch auch die richtigen heißen Rhythmen für unsere nasskalten Sommertage. fh.

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