Filmhandlung und Hintergrund

Actionreicher Militärthriller über die blutige Nachernte eines eskalierenden US-Militäreinsatzes im Jemen.

Bei einem Auftrag im Jemen, in dem die US-Botschaft evakuiert werden muss, lässt Col. Childers auf Demonstranten schießen, nachdem diese das Feuer auf die US-Soldaten eröffnen. Knapp 100 Tote sind das Resultat - und Childers soll dafür vor dem Militärgericht verantwortlich gemacht werden. Er sucht Rechtsbeistand bei seinem alten Weggefährten Col. Hodges und verteidigt seinen Einsatz für sein Land gegen alle Widerstände.

Ein Leben lang diente Marines-Colonel Terry Childers seinem Land - wenn auch mit unkonventionellen Methoden. Er greift auch wieder einmal tapfer ein, als die US-Botschaft im Jemen von wütenden Demonstranten bedroht wird. Aber die Lage eskaliert. Als bewaffnete Frauen und Kinder auf die Truppe schießen, lässt Childers das Feuer erwidern - und landet dafür vor dem Kriegsgericht. Verzweifelt bittet er einen alten Freund und Anwalt, dem er einst in Vietnam das Leben rettete, ihn zu verteidigen. Doch alle Indizien sprechen gegen Childers…

Als die US-Botschaft im Jemen von wütenden Demonstranten bedroht wird, erteilt Col. Childers Schießbefehl. Knapp 100 Tote sind das Resultat. Childers landet dafür vor dem Militärgericht und bittet einen alten Vietnam-Kameraden um Rechtsbeistand.

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Kritikerrezensionen

  • Rules - Sekunden der Entscheidung: Actionreicher Militärthriller über die blutige Nachernte eines eskalierenden US-Militäreinsatzes im Jemen.

    Die Regeln des Gefechts untersagen, auf unbewaffnete Zivilisten zu schießen. Genau dieser Verstoß wird einem hochdekorierten Marine-Colonel nach einer blutigen Evakuierungsmission im Mittleren Osten vorgeworfen. Und so findet er sich unter Mordanklage vors Militärgericht gestellt. Diese Kombination von actionreichem Militärthriller und spannendem Gerichtssaaldrama gereichte bereits „Mut zur Wahrheit“ und „Eine Frage der Ehre“ zu Hit-Ehren, und so stehen die kommerziellen Aussichten für den ähnlich konzipierten Thriller um Kriegsethos, Ehre, Freundschaft, Gerechtigkeit und Patriotismus entsprechend gut, zumal mit Tommy Lee Jones und Samuel L. Jackson zwei Publikumslieblinge für William Friedkin vor der Kamera stehen.

    Der etwa zehnminütige Prolog ist in Vietnam angesiedelt und zeigt die Lebensrettungsaktion im Dschungelgefecht, die die langjährige Freundschaft zwischen Colonel Terry Childers (Jackson) und Colonel Hayes Hodges (Jones) zementiert hat. Regisseur Friedkin („Der Exorzist“) inszeniert die Kampfszenen ähnlich klinisch-graphisch wie in „Der Soldat James Ryan“ vorexerziert und stellt eine seinerzeit durch die Weltpresse gegangene Exekutionsszene nach. 30 Jahre später wird Col. Childers nach Jemen geschickt, um dort den amerikanischen Botschafter (Ben Kingsley) zu evakuieren. Bei seiner Ankunft wird die Botschaft von über 200 Demonstranten attackiert. Scharfschützen ballern von den Dächern. Nachdem er drei von seinen Marines verliert, gibt Childers den Befehl das Feuer zu eröffnen. Das Fazit sind 83 tote Araber, darunter Frauen und Kinder, und an die 100 Verletzte. Um den folgenden internationalen Skandal zu entschärfen, verlangt der nationale Sicherheitsberater Sokol (Bruce Greenwood, zuletzt mit Jones in „Doppelmord“), die Verantwortung auf Childers abzuwälzen und ein Exempel zu statuieren. Childers bittet seinen alten Kumpel Hodges ihn vor Gericht zu vertreten: Sollte es zur Mordanklage gegen ihn kommen, sei alles ein Verbrechen gewesen, was er für sein Land in Vietnam, im Libanon und im Persischen Golf getan habe. Konfrontiert mit dem eiskalten, aber fairen Ankläger Major Briggs (hervorragend: Guy Pearce aus „L.A. Confidential“), begibt sich Hodges zur Spurensuche vor Ort in den Libanon…

    Das Drehbuch von TV-Autor Stephen Gaghan geht ein an sich ambivalentes Thema mit einer sehr geradlinigen Strategie an. Das verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass die Story von James Webb, einem ehemaligen Marine-Infanteriekommandanten und Generalsekretär der Navy, stammt. Sein erklärtes Anliegen ist es, den Ehrenkodex von Soldaten gegenüber dem unwissenden Unverständnis von Zivilisten zu verteidigen. Jones und Jackson geben beide zackige Vertreter der militärischen Zunft ab, auch wenn ihre Charakterisierungen eher oberflächlich bleiben. Ihre geballte Starpower wird im amerikanischen Boxoffice-Feldzug einen Sieg erringen, doch ausserhalb der USA könnte mancher reaktionäre Stereotyp an Stelle eines schmissigen Hab-Achts ein wenig Stirnrunzeln hervorrufen. ara.

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